Fussball

Uduokhai rettet Wolfsburg in der Nachspielzeit

Sonntag, 22.10.2017 | 20:01 Uhr
Am 9. Spieltag der Bundesliga trennten sich Wolfsburg und Hoffenheim remis

Auch das fünfte Spiel des VfL Wolfsburg unter Trainer Martin Schmidt endete remis. Am 9. Spieltag der Bundesliga lag Wolfsburg gegen die TSG Hoffenheim zwar lange zurück, kam durch Felix Uduokhai in der Nachspielzeit aber noch zu einem 1:1 (0:1).

Hoffenheim-Trainer Nagelsmann formierte seine Defensive zu Beginn etwas überraschend in einer Viererkette, stellte aber bereits nach wenigen Minuten auf die gewohnte Dreier-/Fünferkette um. Vogt rückte zwischen Posch und Hübner und firmierte fortan als Abwehrchef.

Nach einer ersten Chance für Hoffenheim durch Grillitsch (3.) wurde Wolfsburg mit zunehmender Spieldauer immer dominanter und erspielte sich einige gute Tormöglichkeiten: Erst vergab Arnold einen Elfmeter (11.), dann parierte Hoffenheim-Keeper Baumann einen starken Freistoß von Didavi (37.), ehe Origi nur die Latte traf (38.).

Genau wie in der ersten Halbzeit begann Hoffenheim auch in der zweiten rasant. Diesmal hielt die Überlegenheit aber länger an - und resultierte letztlich in der Hoffenheimer Führung.

Wolfsburg-Trainer Schmidt wechselte in der Schlussphase Gomez ein, der sein Comeback nach auskurierter Sprunggelenksverletzung feierte und das Offensivsspiel direkt belebte. Der Ausgleich in der Nachspielzeit durch Uduokhai war ob Wolfsburgs ansehnlicher ersten Halbzeit durchaus verdient.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Demirbay (73.), 1:1 Uduokhai (90.+1)

Bes. Vorkommnis: Baumann hält Foulelfmeter von Arnold (11.)

  • Akpoguma feierte per Einwechslung sein Bundesligadebüt sowie sein Pflichtspieldebüt für Hoffenheim.
  • Hoffenheim beging insgesamt 24 Fouls und erzielte somit einen neuen Saisonhöchstwert in der Bundesliga (zuvor 17).
  • Hoffenheim ist seit drei Bundesligaspielen sieglos. Das ist 2017 die längste Serie für die TSG.

Der Star des Spiels: Felix Uduokhai

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit rettete Uduokhai Wolfsburg das Remis. Bis dahin leistete er sich keine Fehler und überzeugte mit sicherem Passspiel, knapp 93 Prozent seiner Zuspiele kamen an. Darüber hinaus verzeichnete er die meisten klärenden Aktionen aller Wolfsburger.

Der Flop des Spiels: Sandro Wagner

Über weite Strecken des Spiels war Wagner völlig abgemeldet und nahm nicht am Hoffenheimer Kombinationsspiel teil. Sowohl seine Pass- als auch Zweikampfquote zählte zu den schwächsten bei Hoffenheim. Wagners beide Schüsse gingen neben das Tor.

Der Schiedsrichter: Felix Zwayer

In der 10. Minute zeigte Zwayer nach einem Gerangel zwischen Origi und Posch im Hoffenheimer Strafraum auf den Punkt. Auch nachdem er die Szene auf dem Monitor am Spielfeldrand begutachtet hatte, blieb er bei seiner Entscheidung. Da beide Akteure gezogen haben, eine zumindest sehr strittige, eher aber falsche Entscheidung. Der zweite Elfmeter war dagegen absolut berechtigt, Tisserand traf Hübner im Strafraum. Bei Zweikampf-Bewertungen verfolgte Zwayer keine wirklich konsequente Linie.

Die Reaktionen der Trainer:

Martin Schmidt (Trainer VfL Wolfsburg): "Natürlich fühlt es sich komisch an, fünfmal nacheinander unentschieden zu spielen. Es ist aber kein schlechtes Gefühl, wenn die Gegner spüren, dass man schwer zu schlagen ist. Trotzdem dürfen wir auf diese Serie nicht stolz sein, denn so kommen wir da unten nicht raus."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Es war ein sehr sehr dominanter Auftritt von uns, vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir hätten das 2:0 erzielen müssen, haben aber zu egoistisch abgeschlossen. Deshalb haben wir jetzt nur einen Punkt."

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