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FC Bayern - FK Rostov: Joshua Kimmich im Interview

"Kumpels sagten, dass ich nicht der Coolste bin"

Mittwoch, 14.09.2016 | 08:00 Uhr
Joshua Kimmich erzielte gegen Rostov seinen ersten Doppelpack für die Bayern
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Vier Pflichtspieltore in neun Tagen: Joshua Kimmich ist der Mann der Stunde. Auch beim 5:0-Sieg der Bayern gegen FK Rostov netzte der Nationalspieler - diesmal sogar doppelt. In der Mixed Zone sprach Kimmich über seine neue Kaltschnäuzigkeit, Lehrstunden bei Müller und Lewandowski sowie seine Coolness, über die sich seine Kumpels einst amüsierten.

Frage: Herr Kimmich, kann man sagen, dass Sie gerade einen Lauf haben?

Joshua Kimmich: Was das Toreschießen betrifft, läuft's im Moment, ja. (lacht) Ich hoffe, dass noch das eine oder andere dazukommt. Tore zu schießen, ist aber nicht alles. Es gehören auch noch weitere Dinge dazu, um zufrieden zu sein. Man kann der Mannschaft auch auf andere Weise helfen. Es ist aber natürlich schön, mit Toren dazu beizutragen.

Frage: Wie ist es, gegen eine komplett unbekannte Mannschaft zu spielen?

Kimmich: Es ist für uns oft dasselbe Spiel, weil viele Gegner tief stehen, es mit einer Fünferkette probieren. So war es heute auch.

Frage: In den ersten 30 Minuten haben Sie kein Mittel gegen Rostovs defensives Bollwerk gefunden. Woran lag das?

Kimmich: Ich hatte auch das Gefühl, dass wir uns am Anfang sehr schwer getan haben. Wir haben den Ball nicht gut laufen lassen. Das 1:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt. Dadurch, dass wir letztlich 5:0 gewonnen haben, können wir aber alle glücklich nach Hause fahren.

Frage: Nach Ihrem Treffer auf Schalke mussten Sie in der Mannschaft nicht singen. Sind Sie nun fällig?

Kimmich: Bis jetzt hat noch niemand was gesagt.

Frage: Aber heute haben Sie sogar zwei Tore geschossen.

Kimmich: Nach zwei Toren war das noch nie ein Thema. Also hoffe ich, dass ich gut aus der Nummer rauskomme. (lacht)

Frage: Beim ersten Tor haben Sie noch relativ verhalten gejubelt, beim zweiten sah das schon emotionaler aus.

Kimmich: Beim ersten war es einfach eine überragende Vorarbeit, da gehen 80 Prozent auf Douglas. Ich musste den Ball ja eigentlich nur noch über die Linie drücken. Das zweite war gefühlt einen Tick anspruchsvoller, wobei das auch eine super Flanke war. Trotzdem habe ich mich da ein bisschen mehr gefreut.

Frage: Bei Ihrem Kopfball gingen dann aber 80 Prozent auf Ihr Konto.

Kimmich: (lacht) Es hat mich auf jeden Fall besonders gefreut, dass ich mal per Kopf ein Tor gemacht habe.

Frage: Sie haben jetzt schon so viele Tore für Bayern geschossen wie zuvor in Ihrer gesamten Zeit bei RB Leipzig. Woher kommt Ihre neue Kaltschnäuzigkeit?

Kimmich: Ich kann es nicht erklären. Vielleicht werde ich hier ein bisschen besser in Szene gesetzt oder laufe einfach mehr dorthin, wo man Tore schießen kann. Bei Leipzig habe ich mich immer um den Strafraum herum bewegt und bin nie dahin gegangen, wo es gefährlich ist.

Frage: Haben Sie früher aber schon öfters mal im Sturm gespielt?

Kimmich: Nein, nicht wirklich. Ich war einmal Stürmer. Das war in der letzten Saison, als wir hier zuhause unter Pep Guardiola gegen Piräus gespielt haben. In der Jugend war ich nicht so der Knipser. Da haben mich meine Kumpels immer geärgert und gesagt, dass ich nicht gerade der Coolste vor der Hütte bin.

Frage: Haben Sie sich von Robert Lewandowski und Thomas Müller sagen lassen, wie es geht?

Kimmich: Den einen oder anderen Tipp von Robert und Thomas habe ich bekommen. Wenn man die Augen immer schön offen hält, kann man sich viel abschauen und einiges von ihnen lernen.

Frage: Machen Sie jetzt mit im Kampf um die Torjägerkanone?

Kimmich: (lacht) Das glaube ich eher nicht. Ich denke schon, dass die beiden nochmal nachlegen.

Frage: Hat Ihnen das Tor in der Nationalmannschaft Zutrauen in die eigene Abschlussstärke gegeben?

Kimmich: Es gibt einem schon Selbstvertrauen, wenn mal einer reingeht. Egal, wie er reingeht. Klar denkt man sich dann ab und zu: 'Komm, jetzt halte ich mal drauf.' Wie es dann so ist: Wenn man einmal getroffen hat, schlägt mit etwas Glück vielleicht auch nochmal einer ein.

Frage: Gegen Ingolstadt erwarten wir nun drei Tore.

Kimmich: (lacht) Schauen wir mal.

Frage: Im DFB-Pokal steht die Premiere auch noch aus.

Kimmich: Ja, stimmt. Nachdem es im Pokalfinale mit dem Elfmeter nicht geklappt hat, ist da noch was möglich.

Frage: Ist Ihr persönlicher Weg schon ziemlich weit vorangeschritten? Als Sie von Leipzig hierher kamen, hatten Sie noch nicht den Anspruch, von Anfang an zu spielen.

Kimmich: In der letzten Saison, gerade in der zweiten Saisonhälfte, habe ich auch oft von Anfang an gespielt. Wenn man aber bedenkt, dass ich vor gut einem Jahr noch in der zweiten Liga gespielt habe, freue ich mich, dass es so gelaufen ist.

Frage: Schütteln Sie sich manchmal, wie schnell das alles gegangen ist?

Kimmich: Manchmal ist es ganz schön viel und die einzelnen Schritte gehen auch ziemlich schnell. Aber so ist der Fußball eben: Es geht schnell nach oben - ganz schnell kann es aber auch wieder nach unten gehen.

Frage: Sie erinnerten heute ein bisschen an Xabi Alonso: Sie haben Standards getreten, die Bälle im Zentrum verteilt, zudem auch noch Tore geschossen. Fühlten Sie sich im Spiel auch ein bisschen in der Chefrolle?

Kimmich: Wenn ich spiele, versuche ich einfach, mich immer anzubieten. Ich möchte den Ball haben und mich zeigen. Damit will ich der Mannschaft helfen. Das war zumindest mein Ziel.

Frage: Bei der korrekten Aussprache Ihres Vornamens herrschte in der Öffentlichkeit lange keine Einigkeit. Wie werden Sie denn in der Mannschaft gerufen?

Kimmich: Jeder kann mich nennen, wie er will. Es gibt die unterschiedlichsten Versionen: Jo, Josh, Josu ... Da ist alles dabei.

Frage: Sie wirken so cool und abgeklärt. Ist es schwierig für Sie, ruhig zu bleiben?

Kimmich: Meine Freunde wissen, wie man mich auch mal aus der Ruhe bringt. Das geht schon. Ich denke, dass ich aber jemand bin, der die ganze Situation gut einschätzen kann.

Frage: Man sagt, stille Wasser sind tief. Und laut Manuel Neuer sind Sie gar nicht so ruhig, wie Sie wirken. Ist da was dran?

Kimmich: Es kommt immer auf die Gesellschaft an. Wenn ich unter Freunden bin, kann ich auch anders, klar. (lacht)

FC Bayern - FK Rostov: Die Statistik zum Spiel

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