wird geladen

Deswegen muss Hoffenheim in die CL

Mittwoch, 05.04.2017 | 12:19 Uhr
Andrej Kramaric war in der Partie gegen Bayern München der gefeierte Held
Advertisement
Premier League
Live
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Live
Feyenoord -
PSV
Premiership
Live
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Live
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Live
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Live
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Live
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Live
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Live
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Live
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Superliga
Brøndby -
Odense BK
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

1899 Hoffenheim hat im 18. Versuch den historisch ersten Sieg gegen den FC Bayern München eingefahren - dank einer furiosen ersten Halbzeit verdientermaßen. Die TSG spielt die beste Saison in ihrer Vereinshistorie und hat sogar sieben Zähler mehr auf dem Konto als im aufsehenerregenden Aufstiegsjahr. Die Partie gegen die Bayern hat auch die letzten Zweifel ausgeräumt: Die Mannschaft von Julian Nagelsmann verdient sich die Champions-League-Teilnahme.

Ein Spielzug wie aus dem Bilderbuch. In einem Tempo, das der Abwehr des FC Bayern München den Kopf verdreht.

An der linken Außenlinie bekommt Amiri den Ball von Kramaric. Direkt weitergeleitet auf Wagner. Der lässt wieder für Kramaric tropfen. Ballannahme, drei Schritte mit dem Ball, dann der perfekt durchgesteckte Pass auf Demirbay, der aus elf Metern halblinks im Sechzehner abzieht - und nur am glänzend reagierenden Ulreich scheitert.

Die Szene in der 40. Minute steht exemplarisch dafür, wie die TSG 1899 Hoffenheim den Titelverteidiger und unangefochtenen Spitzenreiter aus München in dieser ersten Halbzeit dominiert, zeitweise an die Wand spielt.

Baumann: "Die beste Halbzeit meiner Hoffenheimer Zeit"

"Angesichts dessen, gegen wen wir heute hier gespielt haben, war das die beste Halbzeit meiner Hoffenheimer Zeit", gab auch Torhüter Oliver Baumann nach der Partie im Bauch der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena zu: "Das war das Topniveau der Bundesliga und auch in Europa. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen."

Auch Bayern-Trainer Carlo Ancelotti fand bei der Pressekonferenz anerkennende Worte für diese 45 Minuten: "In der ersten Hälfte hat uns Hoffenheim ein bisschen überrascht."

Nagelsmanns Forderung eingelöst

Die Hauptzutat für den zeitweise furiosen Auftritt des aktuellen Tabellendritten der Bundesliga war eine, die der zuletzt immer weiter ins Scheinwerferlicht gerückte Trainer Julian Nagelsmann vor der Partie gefordert hatte: Mut.

Von der ersten Minute an betrieben die Hausherren einen hohen Aufwand (in der ersten Halbzeit fünf Kilometer höhere Laufleistung, in der zweiten Halbzeit vier), liefen die weißgekleideten Münchner im Spielaufbau aggressiv an, gewannen durch starkes Pressing den Ball und erspielten sich auf diese Art und Weise früh im Spiel zahlreiche Torchancen.

Hummels und Robben mahnen

"Wir haben Hoffenheim, die ja sowieso schon stark sind, noch stärker gemacht mit unseren Ballverlusten", haderte Mats Hummels in der Mixed Zone mit dem Auftritt seines Teams im ersten Durchgang.

Und auch Arjen Robben legte den Finger in die Wunde: "Wir haben überhaupt nicht gut gestanden und waren immer einen Schritt zu spät. Da haben wir Glück gehabt, dass es nur 1:0 steht."

Mats Hummels im Interview: "Glaube nicht, dass die Meisterschaft durch ist"

Anwärter auf den direkten Champions-League-Platz

Tatsächlich war das Halbzeitergebnis aus FCB-Sicht schmeichelhaft. Natürlich einerseits wegen des passiven Auftritts der Gäste. Allem voran jedoch, weil die Nagelsmann-Truppe zeigte, dass sie taktisch gereift und "eine der aktuell stärksten deutschen Mannschaften" (Hummels) ist. Kurzum: dass sie in dieser Form zu Recht ein Anwärter auf den direkten Champions-League-Platz ist!

Zur Pause stand die TSG bei 11:8 Torschüssen (4:2 aufs Tor), 7:2 Ecken und war selbst bei Bayern-Domänen wie Ballbesitz (47 Prozent) und Pässen (230:260) auf Augenhöhe.

Im 3-5-2, das sich gegen den Ball in ein 5-3-2 verwandelte, hatten die Kraichgauer im Mittelfeld stets eine Überzahl und schafften es, durch starke Antizipation und Griffigkeit in den Zweikämpfen, das Aufbauspiel der Münchner zu unterbinden. Auf den Außen bekamen es Coman und Robben stets mit einer Doppelung, häufig sogar mit drei Kontrahenten (Coman stand dann gegen Süle, Toljan und Demirbay, Robben gegen Hübner, Zuber und Amiri) zu tun und fanden so lange nicht ins Spiel.

Geschwindigkeit und Kramaric

Und offensiv überzeugte Hoffenheim durch Geschwindigkeit und direktes Spiel in die Spitze. Außerdem erwischte Kramaric einen Sahnetag. Der Kroate gab die meisten Torschüsse ab (vier), legte die längste Laufstrecke aller Hoffenheimer zurück (12,63 km), spielte die meisten Pässe in der gegnerischen Hälfte (20) und gewann 59 Prozent seiner Zweikämpfe.

Im zweiten Durchgang wurde der Druck der Gäste erwartungsgemäß immer größer. Letztlich hatten die Kraichgauer jedoch das Glück auf ihrer Seite.

Das Glück der Tüchtigen

Das Glück, das Freiburg und Ingolstadt in diesem Jahr nicht hatten, als die Bayern in letzter Minute zum Sieg trafen. Das Glück, das Hertha nicht hatte, als die Bayern ihnen in der 97. Minute einen sicher geglaubten Sieg doch noch aus der Hand rissen.

Das Glück, dass neben Stürmer Kramaric auch Torhüter Baumann seine Topform abrufen und das ewige Duell gegen Robert Lewandowski dieses Mal für sich entscheiden konnte. Dass in entscheidenden Momenten immer wieder ein Schienbein, ein Kopf oder eben die Latte den Ausgleich verhinderten. Das Glück der Tüchtigen.

So stand am Ende im 18. Bundesligaspiel der TSG der erste Sieg gegen den FC Bayern. Die Stimmung beim häufig verpöhnten Publikum in Sinsheim war ausgelassen, ekstatisch.

"Wir haben es Real vorgemacht, wie man gegen die Bayern gewinnen kann", sagte Baumann und schob nach: "Natürlich wird es für die ein ganz anderes Spiel und sie machen es auch taktisch anders. Aber wir sind heute einfach stolz auf unsere Leistung."

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Hopp: "Das war ein großer Schritt Richtung Europa"

Auch Dietmar Hopp stand die pure Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben: "Ich habe vor dem Spiel gesagt, ein Unentschieden würde mich zufrieden machen. Der Sieg ist jetzt unfassbar." Um dann den goldenen Satz hinterherzuschieben: "Das war ein großer Schritt Richtung Europa."

Tatsächlich spielt die TSG mit nun 51 Zählern nach 27 Spielen die erfolgreichste Saison ihrer Bundesligahistorie. Selbst im aufsehenerregenden Aufstiegsjahr 2008/2009, als die Herbstmeisterschaft heraussprang, hatte man zum gleichen Zeitpunkt sieben Punkte weniger auf der Habenseite.

Die 51 Zähler bedeuten weiterhin Platz drei, der die direkte Champions-League-Qualifikation bedeutet. Einen Punkt vor Borussia Dortmund, am Samstag zu Gast in München, während Hoffenheim in Hamburg gastiert. Träumen ist bei dieser Konstellation ausdrücklich erlaubt. Genauso wie das Herausholen des Rechenschiebers.

Wer macht das Rennen? Hier geht's zum Tabellenrechner

Zumal die Formkurve eine klare Sprache spricht: 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen gelangen neben der TSG nur Werder Bremen.

Wer jedenfalls einen Beweis gebraucht hat, dass Hoffenheim in dieser Saison eine Spitzenmannschaft ist, bekam diesen am Dienstagabend auf dem Silbertablett. Geht es nach Oliver Baumann, war dieser jedoch gar nicht mehr nötig: "Das wissen doch alle, oder", grinste der Keeper. Spätestens jetzt ja.

Hoffenheim - Bayern: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung