Freitag, 08.04.2016
wird geladen
AufstellungAnalyseEinzelkritikUser-NotenTabelleRechner

Bundesliga - 29. Spieltag

Hannover trotzt Hertha Remis ab

Am 29. Spieltag der Bundesliga trennen sich Hertha BSC und Hannover 96 2:2 (1:1). Damit beendet 96 im ersten Spiel unter dem neuen Interimstrainer Daniel Stendel eine Serie von fünf Pleiten am Stück.

Hertha und Hannover lieferten sich ein enges Match
© Getty
Hertha und Hannover lieferten sich ein enges Match

Vor 45.229 Zuschauern im Berliner Olympiastadion brachte Vedad Ibisevic die Hertha früh in Führung (4.). Doch diese hatte nicht lange Bestand, denn Artur Sobiech gelang bereits in der 18. Minute der Ausgleich.

Jetzt bei Tipico wetten - und 100€ Neukundenbonus sichern!

Nach dem Seitenwechsel drehte Manuel Schmiedebach mit seinem Treffer die Partie (58.), allerdings schlug die Hertha in Person von Salomon Kalou zurück (72.).

Mit dem Punktgewinn schafft Hertha zwischen sich und Gladbach einen Abstand von vier Zählern, wobei die Fohlen am Samstag in Ingolstadt nachlegen können. 96 bleibt mit neun Punkten Rückstand Tabellenletzter.

Die Reaktionen:

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Wir haben heute nach der Führung nicht clever gespielt. Es war zu viel Wille da. Übermotivation ist nicht immer gut. Hannover hat ein paar schnelle Spieler und damit haben wir Schwierigkeiten gehabt."

Daniel Stendel (Trainer Hannover): "Alles war eine Nummer größer und schneller, die Anspannung war aber ähnlich wie bei der U19. Wir nehmen mit, dass es erfolgreich sein wird, wenn wir mutiger agieren und verteidigen. Nächste Woche gegen Gladbach werden wir es erneut versuchen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei Hertha nimmt Pal Dardai im Vergleich zum 0:5 gegen Mönchengladbach zwei Wechsel in der Anfangsformation vor: Pekarik und Langkamp beginnen für Lustenberger und Darida (beide auf der Bank).

Bei den Gästen aus Hannover mischt Interimstrainer Daniel Stendel ordentlich durch und verändert die Startelf auf sechs Positionen: Nane, Schmiedebach, Sobiech, Bech, Anton und Bundesliga-Debütant Sarenren-Bazee spielen für Gülselam, Szalai, Sorg (alle auf der Bank), Schulz, Fossum und Almeida (alle nicht im Kader).

3., 1:0, Ibisevic: Plattenhardt schlägt den Ball von links in die Mitte, Sane rutscht als Letzter vorbei und Ibisevic legt ihn am herauseilenden Zieler vorbei.

6.: Nach einem langen Ball auf Sarenren-Bazee, der den Ball an Jarstein vorbei spitzelt und von der rechten Grundlinie überlegt in die Mitte spielt. Bech zieht aus 14 Metern ab - doch Jarstein wehrt zur Ecke ab! Diese kann Berlin nicht endgültig klären und Schmiedebach hämmert den Ball aus 18 Metern an den rechten Pfosten.

18., 1:1, Sobiech: Kiyotake spielt 20 Meter vor dem Tor zu Schmiedebach, der mit der Hacke zurück zum Japaner passt. Hannovers Spielmacher schickt Sobiech, der aus gut sieben Metern halbrechter Position cool bleibt.

Die besten Fußball-Ligen der Welt im Livestream bei SPOX.com

58., 1:2, Schmiedebach: Schmiedebach behauptet einen hohen Ball stark, legt ihn nach links zu Karaman und der zieht bis zur Grundlinie. Anschließend spielt er flach zurück zu Schmiedebach, der aus gut zehn Metern ins lange Eck trifft.

70.: Nach einer Flanke von rechts braucht Haraguchi zu lange und sein Schuss aus 15 Metern gerät zu zentral.

72., 2:2, Kalou: Der gerade eingewechselte Schieber schlägt links im Strafraum einen flachen Ball Richtung zweiten Pfosten, wo Kalou aus fünf Metern versenkt. Zieler macht dabei eine unglückliche Figur.

83.: Eine Freistoßflanke landet über Umwege bei Ibisevic, der aus zehn Metern und spitzem Winkel abzieht, aber an Zieler scheitert.

Fazit: 96 ließ sich durch den frühen Rückstand nicht beirren und war über weite Strecken der Partie die tonangebende Mannschaft, ohne die nötige Durchschlagskraft aufzubauen.

Der Star des Spiels: Hiroshi Kiyotake. Es hat sich zwar kein Spieler für diese Kategorie wirklich aufgedrängt, aber der Japaner war an fast allen gefährlichen Aktionen von 96 beteiligt. Seine beste Aktion hatte Kiyotake, als er den Ausgleich mustergültig vorbereitete. Zudem hat der Mittelfeldspieler eine starke Zweikampfquote vorzuweisen.

Flop des Spiels: Mitchell Weiser. Der Mittelfeldspieler war kein Faktor im Berliner Spiel und war an keinem Torschuss seines Teams beteiligt. Außerdem verlor Weiser mehr als zwei Drittel seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Benjamin Brand. In einer weitgehend fair geführten Partie war der 26-Jährige selten gefordert. Einzig bei Abseitsentscheidungen lag der Unparteiische hin und wieder falsch.

Das fiel auf:

  • Pal Dardai schickte sein Team in einem 4-4-1-1 mit zwei flachen Ketten auf den Rasen. Die Hertha wollte die Kontrolle an sich reißen und war im Spielaufbau stets um spielerische Lösungen bemüht. Dabei agierte der Gastgeber sehr geduldig (67 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang), allerdings mangelte es den Berlinern an Kreativität.
  • Bei gegnerischem Ballbesitz attackierte die Hertha die Gäste an der Mittellinie und versuchte, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen so klein wie möglich zu halten. Nach Ballverlusten gingen Dardais Spieler selten energisch nach, vielmehr sortierten sie sich wieder hinter dem Ball ein.
  • Interimstrainer Daniel Stendel entschied sich für ein 4-2-3-1, wobei Debütant Sarenren-Bazee auf dem rechtem Flügel begann, im Laufe der ersten Halbzeit aber auf die linke Seite wechselte. 96 ging die Hertha teilweise tief in der gegnerischen Hälfte an. Um den Spielaufbau entscheidend zu stören, agierte Kiyotake situativ auf einer Höhe mit Sobiech. Die neu formierte Abwehrreihe (Prib links, Sane innen) hatte hin und wieder Probleme, das Berliner Flügelspiel in den Griff zu bekommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stand Hannover aber stabiler.
  • Bei eigenem Ballbesitz schoben sich die Außenverteidiger weit nach vorne und Anton ließ sich häufig zwischen die Innenverteidiger fallen. Dadurch konnte sich 96 zumeist von der ersten Angriffswelle der Herthaner befreien. Auch wenn sich 96 insgesamt deutlich spielfreudiger als in den letzten Wochen zeigte, sorgte auch Hannover selten für Gefahr.

Hertha - Hannover: Die Statistik zum Spiel

Adrian Fink

Diskutieren Drucken Startseite

Adrian Fink(Redaktion)

Adrian Fink, Jahrgang 1991, kam 2014 zu SPOX. Aufgewachsen in Fürstenfeldbruck, zog es ihn nach dem Kommunikationsstudium zurück in die bayerische Landeshauptstadt. Ist seit März 2016 festes Mitglied der Redaktion. Hauptsächlich arbeitet er im Fußball-Ressort, ist zudem aber auch in Sportarten wie Darts und Tennis zuhause.

13. Spieltag
14. Spieltag

Bundesliga, 13. Spieltag

Bundesliga, 14. Spieltag

Die Bundesliga in Zahlen - Alle Opta-Daten zur Saison 2015/2016
Trend

Mats Hummels wechselt vom BVB zum FC Bayern. Richtige Entscheidung?

Ja
Nein

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.