Lahm: "Jetzt geht es um alles"

SID
Montag, 04.04.2016 | 14:50 Uhr
Die Bayern haben im CL-Viertelfinale den Druck des Favoriten
© getty
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Es ist "nur" Benfica Lissabon und nicht der FC Barcelona oder Real Madrid - doch der klar favorisierte deutsche Rekordmeister Bayern München lässt vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League (Di., 20.45 Uhr im LIVETICKER) keine Gelegenheit aus, den portugiesischen Traditionsklub auf eine Stufe mit den ganz großen Klubs in Europa zu stellen.

"Ich bin sehr beeindruckt von Benfica und habe großen Respekt. Sie haben eine super Viererkette wie ich sie lange nicht gesehen habe. Es wird schwer, das Halbfinale zu erreichen", mahnte Bayern-Coach Pep Guardiola vor dem K.o.-Duell am Dienstag.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge missfiel das "Freilosgeschreibe". Es werde "viel schwerer, als der ein oder andere annimmt. Wir werden zwei sehr gute Auftritte haben müssen, um ins Halbfinale einzuziehen. Das wird kein Selbstläufer".

Wenn man die Bayern über Lissabon so reden hörte, konnte man den Eindruck gewinnen, als ginge es schon jetzt gegen Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic - und nicht gegen Nicolás Gaitán oder Jonas. Dabei ist Benfica neben dem VfL Wolfsburg der leichteste Gegner in der zweiten K.o.-Runde, die ganz großen Brocken warten erst in einem möglichen Halbfinale.

Druck gegen Benfica hoch

Der fünfte Einzug unter die letzten Vier in Europa in Serie, der sechste in den vergangenen sieben Jahren, ist für die Münchner absolute Pflicht. Alles andere wäre - gerade gegen einen Gegner wie Benfica - für die hoch ambitionierten Bayern ein sportliches Desaster und für Trainer Guardiola eine böse Überraschung. Für den Spanier zählt vor seinem Abschied nach Manchester nur der Titel.

Schon vor dem Achtelfinale gegen Juventus Turin (2:2, 4:2 n.V.) hatte Guardiola geäußert, dass er wisse, "was passiert, wenn wir nicht gewinnen. Ich akzeptiere diese Rolle und diesen Druck". Der Druck ist gegen Benfica aber noch einmal höher.

Dennoch beginnen für Kapitän Philipp Lahm nun "die schönen Wochen: Jetzt geht es um alles. Da freut sich jeder." Allerdings ist sich der Weltmeister der Tatsache bewusst, dass ein weiterer blutleerer Auftritt wie beim 1:0 gegen Frankfurt am Samstag fatal wäre. "Wir sollten noch einen Schritt nach vorne machen in den entscheidenden Wochen", betonte Lahm bei FCB.tv. So eine Qualität werde "nicht reichen. Wir müssen viel besser spielen", unterstrich Rummenigge.

Bislang war die Münchner Qualität aber immer hoch genug, wenn es im Europacup gegen Benfica ging. In den bisherigen sechs Duellen gab es vier Siege bei zwei Remis. Bei den drei Heimerfolgen (1976, 1981 und 1995) erzielten die Bayern immer mindestens vier Treffer. Rummenigge würde sich diesmal schon "mit jedem Sieg zu null" zufrieden geben.

"Auch ein bisschen arrogant"

Als Warnung dient das 1:3 im Viertelfinal-Hinspiel im vergangenen Jahr in Porto. Damals sei die Öffentlichkeit "ja auch ein bisschen arrogant" gewesen, sagte Rummenigge, und "danach war das Lamento sehr groß". Deshalb nehme man Benfica "sehr ernst. Die sind nicht zufällig Tabellenführer in Portugal." Das Rückspiel gegen Porto endete übrigens 6:1 - doch, so der Bayern-Boss, man könne sich nicht immer auf "so einen Sahneschnittentag" verlassen.

In der Einschätzung von Lissabon loben die Münchner unisono die kompakte Defensive. "Da bekommt man nicht viel Platz, um Chancen herauszuspielen. Die sind sehr gut organisiert und lassen wenig zu", meinte Guardiola.

Wichtig wäre da ein Spieler wie Arjen Robben, doch der steht wie Jerome Boateng, Holger Badstuber und Medhi Benatia nicht zur Verfügung. Kingsley Coman ist leicht angeschlagen. Dafür nähert sich Franck Ribéry pünktlich zum Saisonendspurt seiner Bestform.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

München: Neuer - Lahm, Kimmich, Martínez, Alaba - Alonso - Costa, Müller, Vidal, Ribéry - Lewandowski. - Trainer: Guardiola

Lissabon: Ederson - André Almeida, Lindelöf, Jardel, Eliseu - Samaris, Fejsa - Pizzi, Renato Sanches, Gaitán - Jonas. - Trainer: Rui Vitória

Schiedsrichter: Szymon Marciniak (Polen)

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