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Bundesliga - 29. Spieltag

Keine Tore in Frankfurt

Freitag, 17.04.2015 | 22:14 Uhr
Frankfurt muss am kommenden Wochenende in Dortmund auf zwei Abwehrspieler verzichten
© Getty
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Zum Auftakt des 29. Spieltags der Bundesliga trennen sich Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach mit 0:0. Damit haben die Serien beider Teams Bestand: Während die SGE seit neun Heimspielen unbesiegt ist, haben die Fohlen seit neun Partien nicht mehr verloren.

Vor 51.500 Zuschauern in der Commerzbank-Arena startete Gladbach gut ins Spiel und erarbeitete sich eine glänzende Torgelegenheit durch Patrick Herrmann. Die größeren Chancen hatte dann aber die Eintracht, die von Nelson Valdez und Stefan Aigner allerdings vergeben wurden.

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Frankfurt ist damit in der Bundesliga seit acht Freitagsspielen sieglos (vier Remis, vier Niederlagen). Aber auch die Borussia tut sich an Freitagen schwer: In den letzten vier Freitagsspielen gab es keinen eigenen Treffer und nur einen Punkt.

Bamba Anderson und Bastian Oczipka werden der Eintracht am kommenden Wochenende in Dortmund fehlen, beide sahen ihre 5. Gelben Karten.

Hiobsbotschaft: Meier fällt noch länger aus

Reaktionen:

Thomas Schaaf (Trainer Frankfurt): "Man hat gesehen, dass Gladbach eine tolle Mannschaft hat. Es war ein sehr intensives Spiel mit großer Begeisterung auf dem Platz. Das Remis geht in Ordnung, beide Mannschaften hatten Chancen zur Entscheidung."

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Es war ein sehr engagiertes Spiel. Frankfurt hat sehr gut gespielt, und es war sehr schwer für uns. Insgesamt müssen wir den Punkt akzeptieren."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei der SGE gibt es zwei Veränderungen gegenüber der 0:3-Pleite beim FC Bayern. Medojevic und Ignjovski rutschen für Stendera (Gelbsperre) und Chandler (Bank) in die Startelf. Ignjovski steht erstmals seit Ende Oktober wieder in der Startelf.

Nach dem 3:1-Sieg gegen Dortmund ändert Gladbach seine Anfangsformation ein Mal: Der zuletzt gesperrte Kramer rutscht für Nordtveit (Bank) ins Mittelfeld.

1.: Hasebe schickt Seferovic nach 30 Sekunden links in den Strafraum. Der Schweizer zieht aus zwölf Metern mit links ab. Die Kugel zischt knapp über den Querbalken.

11.: Langer Ball aus der Abwehr nach links zu Kruse, Ignjovski steht schlecht. Kruse flankt den Ball sofort stark in den Strafraum. Herrmann zieht aus acht Metern direkt ab, Trapp wehrt gut ab. Den Abpraller setzt Herrmann in Rücklage über das Tor.

19.: Konter SGE. Aigner passt rechts zurück zu Kittel, der im Rückraum trotz freier Schussbahn links raus zu Seferovic spielt. Dessen Direktschuss mit links geht aber deutlich daneben.

22.: Kruse bedient auf links Wendt, der Richtung Grundlinie geht und zurück zu Johnson passt. Dieser dringt in den Sechzehner und schlenzt die Kugel mit rechts knapp am rechten Pfosten vorbei.

34.: Ignjovski flankt von rechts in den Strafraum. Dominguez verschätzt sich, so dass Valdez sechs Meter vor dem Tor frei zum Kopfball kommt. Sommer lenkt die Kugel bärenstark über die Latte.

42.: Aigner verlängert eine Ecke per Kopf in die Mitte zu Madlung. Der Eintracht-Verteidiger köpft aus sechs Metern, aber das nicht wirklich kontrolliert. Sommer hat keine Mühe, den Aufsetzer zu fangen.

70.: Nach einem Kruse-Fehlpass schaltet Frankfurt über Valdez schnell um. Pass nach rechts zu Aigner, der Dominguez mit einem Haken aussteigen lässt und dann aus neun Metern mit links knapp rechts am Tor vorbei schießt. Riesenchance!

81.: Wichtig für Gladbach, dass Wendt im eigenen Strafraumzentrum eine Hereingabe von Seferovic zur Ecke klärt. In seinem Rücken hatte da Aigner freistehend auf eine weitere Torchance gelauert.

90.: Traore tankt sich rechts an der Grundlinie durch und passt dann in den Rückraum zu Hazard. Dessen Schuss pariert Trapp stark - kurz darauf ist Schluss. Glück für die Eintracht!

Fazit: Intensive Partie, die Frankfurt bei besserer Chancenverwertung für sich hätte entscheiden müssen. Gladbach fing gut an, ließ aber ungewohnt stark nach.

Der Star des Spiels: Yann Sommer strahlt eine große Souveränität aus und zeigte fünf Paraden - darunter eine ganz starke Reaktion beim Kopfball von Valdez. Auch Gegenüber Trapp mit einer starken Partie.

Der Flop des Spiels: Raffael. Kein sehr schwaches Spiel des Brasilianers, nach einer gefälligen Anfangsphase war von ihm aber immer weniger zu sehen. Tat sich schwer, sich gegen die aggressiven Frankfurter zu behaupten. Favre nahm ihn dann auch als Ersten vom Feld.

Der Schiedsrichter: Ereignisreicher Start für Marco Fritz, der mit zwei frühen Gelben Karten gegen Wendt und Anderson ein Zeichen setzte. Hatte dann viele Duelle zu bewerten und lag dabei einige Male daneben. Bei der Berührung zwischen Madlung und Herrmann hätte man den Zupfer des Frankfurters als Foulspiel werten und Freistoß pfeifen können. Beim Duell zwischen Jantschke und Kittel wäre Gelb gegen den Gladbacher nicht verkehrt gewesen (32.). Korrekt dagegen, das Abseitstor von Raffael nicht zu geben (13.).

Das fiel auf:

  • Frankfurt wie gewohnt mit sehr hoher Abwehrreihe, aber zu Beginn ohne den nötigen Druck im Angriffsdrittel. Gladbach agierte passsicher, umspielte das Frankfurter Pressing immer wieder problemlos und wurde stets gefährlich, wenn man vor allem über den linken Flügel Tempo aufnehmen und in den Rücken der weit aufgerückten Viererkette passen konnte.
  • Die Eintracht variierte immer wieder zwischen Angriffs- und Mittelfeldpressing. Damit kam die Borussia im Aufbau nicht immer zurecht, leichte Ballverluste und damit gute Umschaltsituationen für die Hausherren häuften sich. Frankfurt spielte diese Szenen aber meist nicht besonders klug aus.
  • Die Gäste in vielen kleinen Duellen zudem lange Zeit deutlich zweikampfstärker, gewannen zahlreiche Kopfbälle im Mittelfeld. Schnelle Kombinationen nach vorne ebbten allerdings nach und nach ab, da die Eintracht mit zunehmender Spieldauer immer früher attackierte und die Konter der Fohlen frühzeitig abwürgte.
  • Das setzte sich im zweiten Durchgang fort, das frühe Anlaufen der Frankfurter raubte den Gästen die Möglichkeiten auf Entlastungsangriffe und drängte sie zunehmend tiefer in die eigene Hälfte. Die Favre Elf dazu weiter ungenau beim Spiel ins Angriffsdrittel, Frankfurt war wacher und laufstärker.

Eintracht Frankfurt - Gladbach: Die Statistik zum Spiel

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