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Sechs-Punkte-Sieg für Leverkusen

Samstag, 21.03.2015 | 20:21 Uhr
Der FC Schalke und Bayer Leverkusen kämpfen um die Champions League
© Getty
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Am 26. Spieltag gelingt Bayer Leverkusen ein wichtiger Sieg im Kampf um die Champions League. Mit 1:0 (1:0) gewinnt die Werkself gegen den FC Schalke 04 und hält die Knappen damit auf Abstand.

Vor 61.973 Zuschauern in der Veltins-Arena spielte sich ein Großteil der Partie im Mittelfeld ab. Karim Bellarabi (35.) gelang die Führung für die Werkself, die letztlich auch den Sieg sicherte.

Bei Schalke 04 feierte Jefferson Farfan sein Comeback nach 344 Tagen Verletzungspause, Kyriakos Papadopoulos wurde gegen seinen Ex-Verein zur Halbzeit ausgewechselt.

Klaas-Jan Huntelaar ist damit seit fast 14 Stunden ohne Treffer in der Bundesliga. Roberto Hilbert und Roman Neustädter sahen jeweils die fünfte gelbe Karte und fehlen gesperrt.

Reaktionen:

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke 04): "Im Spielaufbau gab es zu viele Fehler. Daher haben wir das Spiel nicht so kontrolliert. Wir haben uns auch nicht so viele Chancen herausgespielt. Häufig haben wir nicht die richtige Entscheidung getroffen."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen: "Wir haben ein sehr gutes Spiel heute gemacht und verdient gewonnen. Dass die Mannschaft nach dem Dienstagsspiel so in der Lage ist, sich zu fokussieren, ist fantastisch."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Roberto di Matteo muss auf Benedikt Höwedes verzichten. Den gelbgesperrten Kapitän ersetzt Kaan Ayhan, sonst schickt Schalke die gleiche Elf wie beim 2:2-Unentschieden gegen Berlin. Jefferson Farfan ist zurück im Kader.

Bei Leverkusen sieht es dagegen anders aus. Roger Schmidt setzt Ömer Toprak, Hakan Calhanoglu und Josip Drmic auf die Bank, dafür starten Stefan Kießling, Julian Brandt und Emir Spahic im Vergleich zum 4:0-Sieg über den VfB Stuttgart.

12.: Leverkusen bekommt den Ball nicht weg, Sane legt rüber zu Huntelaar. Der Niederländer muss eigentlich treffen, Leno zeigt allerdings eine klasse Parade.

17.: Brandt mit dem Pass raus auf Bellarabi. Der Rechtsaußen wackelt kurz und zieht dann durch die Beine von Nastasic ab. Wellenreuther pariert zur Seite.

35., 0:1, Bellarabi: Freches Tor für die Werkself. Rolfes schickt Bellarabi links in die Tiefe, der sucht einen Mitspieler in der Mitte, entscheidet sich aber zum Abschluss aus spitzem Winkel. Fraglich, ob Wellenreuther da etwas machen kann.

38.: Wunderschöne Flanke von links auf Matip. Der Innenverteidiger rauscht mit dem herausstürzenden Leno zusammen, auch Papadopoulos ist irgendwie mit dabei. Gagelmann gibt Abstoß, es hätte wohl Ecke geben müssen.

42.: Früher Wechsel bei Schalke. Für Sane kommt Kevin-Prince Boateng in die Partie.

46.: Schmidt ist bekanntlich ein Freund des Halbzeitwechsels. Calhanoglu und Toprak kommen in die Partie. Papadopoulos muss ebenso runter wie Son.

51.: Schalke kontert fünf gegen vier, braucht aber zu lange. Im zweiten Anlauf drischt Boateng den Ball von rechts in die Mitte, wo er abgefälscht bei Fuchs landet. Der Linksaußen versucht es im Fallen und verpasst den langen Pfosten nur knapp.

54.: Boateng kratzt einen langen Ball von der Auslinie. Toprak stoppt die mit viel Kraft in die Mitte kommende Flanke, sein Keeper nimmt auf. Rückpass? Gagelmann lässt weiterlaufen.

65.: Meyer bekommt den Ball nach einem Einwurf durchgesteckt. Seine Flanke köpft Boateng über den Kasten von Leno.

79.: Karim Bellarabi mit einer tollen Kontergelegenheit. Auf sich alleine gestellt, entscheidet er sich für den doppelten Richtungswechsel im Eins gegen Eins, vertändelt dann und will einen Elfmeter schinden.

82.: Boateng zieht aus 16 Metern völlig frei ab, Hilbert vergrößert seine Körperfläche mit dem Arm. Das muss ein Handelfmeter sein, die Schalker beschweren sich zu Recht.

90+1.: Erst scheitert Castro an Wellenreuther, dann vergibt Bellarabi kläglich. Inzwischen hätte Leverkusen den Sack zumachen müssen.

Fazit: Leverkusen landet einen wichtigen Sieg. Schalke hätte sich allerdings einen Punkt verdient gehabt, auch wenn das Spiel auf beiden Seiten nicht zu den besten Leistungen der Saison zählen dürfte.

Der Star des Spiels: Kevin-Prince Boateng kam noch vor der Halbzeit, fügte sich aber gut ein. Er war auffälligster Schalker, strahlte viel Willen und Gefahr aus und hätte durchaus ein Tor verdient gehabt. Kein perfektes, aber ein gutes Spiel reicht dem Ghanaer aus, um in dieser Partie herauszustechen.

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Der Flop des Spiels: Marco Höger fand weder offensiv noch defensiv seine Rolle. Der Mittelfeldspieler konnte weder entscheidend zum Spiel mit dem Ball beitragen, noch für Stabilität in der Rückwärtsbewegung sorgen. Hätte zudem spätestens nach seinem Foul an Bellarabi vom Platz gestellt werden müssen.

Der Schiedsrichter: Peter Gagelmann hatte in einer ruppigen Partie viel zu tun. Beide Mannschaften scheuten sich nicht vor teils übertriebener Härte, der Unparteiische blieb jedoch sachlich. Er hätte allerdings einen indirekten Freistoß geben müssen, als Toprak Leno anspielte (54.), Höger hätte das Spiel nicht beenden dürfen. In der 82. Minute spielte Hilbert den Ball klar mit der Hand.

Das fiel auf:

  • Leverkusen setzte gegen Schalkes Dreierkette auf eine 4-3-3 im Angriffspressing. So konnten die Königsblauen effektiver attackiert werden, ohne das Zentrum zu vernachlässigen. Schalke versuchte mit ausweichenden Stürmern dagegenzuhalten, um die starke Verschiebebewegung der Werkself auszunutzen.
  • Oft entstand eine Viererkette bei S04, weil einer der beiden Außenverteidiger nicht zurückfiel. Das gab eine Anspielstation in die Tiefe mehr und hielt die Breite, um das Spiel anschließend an eine Balleroberung schnell zu verlagern.
  • Schalke fehlte die Bindung zwischen Spielaufbau und Chancenerarbeitung. Dies war wohl auch der Grund, warum mit Boateng für Sane ein offensiver Mittelfeldspieler für einen Halbstürmer eingewechselt wurde.
  • Die Werkself zeigte sich gewohnt beweglich nach vorne. Kießling war der Fixpunkt, an dem sich Bellarabi, Brandt und Son festmachten. Der Fokus lag, trotz der Führung über links, eher auf der Seite von Fuchs.
  • In der zweiten Hälfte zeigte sich Schalke mutiger und konnte das Potenzial des 3-5-2 gut ausnutzen. Leverkusen verlor viele Bälle in der Vorwärtsbewegung und sah sich weitestgehend ungefährlich. So konnten sie das gewohnte Spiel nicht mehr aufziehen.

Schalke - Leverkusen: Die Statistik zum Spiel

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