Bundesliga - 9. Spieltag

Schürrle rettet Bayer einen Punkt in Unterzahl

Von Daniel Börlein / Norbert Pangerl
Samstag, 15.10.2011 | 17:18 Uhr
Getümmel im Gladbacher Strafraum: Stefan Reinartz drückt den Ball zur Führung über die Linie
© Getty
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Andre Schürrle hat Bayer Leverkusen im Derby bei Borussia Mönchengladbach einen Punkt gerettet. Der Nationalspieler traf kurz vor Schluss zum 2:2 (0:1).

Vor 52.000 Zuschauern im Gladbacher Borussia-Park brachte Stefan Reinartz die Gäste zunächst in Führung (20.). Nach der Pause drehten Marco Reus (65.) und Patrick Herrmann (72.) das Spiel zugunsten der Borussia, ehe Schürrle kurz vor Schluss der schmeichelhafte Ausgleich gelang (87.).

Zuvor hatte Leverkusens Gonzalo Castro in der 68. Minute die Rote Karte wegen Beleidigung des Schiedsrichterassistenten gesehen.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Drei Neue bei der Borussia: Daems, Nordtveit und Herrmann kommen für Wendt, Marx und den verletzten de Camargo ins Team. Leverkusen mit Schwaab und Schürrle für Toprak (Grippe) und Derdiyok. Kapitän Rolfes wieder nur auf der Bank.

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20.: Schürrle steckt 20 Meter halblinks vor dem Strafraum auf Sam durch, der aus 13 Metern flach mit links abschließt. Ter Stegen taucht ab und lenkt den Ball mit dem Fuß zur Ecke. Riesenparade!

20., 0:1, Reinartz: Kadlec bringt von der rechten Seite mit links den Eckball ans kurze Fünfereck, wo Ballack völlig frei hochsteigt und den Ball mit dem Kopf auf den zweiten Pfosten verlängert. Dort steht Reinartz und drückt den Ball zur Leverkusener Führung über die Linie.

37.: Arango schickt von der linken Auslinie Hanke in den Strafraum. Der Gladbacher legt sich links im Strafraum den Ball vor und knallt den Ball mit links an die Latte.

39.: Reus zieht an der Strafraumgrenze von rechts nach links und lässt dabei die halbe Bayer-Elf stehen. Aus 14 Metern zieht er flach mit links ab, schiebt den Ball aber rechts neben das Tor.

47.: Reus setzt sich zentral vor dem Tor locker gegen Reinartz und Schwaab durch und geht alleine auf Leno zu. Der junge Torhüter wartet lange und pariert den Rechtsschuss dann hervorragend.

65., 1:1, Reus: Arango schickt Reus mit einem weiten Pass über die Abwehr hinweg auf die Reise. Reus nimmt den Ball schön aus der Luft, umkurvt Leno und schiebt von der rechten Seite im Strafraum mit rechts ins leere Tor.

68., Rot für Castro: Castro hat vermutlich den Schiedsrichter-Assistenten beleidigt und muss raus.

72., 2:1, Herrmann: Wieder ist es Arango mit einem feinen weiten Pass hoch in die Spitze. Schwaab hebt das Abseits auf, so dass Herrmann aus 30 Metern allein auf Leno zuläuft. Der Bayer-Schlussmann kommt 16 Meter aus dem Tor, doch Herrmann überlupft ihn wunderbar mit rechts.

87., 2:2, Schürrle: Kadlec setzt sich auf links durch und spielt auf Schürrle, der am linken Strafraumeck steht. Schürrle, bis dahin völlig aus dem Spiel, zieht mit dem Ball zur Mitte und haut den Ball mit rechts aus 20 Metern unhaltbar für ter Stegen ins rechte obere Eck.

Fazit: Gladbach in allen Belangen überlegen. Leverkusen erschreckend schwach und am Ende mit einem schmeichelhaften Punktgewinn.

Der Star des Spiels: Marco Reus. In dieser Verfassung ist der Nationalspieler einer der besten Spieler der Liga. Und: Mit einem Marco Reus in dieser Verfassung ist Gladbach mindestens eine Klasse besser. Wenn es gefährlich wurde, war Reus beteiligt. Teilweise spielte er drei Leverkusener schwindelig. Einziger Makel: Reus hätte mindestens zwei, drei Treffer erzielen müssen.

Der Flop des Spiels: Gonzalo Castro. Der Leverkusener begann auf dem rechten Flügel - und war dort eine Fehlbesetzung. Nach der Pause beorderte ihn Dutt ins defensive Mittelfeld - wo Castro überfordert war. Als "Krönung" flog Castro nach 68 Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung mit Roter Karte vom Platz.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark. Gute Leistung des Referees. War stets auf der Höhe des Geschehens und bewertete alle entscheidenden Szenen richtig. Bemerkenswert: Arango, der Gelb forderte, wurde daraufhin selbst verwarnt.

Analyse: Beide Teams begannen äußerst abwartend und gingen keinerlei Risiko. Meist wurde versucht, das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken, was den Gladbachern besser gelang. Gefahr entstand dadurch allerdings nicht. Leverkusen machte das Zentrum dicht, setzte nach vorne aber keinerlei Akzente. Die Führung fiel daher recht überraschend - und nach einer Standardsituation.

Die bis dato überlegene Borussia war danach geschockt, Leverkusen hatte nun mehr vom Spiel. Schürrle stieß immer wieder zu Kießling in die Spitze, Ballack rutschte ins offensive Mittelfeld nach. Von den Außenbahnen fehlte allerdings die Unterstützung. Einzig Sam nahm ab und an am Spiel teil.

Zehn Minuten vor der Pause übernahm Gladbach wieder das Kommando. Der Ball lief teilweise sehr ansehnlich durchs Mittelfeld und zielstrebig Richtung Spitze, wo der quirlige Marco Reus Leverkusens Hintermannschaft ein ums andere Mal schlecht aussehen ließ. Weil dem Nationalspieler allerdings kein Treffer gelingen wollte, ging es mit einer schmeichelhaften Bayer-Führung in die Kabine.

Dutt stellte nach der Pause um, zog Sam von links nach rechts, Schürrle aus der Zentrale nach links, Ballack eine Position nach vorne und Castro vom rechten Flügel auf die Sechs. Wirkung zeigte diese Rotation allerdings nicht. Gladbach dominierte weiter das Geschehen, vergab jedoch wie schon zu Ende der ersten Halbzeit munter beste Chancen.

Leverkusen gelang kaum mehr Entlastung. Dutt überraschte zudem mit der Herausnahme von Ballack, der das Bayer-Spiel zumindest ab und an beruhigt hatte. Das katastrophale Stellungsspiel der Leverkusener Viererkette wurde in der 65. Minute bestraft, als Reus eine seiner vielen Chancen nutzte.

Von Bayer kam nun gar nichts mehr, zudem leistete sich Castro einen Blackout und sah dafür Rot. Nur wenig später gelang der Borussia die völlig verdiente Führung, die am Ende allerdings nicht reichte, weil Schürrle mit einem Sonntagsschuss erfolgreich war.

Gladbach - Leverkusen: Daten zum Spiel

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