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Glücklicher BVB-Sieg dank Auba

Samstag, 30.01.2016 | 17:20 Uhr
Im 19. Bundesligaspiel ging Ingolstadt zum 13. Mal mit einem 0:0 in die Halbzeit
© Getty
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Borussia Dortmund hat sein Heimspiel am 19. Spieltag der Bundesliga mit 2:0 (0:0) gegen den FC Ingolstadt 04 gewonnen. Damit ist der BVB seit 13 Bundesligaheimspielen ungeschlagen und hat zu Hause immer mindestens zwei Mal getroffen.

Vor 81.359 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park ging die Borussia durch ein Abseitstor von Pierre-Emerick Aubameyang in der 77. Minute in Führung.

Neun Minuten später legte der Gabuner das 2:0 nach. Für Afrikas Fußballer des Jahres 2015 waren es die Saisontore 19 und 20.

Der BVB traf damit als einziges Team in allen 19 Saisonspielen und schoss alle seine 52 Tore von innerhalb des Strafraums.

Ingolstadt dagegen ist nun seit sieben Bundesliga-Gastspielen sieglos (drei Remis, vier Niederlagen) und blieb in den letzten vier Partien zudem ohne eigenes Tor.

Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund): "An solchen Tagen freut man sich auch mal über einen dreckigen Sieg. In manchen Situationen waren wir heute die Glücklichen."

Ralph Hasenhüttl (Trainer Ingolstadt): "Ich gratuliere dem Gegner zum Sieg, aber es fällt sehr schwer heute. Fakt ist: Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Über die Art und Weise, wie diese Niederlage zustande kam, sind wir sehr enttäuscht. Es bleiben nach der Partie viele offene Fragen zu diesen 90 Minuten."

Marvin Matip (Ingolstadt): "Wir müssen heute nicht über das Spiel reden. Es gab drei Entscheidungen, die gegen uns waren. In der ersten Hälfte war es aus meiner Sicht ein Elfmeter, den wir nicht bekommen haben. Das Dortmunder Tor war Abseits, und ob man unseren Treffer abpfeifen muss, weiß ich auch nicht. Es sah nicht immer schön aus, was wir gespielt haben. Dortmund war die bessere Mannschaft. Wir haben aber alles reingepackt, was unser Kämpferherz zeigen konnte. Wir wurden um den Ertrag gebracht, den wir verdient gehabt hätten."

Guido Winkmann (Schiedsrichter) zum ersten Tor: "Fakt ist, es ist Abseits. Fakt ist, es ist spielentscheidend. Fakt ist auch: Wir diskutieren noch über zwei andere Szenen. Dann trifft es, wenn Sie so wollen, dreimal Ingolstadt. Das Theater ist jetzt groß, aber nach dem Abpfiff war es von den Ingolstädtern ein sehr respektvoller Umgang. Das muss man auch mal positiv erwähnen. Ich habe es nachher gehört, dass es über die Leinwand gelaufen ist, habe es nur über das Headset ein bisschen mitbekommen, da waren relativ starke Diskussionen. Aber es war eine Tatsachenentscheidung. Selbst wenn ich es gesehen hätte, hätte ich es nicht zurückgenommen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Dortmunds Startelf erfährt im Vergleich zum 3:1-Sieg in Gladbach vier Veränderungen: Reus und Gündogan sind erkrankt, Park und Castro sitzen auf der Bank. Dafür beginnen Ramos, Kagawa, Ginter und Durm, der erstmals seit dem Pokalfinale 2015 Ende Mai wieder in der BVB-Startelf steht.

Der FCI nach dem 1:0-Sieg gegen Mainz mit zwei Neuen: Für Groß (Gelbsperre) und Kachunga (Bank) spielen Christiansen und Lezcano, der sein Bundesliga-Startelfdebüt feiert.

15.: Viel Platz für Lezcano im Zentrum beim Konter. Der FCI-Stürmer schließt aus gut 20 Metern ab, aber Bürki ist im bedrohten linken Eck und kratzt den Ball raus. Hartmann will im Strafraum noch nachsetzen, das gelingt aber nicht.

16.: Freistoß Mkhitaryan im linken Halbfeld. Der Ball fliegt ins Zentrum, Özcan kommt heraus, doch Sokratis ist vor ihm dran und verlängert die Kugel per Kopf knapp über die Latte.

29.: Langer Ball von Özcan. Hummels schläft, Lezcano ist durch und stürmt Richtung Strafraum. Der Ingolstädter Stürmer legt den Ball an Bürki und wird dann von Hummels gestört, letztlich klärt Piszczek kurz vor der Linie. Kritische Szene und Glück für Dortmund.

35.: Durm flankt halbhoch von links ins Strafraumzentrum. Aubameyang kommt mit der Fußspitze vor Hübner an den Ball, Özcan pariert. Ramos wird vom Abpraller überrascht und köpft in Rücklage drüber.

65.: Castro spielt zurück zu Hummels, der von Lezcano attackiert wird. Hummels dreht sich nach hinten und spielt aus 30 Metern Richtung Bürki - und der Ball landet über dem Keeper im Tor. Winkmann pfeift aber Foul von Lezcano an Hummels.

68.: Ecke Mkhitaryan von links. In der Mitte köpft Hummels aus fünf Metern wenige Zentimeter rechts am Pfosten vorbei.

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77., 1:0, Aubameyang: Piszczek hat rechts mal Platz und bringt eine punktgenaue Flanke in den Strafraum. Aubameyang köpft zwischen den beiden Innenverteidigern aus sechs Metern ein - doch der Stürmer steht im Abseits. Winkmann gibt den Treffer.

86., 2:0, Aubameyang: Castro passt links an der Strafraumgrenze zum einlaufenden Aubameyang, der sofort mit links flach in die rechte untere Ecke abschließt und trifft.

Fazit: Glücklicher Sieg für den BVB. Die engagierten Gäste zeigten eine hervorragende Partie und hatten viel Pech bei den Schiedsrichterentscheidungen.

Der Star des Spiels: Pierre-Emerick Aubameyang. Wie schon gegen Gladbach lange Zeit enorm blass und ohne nennenswerte Aktionen. Dann aber zur richtigen Zeit zwei Mal entscheidend zur Stelle und somit der Matchwinner in einer aus Dortmunder Sicht enorm zähen Partie. Stark beim FCI: Innenverteidiger Matip.

Der Flop des Spiels: Shinji Kagawa blieb sehr blass und hing in der Luft. War zwar bemüht, im Mittelfeld für kreative Momente und Tempo zu sorgen, doch das gelang dem Japaner viel zu selten. Ging nach 55 Minuten runter.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann mit mehr Schatten als Licht. Hätte Bauer in der 13. Minute nach Foul an Ramos Gelb zeigen müssen, so dass der Ingolstädter in der 26. Minute eigentlich vom Platz hätte fliegen müssen. Beim Duell zwischen Lezcano und Hummels nicht auf Elfmeter für die Gäste zu entscheiden, war wohl vertretbar, wenn auch die Dortmunder durchaus Glück in dieser Szene hatten. Das gilt auch für selbiges Duell in der 65. Minute, als Lezcano Hummels am Bein berührte und dem Nationalspieler ein skurriles Eigentor unterlief - auch da eine vertretbare, aber für Dortmund letztlich sehr glückliche Entscheidung. Konnte sich beim Treffer von Aubameyang nicht auf seinen Assistenten verlassen, der Gabuner stand bei Piszczeks Flanke im Abseits.

Das fiel auf:

  • Sehr disziplinierte Vorstellung des FCI. Die Gäste verteidigten mit ihrer gesamten Formation sehr hoch, stellten vorne gut zu und liefen besonders Hummels früh an. Dortmunds Spielauslösung stockte somit enorm, der BVB schaffte es kaum einmal, sich mit Tempo ins Angriffsdrittel zu kombinieren.
  • Ingolstadt bei eigenem Ballbesitz wie gewohnt mit vielen langen Schlägen in die Offensive und im ballnahen Raum dann sehr kompakt beim Kampf um die zweiten Bälle. Die Hausherren hatten viele Zweikämpfe in der eigenen Hälfte zu führen. Da es am Boden kaum nach vorne ging, griff auch Dortmund häufiger auf weite Bälle zurück. Das Spielgerät war auffällig oft in der Luft.
  • Die Borussia zur Pause somit mit der schwächsten Quote in Sachen Passgenauigkeit in dieser Saison (70,9 Prozent), ohne Präsenz im Strafraum und damit auch fast ohne Torabschlüsse. Ingolstadt verteidigte die Halbräume im Mittelfeld sehr geschickt, rückte immer wieder gut heraus.

Dortmund - Ingolstadt: Die Statistik zum Spiel

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