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S04 bleibt punkt- und torlos

Das Wir betrifft ganz Schalke

Sonntag, 18.09.2016 | 23:12 Uhr
Der FC Schalke 04 gewann keines der letzten zehn Bundesliga-Spiele an einem Sonntag
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In der Vorsaison feierte man den besten Saisonstart seit 44 Jahren, nun hat der FC Schalke 04 die ersten drei Bundesligaspiele verloren und dabei keinen Treffer erzielt. Ab Mittwoch warten vier Partien in elf Tagen - der neue Schalker Weg unter Trainer Markus Weinzierl und Manager Christian Heidel steht schon früh vor der ersten Bewährungsprobe.

Ralf Fährmann grinste, als er Anfang August im Trainingslager des FC Schalke 04 mit SPOX zum Interview zusammen saß und diese eine Frage gestellt bekam. Es ging um den Ausdruck "typisch Schalke".

Der neue Weg, den Christian Heidel mit dem von ihm inthronisierten Trainer Markus Weinzierl zu beschreiten begann, soll laut des Managers künftig dafür stehen, dass man mit dem S04 bald neue Werte verbindet. Werte, die zwar schon da sind und auch gelebt werden, aber nur selten produktiv wirken können.

Denn typisch Schalke, das war bislang häufig Nervosität, Hektik oder Unruhe und wurde immer dann hervorgekramt, wenn es sportlich nicht lief. Unter der neuen Führung ist das Ziel ausgegeben worden, künftig an andere als diese negativ konnotierten Begriffe zu denken, wenn es mal wieder heißt: typisch Schalke.

Was passiert nun auf Schalke?

Heidel möchte Schlagworte wie Leidenschaft, Emotionalität, Nachhaltigkeit oder Entwicklung damit verbunden sehen. Dem Ex-Mainzer ist klar, dass es eines langwierigen und Schwankungen unterworfenen Prozesses bedarf, um diese Vorgabe eines Tages zu erreichen. Die Startphase in diese Richtung, so viel steht seit der 0:2-Niederlage bei Hertha BSC am Sonntag fest, wurde ordentlich in den Sand gesetzt.

Was geschieht nun also auf Schalke, nachdem man erstmals seit 31 Jahren an den ersten drei Spieltagen einer Bundesliga-Saison keinen eigenen Treffer erzielte und punktlos Tabellenplatz 17 inne hat?

"Ich kann mir gut vorstellen, dass das wieder passieren wird. Ich kenne es ja auch gar nicht anders", sagte Fährmann vor einem guten Monat in der Mittagssonne von Mittersill auf die Frage, ob in einer solch brenzligen Phase die vom S04 mittlerweile gewohnten Selbstzerfleischungsprozesse wieder in Gang gesetzt würden.

Vier Spiele in elf Tagen

"Dann wären wir Führungsspieler und die Verantwortlichen gefragt, eng zusammen zu stehen und mit einer Stimme nach außen zu kommunizieren, damit das an uns abprallt und keine großen Wellen schlägt", führte der Torhüter fort.

Klar ist: Für Untergangsstimmung ist es noch deutlich zu früh, eine gefährliche Unruhe im Verein ist nicht zu erkennen. Doch stehen ab kommenden Mittwoch vier Partien in nur elf Tagen an.

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Die Spirale, die derzeit abwärts zeigt, kann also innerhalb kürzester Zeit noch weiter Fahrt aufnehmen. Angesichts der bisherigen Schalker Leistungen muss das Pendel aber nicht zwangsläufig in die falsche Richtung ausschlagen.

Der in vielen Teilen neu zusammengestellten Mannschaft fehlt es wenig überraschend noch an der Konstanz, über 90 Minuten fehlerlos aufzutreten. Die Leistungen gegen den FC Bayern und beim Europa-League-Spiel in Nizza ließen erkennen, dass der neue Schalker Weg durchaus schon zu diesem Zeitpunkt der Saison sportlich mit Leben gefüllt werden kann.

"Das muss rein in unsere Köpfe"

"Wir machen uns nicht verrückt. Wir sind auf dem richtigen Weg", stellte Kapitän Benedikt Höwedes nach der Pleite in der Hauptstadt klar. Auch aus Heidel sprach keine besondere Besorgnis: "Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben, um erfolgreich zu sein. Das muss rein in unsere Köpfe. Momentan sind wir noch etwas in der Findungsphase."

Der Manager wird jedoch nur zu gut wissen, dass trotz aller Versuche, Ruhe und Zuversicht auszustrahlen, die erste Bewährungsprobe für das neue Schalke bereits ins Haus steht. Schalke kann sehr ambivalent sein - im Grunde genauso ambivalent, wie es das "typisch Schalke" eben suggeriert. An guten Tagen stärken Euphorie und Unterstützung das gesamte Gebilde, an schlechten kann schnell allgemeine Verunsicherung um sich greifen.

Die ersten Wochen des Duos Heidel/Weinzierl liefen noch wie am Schnürchen und sorgten für Zuversicht in den abermaligen Neuanfang. Jetzt jedoch stehen die ersten Ergebnisse an der Tafel und sie fielen negativ aus.

Das Umfeld ist nun gefragt

Eine entscheidende Rolle, wie mit diesen Fakten in den kommenden Wochen umgegangen wird, spielt seit jeher das Umfeld - erst Recht jetzt, da drei der nächsten vier Spiele vor heimischem Publikum ausgetragen werden.

Nun, ein gutes Jahr nach dem besten Saisonstart seit 44 Jahren unter Andre Breitenreiter, sind neben den sportlichen Verantwortungsträgern vor allem all jene gefragt, die sich zu diesem vielzitierten Umfeld hinzuzählen.

Geduld und Ruhe sind gefragt

Es ist schon nach diesem ersten Rückschlag an der Zeit zu zeigen, wie sehr man bereit ist, den neuen Entscheidungsträgern und der Mannschaft Vertrauen entgegen zu bringen. Der sportliche Neuanfang kann bei einem oftmals wackligen Konstrukt wie dem von S04 nämlich erst dann auf fruchtbaren Boden fallen, wenn die Anhänger Geduld und Ruhe beweisen und nicht erneut in alte wie übliche Verhaltensmuster verfallen.

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"Es hat sich in den letzten Jahren ein Trott eingeschlichen, das Gute nicht mehr sehen zu wollen oder zu können und sich am Negativen zu laben. Es tut uns allen wahnsinnig gut, wenn hier Ruhe im Karton herrscht", sagte Fährmann in Österreich.

Fünf Wochen später lässt Höwedes mit Blick auf die kommenden Partien gegen Köln, Hoffenheim, Salzburg und Gladbach ein "wir sind jetzt gefordert" folgen. Man müsste präzisieren: Das "Wir" betrifft vor allem die Mannschaft - aber nicht nur sie.

Hertha - Schalke: Daten zum Spiel

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