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Masterabschluss mit Juve

Mittwoch, 10.05.2017 | 09:42 Uhr
Dani Alves und Mario Mandzukic stehen mit Juventus Turin im Champions-League-Finale
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Dani Alves und Mario Mandzukic zählten beim 2:1-Sieg von Juventus Turin gegen die AS Monaco und dem damit einhergehenden Einzug ins Finale der Champions League zu den Besten. Beide gewannen den Henkelpott bereits, wurden dann abgeschrieben und sind jetzt wichtig wie vielleicht nie zuvor. Dani Alves und Mandzukic stehen vor ihren fußballerischen Masterabschlüssen.

"Mandzukic ist ein Super-Super-Spieler", sagte Pep Guardiola im Juli 2013 und konkretisierte seine Aussage sicherheitshalber drei Monate später: "Mandzukic ist im Sechzehner der beste Spieler der Welt." Dass er zumindest nicht der schlechteste ist, hat der Kroate bereits zuvor nachgewiesen und zwar auf der größtmöglichen Bühne. Beim Champions-League-Finale 2013 gegen Borussia Dortmund nämlich, als er seinen FC Bayern zwischenzeitlich in Führung brachte. Letztlich gewannen Mandzukic und die Münchener mit 2:1 und damit auch den Henkelpott.

Mandzukic' jetziger Teamkollege Dani Alves holte mit seinem Ex-Verein FC Barcelona einst sogar drei Henkelpötte, in den Jahren 2009, 2011 und 2015, ehe er bei den Katalanen mehr oder weniger aussortiert wurde. 33 war er im vergangenen Sommer und Barca wollte künftig lieber auf die Jugend setzen, auf Sergi Roberto zum Beispiel.

Gelohnt hat sich das zumindest kurzfristig nicht, denn Sergi Roberto und Barca wurden im Viertelfinale der Champions League von Dani Alves und Juve höchstpersönlich aus dem Turnier geworfen. Für Dani Alves muss das schon ein bisschen eine Genugtuung gewesen sein, genau wie es für Mandzukic eine Genugtuung sein muss, dass jetzt er mit Juve im Champions-League-Finale steht. Und nicht etwa der FC Bayern, wo er nach all dem Lob letztlich von Guardiola abgeschoben wurde. Aus Dortmund kam im Sommer 2014 stattdessen Robert Lewandowski. Jünger, agiler, torgefährlicher sei der Pole, hieß es.

Mandzukic zog jedenfalls weiter und schlug nach einjährigem Aufenthalt bei Atletico Madrid am Fußball-Campus Turin auf. Gemeinsam mit einigen italienischen Langzeit-Studenten namens Gianluigi Buffon, Leonardo Bonucci, Giorgio Chiellini und Andrea Barzagli arbeitet er nun 30-jährig an seinem fußballerischen Masterabschluss. Genau wie Dani Alves. Das Bachelorzeugnis haben die beiden längst eingerahmt an der Wand hängen, sie haben es an den Einrichtungen von München und Barcelona erworben.

Mandzukic schuf Räume, denen Dani Alves Leben einhauchte

Die vorletzte Prüfung auf dem Weg zum Master hieß nun jedenfalls AS Monaco und diese nahmen sie gemeinsam mit ihren Kommilitonen bravourös. Nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel gewann Juve auch das Rückspiel reichlich souverän. "Ohne meine Mitspieler stünde ich jetzt nicht im Finale", sagte Kapitän Buffon nach dem Abpfiff und wen er damit vorrangig meinte, war klar: Dani Alves und Mario Mandzukic, denn sie zählten an diesem lauen Mai-Abend von Turin zu den Besten.

Mit einer traumhaften Flanke servierte Dani Alves Mandzukic den Ball in der 33. Minute auf den Kopf. Über den Umweg Monaco-Tormann Danijel Subasic und linker Fuß Mandzukic landete der Ball dann schließlich zum 1:0 im Tor. Elf Minuten später machte es der Brasilianer selbst und erzielte mit einer traumhaften Volley-Abnahme das 2:0. Es waren aber nicht nur diese beiden letztlich zählbaren Aktionen, die Alves' und Mandzukic' Auftritte so lobenswert machten, es waren ihre Vorstellungen in der Gesamtheit.

Keiner von Juve war öfter am Ball als Dani Alves (74) und Mandzukic (71), keiner bestritt mehr Zweikämpfe als Mandzukic (24) und Dani Alves (17) und fast keiner schlug mehr Pässe als Dani Alves (45) und Mandzukic (43). Die beiden überzeugten bei alldem aber nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. In der Luft und auf dem Boden rieb sich der Kroate in Zweikämpfen auf und schuf so Räume für seine Mitspieler. Räume, die etwa der Brasilianer nutzte, um ihnen mit perfekten Pässen und Flanken Leben einzuhauchen.

Fähigkeiten-Verbreiterung nach der Grundausbildung

Der nominelle Linksaußen Mandzukic überzeugte vor allem mit defensiven Qualitäten und der nominelle Rechtsverteidiger Dani Alves mit offensiven. Einst, als die beiden noch an der Fußball-Schule waren und gerade dabei, sich die Aufnahmekriterien für die großen Einrichtungen zu erkämpfen, wollte Mandzukic Stürmer und Dani Alves Verteidiger werden. Und das wurden sie nach den absolvierten Grundausbildungen in den Fächern Angreifen (Mandzukic) und Abwehren (Dani Alves) dann natürlich auch.

Statt sich aber immer weiter zu spezialisieren, verbreiterten sie ihre Fähigkeiten. Der Stürmer Mandzukic wurde immer wertvoller für die Defensive und der Verteidiger Dani Alves für die Offensive. Diese Entwicklungen waren schon bei ihren zurückliegenden Stationen erkennbar, bei Juve beschleunigten sie sich seit dem vergangenen Sommer aber noch einmal. Auch, weil es Trainer Massimiliano Allegri versteht, die beiden perfekt einzusetzen.

Im 3-4-3-System hat Dani Alves hinten genügend Absicherung, um seine offensiven Impulse auszuleben ohne die Defensive entblößt und unterbesetzt zurückzulassen. Mandzukic hat derweil vorne genügend Partner, um sich auch mal fallen zu lassen und mitzurackern, ohne die Offensive zahnlos und unterbesetzt zurückzulassen.

Allegris Worte für die Laudatio

Bei den beiden Halbfinal-Spielen gegen Monaco fand diese Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt. Die durchschnittlichen Aufenthalts-Positionen auf dem Platz von Mandzukic und Alves waren horizontal gesehen annähernd auf einer Höhe, obwohl die beiden auf komplett unterschiedlichen Positionen zum Einsatz kamen.

Und von diesen Positionen aus inspirieren sie ihre Mitspieler nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich. Abgesehen vom italienischen Defensiv-Bollwerk (Buffon, Bonucci, Chiellini, Barzagli) sind Mandzukic und Dani Alves bei Juve die Spieler, die vorangehen. Mit ihrem nimmermüden Kampfeswillen stecken sie an. "Er ist ein Siegertyp, ein Mensch mit einem großen Willen und Enthusiasmus", sagte Allegri jüngst über Dani Alves und er hätte über Mandzukic dasselbe sagen können.

Es sind Worte, die sich der Trainer gut merken sollte. Nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung von Dani Alves und Mandzukic am 3. Juni in Cardiff und nach der anschließenden Überreichung des Masterzeugnisses in Form eines Henkelpotts dürfte er sie bei seiner Laudatio sicherlich wiederholen.

Juventus - AS Monaco: Die Statistik zum Spiel

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