Bundesliga - 13. Spieltag

Die Podolski-Police gilt nur für links

SID
Mittwoch, 14.12.2011 | 12:58 Uhr
Kölns Lukas Podolski rettete den Geißböcken einen Punkt gegen den FSV Mainz 05
© Getty
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Der 1. FC Köln bleibt eine One-Man-Show. Mit seinem 14. Saisontreffer rettete Lukas Podolski den Geißböcken ein 1:1 gegen Mainz. Doch auch Prinz Poldi gelingt nicht alles.

Lukas Podolski ist und bleibt die Lebensversicherung des 1. FC Köln. Bestimmte Leistungen sind in der Poldi-Police allerdings nicht enthalten - Tore mit rechts zum Beispiel. Seine erste Großchance beim 1:1 (0:0) im Nachholspiel der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 lenkte Gäste-Keeper Christian Wetklo an die Latte.

"Der war mit rechts, deshalb ist der nicht reingegangen", sagte Podolski schmunzelnd, nachdem er mit einem satten Linksschuss (85.) nicht nur dem FC den Punkt gerettet, sondern auch seinen persönlichen Rekord auf 14 Treffer (alle mit links!) gesteigert hatte.

Podolski war wieder einmal Kölner Mann des Tages, obwohl er gegen die taktisch gut aufgestellten und sehr motivierten Mainzer kaum nennenswert in Aktion trat.

Wechsel wohl nur ins Ausland

Doch angesichts seiner Torjäger-Qualitäten ist es nicht verwunderlich, dass der Nationalspieler Woche für Woche Fragen nach seiner Zukunft beantworten muss. "Der erste Ansprechpartner ist der FC, man wird das Gespräch suchen", stellte Podolski erneut klar: "Die Gerüchte kann ich nicht beeinflussen."

Sollte Podolski die Kölner im Sommer verlassen, ist zumindest die Richtung klar. "Ein Wechsel innerhalb der Bundesliga ist für mich nur sehr schwer vorstellbar", sagte der Stürmer, an dem unter anderem Kölns Bundesliga-Rivale Schalke 04 Interesse bekundet hatte, der "Sport Bild": "Wenn ich Köln verlasse, reizt mich auf jeden Fall das Ausland."

"Haben die geilsten Fans"

Doch noch spielt Prinz Poldi in Köln und der Bundesliga. "Wir haben die geilsten Fans der Liga, das geilste Stadion. Es ist immer eine Freude, wenn man die Treppen hochgeht und die Hymne gespielt wird", sagte der Publikumsliebling und machte den FC-Fans Hoffnung, nicht nur sportliche und finanzielle Aspekte bei seiner Entscheidung zu berücksichtigen.

Gegen Mainz wurde allerdings auch deutlich, dass Köln noch weit von den Ambitionen des "Weltklassespielers Podolski" (Trainer Ståle Solbakken) entfernt ist. Drei Tage nach dem 4:0 gegen Freiburg fanden die Geißböcke kaum ins Spiel und zitterten sich zum Punktgewinn.

Bayern mit Respekt vor Podolski

Mainz war verdient durch Sami Allagui (70.) in Führung gegangen und wirkte nicht nur taktisch reifer als die Gastgeber, die den erhofften Sprung auf Platz sieben verpassten. "Es ist schade, dass wir nach einem 4:0 gegen Freiburg so ohne Selbstvertrauen gespielt haben", sagte Podolski.

Der 26-Jährige freut auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Bayern München am Freitag in der Allianz Arena. Die früheren Kollegen begegnen ihm mit großem Respekt. Dass er torgefährlich ist und einen sehr guten linken Fuß hat, weiß jeder. Wir dürfen ihm keine Räume bieten", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. Nationaltorhüter Manuel Neuer erklärte, es sei "sehr wichtig, Poldi in den Griff zu bekommen".

Der 26-Jährige, der sich auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Bayern München am Freitag in der Allianz Arena freut, sprüht seit Wochen nicht nur vor Spielfreude, sondern gibt sich auch außerhalb des Platzes schlagfertig. Das kleine verbale Scharmützel mit Dortmunds Trainer Jürgen Klopp ("Er ruft sein Potenzial nicht ab und ist deshalb zu teuer") beendete Podolski am Dienstagabend auf seine Art.

Poldi: "Klopp ist ein super Typ"

"Wir treffen uns ja noch in Köln in der Rückrunde", sagte Podolski schmunzelnd und legte nach: "Es ist alles ausgesprochen, das gehört auch mal zum Fußball. Jürgen Klopp ist ein super Typ und ein geiler Trainer. Alles andere ist vergessen."

Die Mainzer ärgerten sich über Podolskis späten Ausgleich. "Wir haben unsere Chancen zu Beginn schlampig und fahrig zu Ende gespielt", sagte Trainer Thomas Tuchel: "Wir nehmen das so hin, wie es ist."

Torhüter Wetklo, der vor dem Ausgleich zweimal glänzend pariert hatte, grübelte noch lange nach dem Schlusspfiff, ob er den Ball hätte halten können. Aber auch darauf hatte Podolski eine Antwort: "Ob unhaltbar oder nicht unhaltbar: Der Ball war drin."

Köln - Mainz: Daten zum Spiel

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