Bundesliga - 30. Spieltag

Hertha steuert auf den Abgrund zu

Von Stefan Rommel / Martin Jahns
Dienstag, 10.04.2012 | 21:51 Uhr
Für Lell (l.) und die Hertha wird es langsam richtig duster - Freiburg ist fast gerettet
© Getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB, VfB und Leipzig
Primera División
Live
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Live
Monaco -
Caen
Serie A
Live
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Live
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Live
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Hertha BSC taumelt weiter bedenklich Richtung Zweite Liga. Zum Auftakt des 30. Spieltags verloren die Berliner im Abstiegskrimi gegen den SC Freiburg mit 1:2 (0:1) und bleiben Vorletzter.

Vor 45.787 Zuschauern im Berliner Olympiastadion erzielten Roman Hubnik per Eigentor (7.) und Sebastian Freis (67.) die Tore für die Gäste. Hubniks Anschlusstreffer war letztlich zu wenig (81.).

Von Otto Rehhagels propagierter "Entscheidungsschlacht" war die Hertha gefühlte Lichtjahre entfernt und enttäuschte stattdessen kämpferisch und spielerisch komplett. Für Berlin war es unter Rehhagel die fünfte Niederlage im achten Spiel und die dritte Heimniederlage in Folge.

Freiburg dagegen hat aus den letzten sieben Spielen sagenhafte 17 Punkte geholt und ist mit nunmehr 35 Punkten fast schon gerettet.

Reaktionen:

Otto Rehhagel (Trainer Hertha BSC): "Wir haben noch Glück gehabt, dass unsere Konkurrenten auch alle verloren haben. Deswegen ist die Situation wie vor dem Spiel. Aber es wird natürlich immer enger."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es darf uns nichts passieren. Wir spielen in der ersten Bundesliga mit Freiburg. Das ist so schwierig und so gefährlich gegen diese topbesetzten Mannschaften. Wir können sofort drei, vier Spiele hintereinander verlieren - so schnell können wir uns gar nicht umschauen."

Sebastian Freis (SC Freiburg): "Wenn ich die anderen Ergebnisse heute sehe, war das ein Riesenschritt. Wir werden nicht locker lassen, solange es rechnerisch möglich ist, auf einen Abstiegsplatz zu kommen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Die Hertha mit der Mannschaft, die zuletzt in Gladbach einen Punkte geholt hat.

Freiburg ohne seine beiden Sechser Schuster (verletzt) und Makiadia (5. Gelbe Karte). Flum und Guede bilden das Zentrum. Dembele beginnt im Sturm.

7., 0:1, Hubnik (Eigentor): Dembele wird rechts am Strafraum nicht angegriffen. Dessen harmlose Flanke klärt Hubnik ungewollt mit dem linken Knie. Über Kraft hinweg fliegt der Ball an den linken Innenpfosten und von dort ins Tor.

17.: Klasse Doppelpass zwischen Guese und Freis. Dembele frei vor Kraft, schießt den Ball aber mit links aus 13 Metern nur an die Oberkante der Latte.

30.: Nach einem tollen Pass in die Gasse ist Schmid halblinks frei vor Kraft, doch der Berliner Keeper hält den Flachschuss aufs lange Eck aus zehn Metern mit einer guten Fußabwehr.

44.: Freistoß Rukavytsya von links. Am langen Pfosten hat Raffael ein bisschen Platz, köpft den Ball aber doch zwei Meter am Tor vorbei.

57.: Ben-Hatira zieht aus 25 Metern einfach mal ab. Unangenehmer Aufsetzer, aber Baumann hält sicher.

65.: Raffael durchs Mittelfeld, Pass auf Lassoga. Der zieht kurz aus, knallt dann aus 22 Metern satt drauf. Knapp rechts vorbei.

67., 0:2, Freis: Baumann mit einem weiten Abstoß, Guede verlängert per Kopf. Hubnik hat den kürzeren Weg zum Ball, Freis ist aber einfach spritziger, spitzelt den Ball vorbei. Dann umkurvt er Kraft und schiebt aus acht Meter ins leere Tor ein.

81., 1:2, Hubnik: Raffaels Schuss wird abgefälscht und entwickelt dich zur Kerze. Baumann kommt aus dem Tor, geht dann aber total zaghaft zum Ball und wird von Hubnik ohne Probleme übersprungen. Der Ball kullert aus zehn Metern ins Tor.

82.: Ramos auf Lell, der von rechts scharf an den ersten Pfosten flankt. Lassoga mit Rücklage, schießt den Ball im Fallen aus vier Metern drüber.

90.: Nach einem Durcheinander im Freiburger Strafraum kommt Ramos durch Zufall an den Ball - bekommt aber aus zehn Metern nur ein Schüsschen genau auf Baumann hin.

Fazit: Verdienter Sieg für Freiburg, das sich als Mannschaft präsentierte und solide verteidigte. Berlin zwar bemüht, aber spielerisch derart arm, dass es selbst für einen Punktgewinn nicht reichte.

Der Star des Spiels: Karim Guede durfte im zentralen Mittelfeld ran und zeigte dort eine vorzügliche Leistung. Robust räumte Guede die wenigen durchdachten Berliner Angriffe beiseite, war stark im Spielaufbau und kam sogar ein paar Mal selbst zum Abschluss.

Der Flop des Spiels: Raffael soll der große Hoffnungsträger der Berliner im Abstiegskampf sein. Gegen Freiburg bekam er Spiel aber zu keinem Zeitpunkt in den Griff und leistete sich viel zu viele leichte Abspielfehler. Seine wenigen guten Aktionen verpufften gefahrlos für die Gäste. Von einem Spieler seiner Klasse muss in einer so entscheidenden Phase mehr kommen - ebenso wie von Adrian Ramos, der 90 Minuten förmlich unsichtbar war.

Der Schiedsrichter: Peter Gagelmann wählte eine ziemlich kleinliche Linie und machte sich damit nicht immer nur Freunde. Allerdings leistete er sich keinen gravierenden Fehler - bis auf Diagnes Ellbogeneinsatz gegen Lassoga, den er hätte ahnden müssen.

Analyse: In einer von beiden Seiten verhaltenen Anfangsphase war Freiburg einen Hauch offensiver und gewitzter im letzten Spieldrittel. Freis und Dembele harmonierten sowohl im Angriffsspiel als auch in der Defensivarbeit recht gut.

Die Gastgeber konnte mit dem Rückstand nur schwer umgehen, der Abstand zwischen der tiefstehende Viererkette und dem Rest der Mannschaft war zu groß. Berlin baute seine Angriffe auch zu umständlich auf, aus dem defensiven Mittelfeld gab es keine entscheidenden Impulse. Nach einer Viertelstunde musste sich die Mannschaft schon erste wütende Pfiffe gefallen lassen.

Bis zur Pause änderte sich daran kaum etwas, weil die Hertha Freiburg auch gar nicht pressen wollte, sondern sich permanent ängstlich zurückzog - und trotzdem in der Abwehr einige Male bedenklich schwamm.

Freiburg blieb bei seinen durchdachten und schnell vorgetragenen Kontern stets gefährlich und hätte bis zur Pause höher führen können. Rehhagel reagierte, brachte für die zweite Halbzeit mit Lassoga einen zweiten Stürmer und stellte auf 4-4-2 um. Trotzdem änderte sich an Berlins Ideenlosigkeit nichts.

Die Gastgeber erhöhten nach einer Stunde zwar den Druck und kamen auch zu zwei kleineren Chancen. Dann erstickte Freis' Tor die zarten Bemühungen aber auf einen Schlag. Die Hertha war wie paralysiert und praktisch schon tot - ehe Baumanns eigenartige Aktion die gastgeber doch noch zurück ins Spiel holte.

Erst in den letzten Minuten entwickelte Berlin so etwas wie Druck auf das Gästetor, war aber bei den beiden Abschlüssen von Lassoga und Ramos nicht konsequent und gierig genug.

Hertha - Freiburg: Daten zum Spiel

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung