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Werder kämpft Wolfsburg nieder

SID
Samstag, 16.04.2016 | 17:28 Uhr
Claudio Pizarro eröffnete in Bremen den Torreigen
© Getty
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Werder Bremen hat im Abstiegskampf ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik besiegte den VfL Wolfsburg im Nordduell hochverdient mit 3:2 (1:1) und feierte ihren ersten Bundesliga-Dreier seit dem 5. März (4:1 gegen Hannover).

Sturm-Oldie Claudio Pizarro, der mit 102 Ligatreffern nun Bremens alleiniger Rekord-Torjäger ist, per Foulelfmeter (32.), Fin Bartels (64.) und Sambou Yatabaré (83.) trafen für Werder.

Die Karriere von Claudio Pizarro in Bildern

Wolfsburgs Josuha Guilavogui sorgte für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (36.). Bas Dost (87.) gelang noch das Anschlusstor für die Niedersachsen.

Für die erschreckend schwachen Wölfe bedeutet die Niederlage wohl den endgültigen K.o. im Kampf um die internationalen Plätze. Das Team von Coach Dieter Hecking wartet inzwischen seit fünf Spieltagen auf einen Sieg und verpasste die große Gelegenheit, sich noch einmal an die Europacup-Ränge heranzupirschen.

Die besten ausländischen Bundesliga-Torjäger

"Die Situation ist kritisch, das ist jedem Spieler klar. Wir sind sehr unzufrieden und wollen die Lage ändern", kündigte der heftig kritisierte Skripnik nach einer turbulenten Werder-Woche an.

Pizarro der Dosenöffner

Entsprechend engagiert gingen die Grün-Weißen vor 40.557 Zuschauern im Weserstadion von Beginn an zu Werke. Die nicht zu übersehenen technischen Mängel machten die Gastgeber mit großer Laufbereitschaft und viel Leidenschaft wett. Während den Wolfsburgern die Europacup-Strapazen vier Tage nach dem Champions-League-Aus bei Real Madrid (0:3) noch deutlich anzumerken waren, marschierte Werder munter nach vorn - vergaß dabei aber zunächst das Tore schießen.

Erst scheiterte Florian Grillitsch freistehend an VfL-Keeper Diego Benaglio (19.), dann traf Bartels nur den Pfosten (29.). Erst Pizarro erlöste die Werder-Fans mit seinem verwandelten Strafstoß nach einem Foul von Vieirinha an Zlatko Junuzovic.

Zwar konnten die Wolfsburger mit ihrem 400. Auswärtstor ihrer Bundesliga-Geschichte fast postwendend ausgleichen, doch Werder zeigte sich davon unbeeindruckt und drückte weiter aufs Gas. Wieder war es der quirlige Bartels, der zunächst in Benaglio seinen Meister fand (37.) und dann kurz vor der Pause die Kugel aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbeispitzelte.

Auch im zweiten Abschnitt spielte zunächst quasi nur Werder. Nach Chancen von Junuzovic (47. und 60.) war es der österreichische Spielmacher auch, der Bartels vor dessen Tor mustergültig bediente.

Wolfsburg blieb den Beweis seiner Klasse auch im weiteren Verlauf schuldig. Für die größte Gefahr sorgte noch ein Freistoß von Naldo, den Felix Wiedwald eine Viertelstunde vor dem Ende aus dem Eck fischte.

Bremen - Wolfsburg: Daten zum Spiel

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