Bundesliga - 2. Spieltag

Der Meister sucht noch

Von Für SPOX in Nürnberg: Daniel Börlein
Samstag, 01.09.2012 | 22:17 Uhr
Borussia Dortmund musste sich in Nürnberg mit einem Unentschieden begnügen
© Getty
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Borussia Dortmund ist gut wie nie unter Jürgen Klopp in eine Saison gestartet. Doch noch hakt es an ein paar Stellen beim Meister. Beim 1. FC Nürnberg überzeugen ausgerechnet diejenigen, die zuletzt am häufigsten kritisiert wurden.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Das ist so schwer gewesen heute. Man kann es nicht über die Sommerpause mitnehmen, dass man so eine Dominanz ausstrahlt. Was heute so richtig an die Nieren gegangen ist, war die Schiedsrichterleistung. Es ist so schwer, Fußball zu spielen, wenn einem alles weggepfiffen wird. Wir sind das dritte Jahr in Folge die fairste Mannschaft und kriegen heute mehr Gelbe Karten als Nürnberg. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Aber ein bisschen wenig Torchancen sind auch rausgekommen bei unserem riesigen Ballbesitz. Es ist früh in der Saison, keiner hat sich verletzt, wir haben einen Punkt aus Nürnberg - alles ist okay."

Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): "Ich habe ein bisschen Frust (wegen des Schiedsrichters, Anm. d. Red), ich muss aufpassen, dass ich jetzt nichts Falsches sage. Wir hätten gewinnen müssen, haben es aber nicht geschafft, weil wir uns in den entscheidenden Momenten nicht durchgesetzt haben. Es war mehr drin."

Neven Subotic (Borussia Dortmund): "Nürnberg hat fast auf dem ganzen Platz Mann auf Mann verteidigt, dann ist es natürlich sehr schwer, dort hindurch zu spielen. Egal, wo irgendein Spieler von uns war, Nürnberg war immer direkt dran. Das ließ uns wenig Raum, um zu spielen. Wir haben einfach nicht den richtigen Schlüssel gefunden, um richtig gefährlich zu werden."

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Wir wussten, dass wir der Borussia nicht das offene Feld überlassen dürfen. Meine Mannschaft hat das fantastisch umgesetzt und taktisch sehr diszipliniert gespielt. Man hat ihr mit zunehmendem Spielverlauf den Willen angemerkt, offensiv noch mehr zu machen. Daraufhin sind wir sogar mit 1:0 in Führung gegangen und ich hätte mir gewünscht, dass wir diesen Vorsprung mit in die Halbzeit nehmen. Wir hatten dann aber auch in der zweiten Hälfte gute Chancen, sodass es unterm Strich ein gerechtes Unentschieden war."

Thomas Pekhart (1. FC Nürnberg): "Als ich von der Europameisterschaft zurückkam, war die Vorbereitung schon fast vorbei. Ich habe den Trainingsrückstand aber aufgeholt, mich zurückgekämpft und bin jetzt topfit. Zu treffen, ist dann natürlich genial. Wir wollten gewinnen und haben ein tolles Spiel abgeliefert."

Nachbetrachtung: Man hätte durchaus Grund zum Feiern gehabt beim BVB, schließlich hatten die Schwarz-Gelben durch das 1:1 in Nürnberg gerade den besten Saisonstart aller Zeiten unter der Regie von Trainer Jürgen Klopp hingelegt. Vier Punkte und 4:2 Tore stehen nach zwei Spieltagen zu Buche. Nur in Klopps erster Spielzeit 2008/2009 hatte der BVB eine ähnliche Bilanz vorzuweisen (4 Punkte, 4:3 Tore).

Ansonsten gab es an den ersten beiden Spieltagen immer mindestens eine Niederlage. Eine Pleite vermied die Borussia in Nürnberg zwar, "wir sind aber natürlich nicht zufrieden", sagte Marcel Schmelzer. "Wir wollten drei Punkte mit nach Hause bringen."

Gegen den Club wäre ein Dreier durchaus drin gewesen. Dortmund hatte deutlich mehr Spielanteile - aber kaum zwingende Chancen. Nürnberg stellte die Räume zu, agierte aggressiv gegen den ballführenden Spieler und machte es der Borussia so schwer. "Ich hätte nicht gedacht, dass Nürnberg so defensiv spielen wird", sagte Sebastian Kehl.

Gegen die tiefstehenden Franken fand der BVB kaum Mittel. Mats Hummels wurde von Tomas Pekhart im Spielaufbau konsequent bewacht und so aus dem Spiel genommen. Vorne erwischten Jakub Blaszczykowki und Ivan Perisic einen mäßigen Tag, Marco Reus bekam keinen Platz, um Tempo aufzunehmen und wurde abwechselnd von Hanno Balitsch oder Timmy Simons in Manndeckung genommen.

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"Das ist natürlich schon ungewöhnlich", sagte Kehl. "Aber so eine Spielweise muss man auch knacken. Wir haben das im letzten Jahr in Augsburg auch schon mal erlebt." Auch da war der BVB am Ende nicht über ein Remis hinaus gekommen.

Noch sind die Automatismen in der Offensive des BVB nicht perfekt aufeinander abgestimmt. Während der Länderspielpause wird Klopp versuchen, daran zu arbeiten. Am 3. Spieltag gegen Bayer Leverkusen soll dann auch Mario Götze wieder eine ernsthafte Alternative für die Startelf sein. Der Youngster kam gegen den Club erneut von der Bank, dieses Mal konnte allerdings auch er keine entscheidenden Impulse mehr geben.

Dennoch hat Klopp gerade im offensiven Mittelfeld schon bald die Qual der Wahl. Wen bringt er von Beginn an? Und wo spielt Götze, wenn er es in die Startelf schafft? In der Vergangenheit agierte der Nationalspieler meist als Rechtsaußen. Gegen Nürnberg ging Götze nach seiner Einwechslung zunächst auf die Zehn und Reus dafür auf den linken Flügel.

Die perfekte Lösung hat Klopp noch nicht gefunden, das zeigte auch das Spiel in Nürnberg. Es hakt noch an ein paar Stellen beim Meister, auch in der Defensive, wo man erneut ein Gegentor nach einer Standardsituation kassierte (Klopp: "Das Thema sollten wir mal angehen.").

Grund, sich Sorgen zu machen, gibt es allerdings nicht. Vieles funktionierte auch in Nürnberg gut. Anders als in den letzten beiden Meisterjahren steht der BVB nach zwei Spieltagen noch ohne Niederlage da. Und vor allem: Die Borussia ist seit nunmehr 30 Spielen ungeschlagen.

Mit so einer Serie kann Nürnberg freilich nicht dienen. Nach dem Sieg in Hamburg nun auch gegen Dortmund gepunktet zu haben, sorgte bei den Franken allerdings für beste Laune. "Man könnte fast von einem perfekten Saisonstart sprechen", sagte Kapitän Raphael Schäfer, "wenn wir nicht im Pokal ausgeschieden wären."

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Eben dieses Pokal-Aus bei Viertligist TSV Havelse hatte doch einige Zweifel an der Leistungsstärke der aktuellen Club-Mannschaft aufkommen lassen. Mit vier Punkten aus zwei Spielen sind die Kritiker nun allerdings (erst mal) mundtot gemacht - auch, weil die Meistkritisierten bislang überzeugen.

Das Innenverteidiger-Duo Per Nilsson/Timm Klose lieferte gegen Dortmunds hochkarätige Offensive eine starke Vorstellung ab. Keeper Raphael Schäfer, in der vergangenen Saison nicht unumstritten, parierte wie schon in Hamburg einige Male glänzend. Und Tomas Pekhart, beim HSV zunächst nur Ersatz, erzielte die zwischenzeitliche Führung gegen den BVB.

"Ich hoffe, dass dieses tolle Spiel meine Mannschaft mit Mut füllt", sagte Club-Coach Dieter Hecking, der mittlerweile auch für die Offensive einen echten Hoffnungsträger in seinen Reihen hat: Hiroshi Kiyotake.

Der Japaner durfte erneut auf der Zehn ran, leistete sich zwar auch den einen oder anderen Ballverlust, ließ aber immer wieder seine Klasse aufblitzen. Kiyotake scheint der kreative Ideengeber zu sein, den man in Nürnberg gesucht hat.

Nürnberg - Dortmund: Daten zum Spiel

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