Bundesliga - 5. Spieltag

Van der Vaarts Hammer reicht nicht

Von Thomas Gaber/Alex Maack
Mittwoch, 26.09.2012 | 21:57 Uhr
Rafael van der Vaart (r.) erzielte per Volleyschuss den Hamburger Führungstreffer zum 0:1
© Getty
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Der Hamburger SV hat den zweiten Bundesligasieg in Folge hergeschenkt. Vier Tage nach dem 3:2 gegen Borussia Dortmund musste der HSV am 5. Spieltag bei Borussia Mönchengladbach in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:2 (1:2) hinnehmen. Alvaro Dominguez traf per Kopf zum Ausgleich.

In der 55. Minute flog der Österreicher nach einem Elfmeterfoul vom Platz, den fälligen Strafstoß setzte van der Vaart an den Pfosten.

Die Reaktionen:

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Das war ein total verrücktes Fußballspiel. Das 2:2 noch mit zehn Mann zu erreichen ist Wahnsinn. Patrick Herrmann musste verletzt raus und wir holen noch einen Punkt. Alle haben festgestellt: Oh la la, es ist noch viel zu tun."

Martin Stranzl (Gladbach): "Mein Tor hätte nicht gegeben werden dürfen, weil ich mich aufgestützt habe. Und für mich war es keine Rote Karte, weil ich Ilicevic nicht berühre. Klar rutsche ich rein und ich riskiere viel in der Situation. Der eine oder andere kann sagen: 'Allein schon deswegen, weil er so hingeht, kann man Foul geben.' Aber ich ziehe noch einmal zurück, er hebt ab und ich berühre ihn nicht."

Rafael van der Vaart (HSV): "Wir müssen hier einfach gewinnen. Wenn ich den Elfer reinschieße, ist alles vorbei. Aber das habe ich nicht gemacht, deswegen fühle ich mich im Moment auch nicht so ganz gut. So ist es im Fußball ab und zu. Dann passiert so etwas und dann haben wir leider noch in der letzten Minute das Gegentor bekommen."

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SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Gladbach zum dritten Mal in dieser Saison mit der Doppelspitze Hanke/de Jong. Xhaka rückt von der Zehn zurück auf die Sechs, dafür muss Cigerci auf die Bank. In der Abwehr bekommt Dominguez den Vorzug vor Brouwers.

Der HSV beginnt mit der Siegerelf vom Dortmund-Spiel. Aogo fehlt weiterhin wegen einer Grippe.

24., 0:1, van der Vaart: Langer Hafer aus der HSV-Hälfte auf die linke Seite. Westermann verlängert per Kopf in den Lauf von van der Vaart. Der lässt den Ball einmal aufspringen und donnert ihn mit links volley vom linken Strafraumeck in den rechten Knick. Traumtor!

39., 1:1, Stranzl: Ecke Nordtveit von rechts. Stranzl stützt sich am Elferpunkt klar auf Westermanns Schultern und köpft den Ball ins rechte Dreieck. Schri Aytekin gibt den Treffer - Fehlentscheidung.

45., 1:2, Rudnevs: Badelj setzt sich am rechten Strafraumeck gegen drei Weiße durch und flankt an den Fünfer. Dort löst sich Rudnevs mit einer klasse Drehung von Jantschke und köpft aus vier Metern ein. 1. Bundesligator.

53., Rote Karte für Stranzl: Jantschkes Befreiungsschlag blockt Jansen, der Ball springt in den Lauf von Ilicevic. Der stürmt von links in den 16er, Stranzl packt die wilde Grätsche aus, berührt Ilicevic aber nicht. Trotzdem Elfer und Rote Karte.

55., Van der Vaart verschießt Elfmeter! Mit links an den linken Pfosten.

77.: Freistoß Arango aus 20 Metern - ans linke Außennetz.

90.+1, 2:2, Dominguez: Freistoß Arango von halbrechts. Domniguez haut den Ball mit dem Hinterkopf aus zehn Metern ins linke Dreieck.

Fazit: Glückliches Remis für Gladbach gegen einen starken HSV, der es aber nicht fertigbrachte, den Sieg über die Zeit zu retten.

Die Spieler in der Einzelkritik bei SPORTAL

Der Star des Spiels: Milan Badelj. Ganz starker Auftritt des Kroaten. Gewann 68 Prozent seiner Zweikämpfe und war an acht Torschüssen des HSV beteiligt. Überragend seine Vorarbeit zum 1:2.

Der Flop des Spiels: Tony Jantschke. Gladbachs Rechtsverteidiger gewann zwar die Mehrzahl seiner Zweikämpfe, zwei entscheidende aber verlor er. Beim 0:1 das Kopfballduell gegen Westermann, beim 1:2 ließ er sich von Rudnevs düpieren. Zudem leitete er mit seinem verunglückten Befreiungsschlag die Elfmeterszene ein.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin machte gleich mehrere Fehler. Stranzls Rote Karte war zu hart, das Ausgleichstor des Österreichers hätte nicht zählen dürfen. Zudem hätte Xhaka für sein völlig unnötiges, dämliches Einsteigen mit gestrecktem Fuß gegen Adler Rot sehen müssen.

Die Trainer:

Lucien Favre setzte auf ein 4-4-2 mit Hanke und de Jong im Sturm. Diese Variante hatte der Schweizer in dieser Saison bislang zwei Mal gewählt, beide Spiele hatten die Gladbacher gewonnen. Auf die Rote Karte für Jantschke reagierte Favre mit der Einwechslung von Cigerci, de Jong musste raus.

Thorsten Fink vertraute den BVB-Besiegern und wurde nicht enttäuscht. Mit Arslan und Badelj hat Fink eine starke Doppelsechs gefunden. Nach 65 Minuten kam Berg für den ausgelaugten Rudnevs, kurz vor Schluss Sala für van der Vaart.

Das fiel auf:

  • Der HSV griff die Gladbacher früh in deren Hälfte an. Die Fohlen fanden kein probates Mittel für ein vernünftiges Aufbauspiel. Meistens wurden die Bälle nach vorne gedroschen, meistens auf Hanke.
  • Hamburg präsentierte sich mit einer deutlich verbesserten Ordnung, auch im Vergleich zum Dortmund-Spiel. Badeij und Arslan hatten das Zentrum gegen Nordveit und Xhaka im Griff und zwischen Mittelfeld und Viererkette stimmten die Abstände.
  • Gladbach fehlte die körperliche und geistige Frische. Schon vor der Roten Karte war die Mannschaft dem HSV läuferisch unterlegen.
  • Kamen die Fohlen in die Nähe des HSV-16ers, meistens eingeleitet durch klasse Diagonalbälle von Arango, wurde der letzte Pass zu ungenau gespielt. De Jong wirkte im Angriff wie ein Fremdkörper.
  • Van der Vaart verzichtete erneut auf die große Show, was dem HSV zugute kommt. Der Niederländer half oft in der Defensive aus und brachte fast jeden Pass zum Mitspieler. Sein Tor zum 0:1 war die Krönung einer starken Leistung, durch den verschossenen Elfer verpasste es van der Vaart aber, das Spiel zu entscheiden.
  • Gladbach war wie schon in Leverkusen unterlegen, nimmt aber erneut einen glücklichen Punkt mit. Von der Form der letzten Saison sind die Fohlen aber weit entfernt.

Gladbach - Hamburg: Daten zum Spiel

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