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Bundesliga - 30. Spieltag

Augsburg schlägt schwachen VfB

Samstag, 16.04.2016 | 17:20 Uhr
Alfred Finnbogason erzielte in der 36. Minute das 1:0 für den FC Augsburg
© Getty
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Der FC Augsburg hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Im Schwaben-Duell gegen den VfB Stuttgart siegte das Team von Markus Weinzierl mit 1:0 (1:0). Der VfB steckt nach der Pleite wieder mitten im Abstiegskampf.

Vor 30.600 Zuschauern in der ausverkauften WWK Arena erzielte Alfred Finnbogason in der 36. Minute das Tor des Tages. Der FCA schiebt sich in der Tabelle somit an Stuttgart vorbei und feiert mit dem ersten Heim-Dreier 2016 einen wichtigen Sieg gegen den Abstieg. Es ist bereits der siebte Sieg in Folge gegen den VfB Stuttgart.

Stuttgart hingegen bleibt auch im fünften Spiel in Folge sieglos und steckt nun endgültig wieder im Abstiegskampf.

Die Reaktionen:

Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): "Der Sieg war verdient. Wir haben eine gute Spielanlage gezeigt, waren dominant, haben immer wieder gefährliche Angriffe gestartet. Weil wir unsere Konter liegen gelassen haben, blieb es bis zum Schluss offen. Aber wenn man die anderen Ergebnisse sieht, war das ein elemantar wichtiger Sieg."

Jürgen Kramny (Trainer Stuttgart): "Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu passiv gezeigt. Trotzdem ist nichts groß entstanden, bis Georg Niedermeier wieder mal einen Stockfehler hatte. Hinten raus haben wir es mit Gewalt und langen Bällen versucht, aber es hat nicht gereicht. Das wollten wir deutlich anders machen. Die nächsten vier Aufgaben sind jetzt enorm wichtig, da müssen wir wieder zeigen, was uns ausgezeichnet hat: mannschaftliche Geschlossenheit. "

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Augsburgs Coach Markus Weinzierl tauscht sein Team im Vergleich zum 2:1 in Bremen auf zwei Positionen: Kohr und Koo ersetzen Janker (Bank) und Esswein (Muskelbündelriss im Oberschenkel).

Bei Stuttgart kehrt Kapitän Gentner nach überstandener Grippe zurück ins Team. Er ersetzt Rupp (Grippe). Somit startet erneut Klein im rechten Mittelfeld, im Sturm starten Kravets und Werner.

25.: Erste Mini-Chance aus dem Spiel heraus: Didavi legt eine Flanke von links gut auf Klein ab. Der Österreicher zieht aus 20 Metern direkt ab, setzt den Ball aber ein, zwei Meter neben das Augsburger Tor.

28.: Zunächst klärt Tyton eine Baier-Ecke eher unzureichend. Die zweite Hereingabe landet bei Klavan, der aus fünf Metern zum Kopfball kommt, diesmal pariert Tyton aber gut.

36., 1:0, Finnbogason: Caiuby hat auf links zu viel Platz und flankt ins Zentrum. Niedermeier kann eigentlich locker klären, trifft den Ball aber nicht. Finnbogason ist da und bestraft den krassen Bock des Stuttgarter Innenverteidigers eiskalt.

39.: Finnbogason läuft Sunjic davon und verschafft sich mit einem Haken Platz. Per Heber setzt der Isländer Altintop ein, der direkt abzieht und seinen Volley nur knapp über die Latte setzt.

40.: Erste Stuttgarter Drangphase und sofort die erste Chance. Didavi ist nach einer Klein-Flanke im Zentrum viel zu frei und zieht aus zehn Metern hart ab. Hitz hat wohl noch die Fingerspitzen dran, der Ball prallt an den Pfosten.

55.: Erneut kann ein FCA-Spieler mit viel zu viel Platz flanken. Koo findet im Zentrum Caiuby, den Schwaab nicht richtig attackiert. Der Augsburger trifft das Leder nicht richtig, per Aufsetzer wird der Ball dennoch gefährlich. Tyton fliegt und dreht den Ball mit einer etwas auf Schauspielerei ausgelegten Parade zur Ecke.

71.: Riesentat von Tyton! Der Stuttgarter Keeper hält seine Mannschaft im Spiel. Die Augsburger kombinieren sich völlig problemlos durch die Stuttgarter Hintermannschaft. Koo bedient Gouweleeuw, der aus 5 Metern zum Abschluss kommt, Tyton pariert allerdings klasse.

78.: Insua setzt sich auf links zu einfach in einem Zweikampf durch. Am ersten Pfosten kommt Werner zum Kopfball, sein Versuch wird aber neben das Tor geblockt.

Fazit: Augsburg siegt in einem schwachen Bundesligaspiel verdient, da Stuttgart sich im Spielaufbau viel zu behäbig präsentiert.

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Der Star des Spiels: Alfred Finnbogason. Vernaschte mit seinem schnellen Antritten ein ums andere Mal die komplette Abwehr der Stuttgarter. War die zentrale Anspielstation an vorderster Front und beteiligte sich eigentlich an jedem gefährlichen Angriff der Augsburger. Brachte den FCA zudem durch sein Tor zum 1:0 auf die Erfolgsstraße.

Der Flop des Spiels: Georg Niedermeier. Verursachte mit seinem Querschläger das Gegentor und war über die kompletten 90 Minuten großer Unsicherheitsfaktor in der Stuttgarter Hintermannschaft. Zudem mit teilweise haarsträubenden Fehlpässen im Spielaufbau.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler hatte mit der durchweg fairen Partie wenig Probleme und kam bis zur 67. Minute ohne Gelbe Karte aus. Übersah lediglich das klare Foul von Insua an Opare (20.) an der Strafraumgrenze. Die etwas kniffligeren Szenen löste er korrekt.

Das fiel auf:

  • Vor allem in der ersten halben Stunde überließ der extrem tiefstehende VfB, der nach dem Spiel gegen Bayern wieder in einem 4-4-2 agierte, den Augsburger komplett das Spielfeld. Erst ab der Mittellinie machten Werner und Kravets an vorderster Front Anstalten, den Gegner anzulaufen. Kramny forderte seine Mannen immer wieder vergeblich auf, weiter hinten rauszuschieben.
  • Augsburg wusste mit dem hohen Ballbesitzanteil überhaupt nichts anzufangen. Meist prügelten Klavan und Gouweleeuw weite Diagonalbälle auf die beiden weit aufgerückten Außenverteidiger Opare und Max. Bezeichnend, dass das Tor nach dem ersten gut herausgespielten Angriff der Augsburger fiel.
  • Auch der VfB Stuttgart hatte massive Probleme im Spielaufbau, an allen Ecken und Enden war der Ausfall von Die bemerkbar. Zwar ließen sich Gentner und Didavi hin und wieder zurückfallen, doch einen ordentlichen Angriff brachten die Stuttgarter in der kompletten ersten Halbzeit nicht aufs Grün. Die vereinzelten Chancen waren oft Zufallsprodukte.
  • Didavi konnte seine Stärke an der Seite von Gentner längst nicht wie gewohnt entfalten. Der zukünftige Wolfsburger war zu sehr mit Defensivaufgaben beschäftigt und konnte offensiv kaum Akzente setzen. Kramny reagierte und stellte nach der Halbzeit auf ein 4-1-4-1 um. Didavi rückte somit eine Position nach vorne. Die Änderungen fruchteten. Stuttgart hatte nach der Halbzeit etwas mehr Spielanteile und wirkte offensiv als auch defensiv etwas sortierter.

Augsburg - Stuttgart: Die Statistik zum Spiel

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