wird geladen

Die Übermannschaft einer ganzen Ära

Sonntag, 04.06.2017 | 10:40 Uhr
Real Madrid hat seinen Titel in der Champions League verteidigt
Advertisement
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus

Real Madrid hat mit einer beeindruckenden Leistung beim 4:1-Finalsieg gegen Juventus Turin als erste Mannschaft den Titel in der Champions League verteidigt. Die Königlichen schrieben auf allen Ebenen Geschichte und krönten sich endgültig zur Übermannschaft.

Als Schiedsrichter Dr. Felix Brych um 21.39 Uhr Ortszeit abpfeift, ist es vollbracht. Die Spieler in den lilafarbenen Trikots reißen die Arme nach oben. Der Fluch ist durchbrochen. Es ist doch möglich, den Titel in der Champions League zu verteidigen.

"Diesen Titel einmal zu gewinnen, ist unglaublich", sagte ein strahlender Toni Kroos nach dem 4:1-Sieg Real Madrids in Cardiff gegen Juventus Turin in die ZDF-Mikros, um hinzuzufügen: "Aber ihn dann zu verteidigen, ist der Wahnsinn."

Und wer, wenn nicht die Königlichen, hätte dieses Kunststück vollführen sollen? Wer hätte den Fluch brechen sollen?

Die erste Titelverteidigung seit Gründung

"Wir hatten ein Rendezvous mit der Geschichte", frohlockte auch Kapitän Sergio Ramos nach der Partie: "Wir wollten unbedingt gewinnen und wir haben erreicht, was noch niemand zuvor geschafft hat: die Champions League zweimal in Folge zu gewinnen."

Bereits im Vorfeld des Endspiels war klar, dass eine historische Serie reißen würde: Entweder Real würde erstmals seit Gründung der Champions League in der Saison 1992/1993 ein Finale verlieren oder aber zum ersten Mal in dieser Ära würde der Henkelpott zweimal in Folge ans gleiche Team gehen.

Dabei sorgte Juve mit einem furiosen Start dafür, dass schnell Zweifel an der Unbesiegbarkeit der Königlichen aufkamen. Nach nur sechs Minuten hatten die Italiener 3:0 Schüsse aufs Tor, sie kontrollierten den Ball und vor allem zogen Sami Khedira und Miralem Pjanic im zentralen Mittelfeld den Kontrahenten Toni Kroos und Isco den Zahn.

Real wirkte hilflos, mittellos, überrascht vom offensiven Beginn der Alten Dame.

Eine Real-Niederlage im Champions-League-Finale ist unmöglich

Doch dann lieferte Real den Grund, warum eine Niederlage in einem Champions-League-Finale unmöglich zu sein scheint: Mit dem ersten Schuss aufs Tor gingen sie in Führung. Mit dem 500. Real-Tor in der Geschichte des Wettbewerbs. Natürlich durch Cristiano Ronaldo.

Dass die Partie dennoch offen blieb, hatte Juve einem Traumtor von Mario Mandzukic zu verdanken. Der Ex-Münchner setzte einen Fallrückzieher aus halblinker Position im Strafraum zum 1:1 ins Tor und hielt die Hoffnung der Bianconeri auf den ersten Königsklassen-Triumph seit 1996 am Leben.

Nach der Pause räumte Real jedoch endgültig alle Zweifel daran aus dem Weg, wer in dieser Saison die beste Mannschaft Europas ist.

Cristiano Ronaldo als Matchwinner

Die Königlichen schalteten zwei Gänge hoch und erdrückten Juve in der eigenen Hälfte. Die statistischen Werte aus dem zweiten Durchgang sprechen Bände: 13:1 Torschüsse, 76 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 60 Prozent Ballbesitz, 3:0 Tore.

"Ihr zweites Tor hat uns den Wind aus den Segeln genommen", gab Juve-Trainer Massimiliano Allegri zu: "In der ersten Halbzeit sind sie nicht aus der eigenen Hälfte herausgekommen. Aber nach der Pause haben sie das Tempo angezogen, ihre Klasse gezeigt und bewiesen, dass sie Matchwinner in ihren Reihen haben."

Allen voran hatten die Madrilenen am Samstag - es ist mittlerweile beinahe eine Selbstverständlichkeit - einen ganz besonderen Matchwinner: Cristiano Ronaldo.

Der Portugiese schrieb wieder einmal Geschichte. So ist er der erste Spieler, der in drei Champions-League-Finals traf (2008, 2014, 2017).

Ein kleiner Schönheitsfehler

Darüber hinaus krönte er sich mit seinem Doppelpack doch noch zum Torschützenkönig. Ein Titel, den er bereits zum fünften Mal in Folge und zum sechsten Mal insgesamt einfuhr - Rekord. Ferner erzielte Ronaldo in dieser Saison zehn Treffer in der K.o.-Phase, womit er ebenfalls einen Meilenstein setzte (bisher acht). Die Liste der Bestmarken des Weltfußballers wird länger und länger.

Dabei präsentierte sich Ronaldo erneut als Prototyp eines Torjägers: Zwar nahm er kaum am Kombinationsspiel teil, wenn er jedoch im Strafraum angespielt wurde, war es immer gefährlich. Und zweimal landete die Kugel eben im Netz.

Am Ende hatte der Triumph der Madrilenen nur einen kleinen Schönheitsfehler. Die Theatralik von Kapitän Sergio Ramos, mit der er eine Gelb-Rote Karte für Juves Juan Cuadrado provozierte, war in der 84. Minute beim Stand von 3:1 alles andere als nötig. Zumal die Italiener nicht den Anschein machten, noch einmal zurückkommen zu können.

Real hatte das Karma auf seiner Seite

Unter dem Strich war La Duodecima dennoch hochverdient. Real war die stärkste Mannschaft der Saison, überzeugte nach einer durchwachsenen Gruppenphase im Frühjahr nicht nur durch Ergebnisse, sondern auch durch offensivstarken Fußball, Willenskraft und Überzeugung.

Zu keinem Zeitpunkt des Finals schien auch nur ein Real-Spieler daran zu zweifeln, am Ende des Tages den Henkelpott in den Händen zu halten. So konstruiert es wirken mag, sich auf historische Serien zu berufen, passte es doch zum Karma, dass die ersten beiden Real-Treffer abgefälschte, krumme Dinger waren. Wenn es sein soll, soll es eben sein - zur Not mit Glück. Und so gewann Real eben sein sechstes CL-Finale, während Juve sein fünftes in Serie verlor.

Wenn noch ein Beweis vonnöten war, dann lieferte das Finale von Cardiff diesen am Samstagabend nachdrücklich: Das Real Madrid der 10er Jahre ist die Übermannschaft einer ganzen Ära.

Juventus - Real Madrid: Die Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung