Erste Risse im Projekt Klinsmann

Rotiertes Kollektivversagen

Von Florian Bogner
Samstag, 27.09.2008 | 22:21 Uhr
© Getty
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Irgendwie hatten sie sich das anders vorgestellt. Sechs Spieltage ist die Saison alt und die Fakten sehen so aus: Der FC Bayern München ist nach dem 0:1 in Hannover Neunter der Bundesliga, hat ein ausgewogenes Verhältnis an Siegen, Unentschieden und Niederlage zustande gebracht und schon zehn Gegentore kassiert.

Und irgendwie muss damit in der Bayern-Vorstandschaft insgeheim das unbehagliche Gefühl reifen, dass diese Jubeltrubel-Liaison mit Jürgen Klinsmann vielleicht doch nicht so reibungslos und wunderbar erfrischend verläuft wie zunächst erhofft.

Und nebenbei wird man auch das Gefühl nicht los, dass die 24 Profis im Bayern-Kader noch nicht richtig verstanden haben, was ihr Übungsleiter von ihnen erwartet. Denn das, was der Rekordmeister in der vergangenen Woche gegen Bremen (2:5) und nun gegen Hannover zeigte, kann es nicht gewesen sein.

"Wir waren zu unkonzentriert und haben im Spielaufbau viel zu viele Fehler gemacht", schimpfte selbst Philipp Lahm, normalerweise die Deeskalation in Person, über die pomadige Leistung in der AWD-Arena.

Wo ist die Entwicklung?

War gegen Bremen noch in der Defensive ein heilloses Durcheinander zu beobachten, brachten die Bayern in Hannover offensiv kein Bein auf die Erde. "Nach vorne war es einfach zu wenig", resümierte Lahm und entsprach damit Klinsmanns selbstkritischem Fazit: "Dass das nicht gut war, wissen wir selbst."

Ein Holperstart also, den die Bayern da hingelegt haben. Die Verantwortlichen werden zwar nicht müde zu betonen, dass dieser aufgrund der kurzen Vorbereitung demütig einkalkuliert wurde. Auf der anderen Seite muss man sich aber den Vorwurf gefallen lassen, in den absolvierten Partien keinerlei Entwicklung erkennbar gemacht zu haben.

In den bisherigen neun Pflichtspielen hat Klinsmann vor allem taktisch allerhand probiert. Er ließ die ersten Spiele mit einem 4-4-2 inklusive Spielmacher (Toni Kroos) beginnen, zückte in Dortmund darauf die Doppel-Sechs, um dann nach wenig erbaulichen Leistungen zum umstrittenen 3-5-2 umzuschwenken.

Schweini auf der Bank, Ze Roberto zuhause

Diese Entscheidung revidierte er in der letzten Woche, als Bremen mit den Bayern umsprang wie es wollte. Also zurück zum 4-4-2 mit Doppel-Sechs - und gleichbleibendem (Miss-)Erfolg.

Fatal wird das Ganze dann, wenn man sich wie Klinsmann den Luxus erlaubt, die Mannschaft ordentlich rotieren zu lassen. Wer rotiert und verliert, macht sich angreifbar - das weiß man nicht erst seit Ottmar Hitzfeld.

Irritiert nahm man in Hannover zur Kenntnis, dass Klinsmann Bastian Schweinsteiger nur auf der Bank, Ze Roberto gar zuhause belassen hatte. Der Schuss ging nach hinten los: Die dafür ins Team geworfenen Jose Ernesto Sosa und Andreas Ottl brachten im insgesamt lauffaulen und uninspirierten Bayern-Mittelfeld kein Bein auf die Erde.

Einzig Breno, der für Lucio spielte, zeigte eine ordentliche Leistung.

Effenberg kritisiert Rotation

"Ich glaube nicht, dass diese Niederlage etwas mit Rotation zu tun hat", meinte Klinsmann jedoch und führte als Argument an: "Man kann nicht sagen, dass die Mannschaft, die auf dem Platz stand, schlechter ist als Hannover 96. Hinterher ist man immer schlauer. Ich würde es aber genau so wieder tun."

Dem widersprach Stefan Effenberg im Premiere-Studio vehement. Der Ex-Bayern-Kapitän zog mächtig vom Leder und prangerte an: "Sie haben Probleme, da sie jede Woche mit einer anderen Mannschaft auflaufen. Daran müssen sich die Spieler erstmal gewöhnen. Deshalb bin ich am Anfang der Saison kein Freund von Rotation. Man kann sich nicht einspielen, wenn wild rotiert wird."

Hoeneß von Tabelle genervt

Effe weiter: "Man muss ein Gebilde finden, ein Gerüst für die Mannschaft, und da drum herum bauen. Dann kann man auf den Außenbahnen rotieren, aber nicht auf den zentralen Positionen. Da braucht man die Leute, die den Rhythmus vorgeben."

Normalerweise ist Uli Hoeneß einer, der von außen den Rhythmus vorgibt. Bisher nahm sich der Bayern-Manager allerdings stets zurück, wenn es ums Thema Klinsmann ging. Er vermied es auch in Hannover, die Rotation für das Kollektivversagen auf dem Platz verantwortlich zu machen.

Er bekannte lediglich: "Der Anblick der Tabelle nervt mich. Ich habe festgestellt, dass jede Menge Mannschaften vor uns sind. Wir werden das jetzt sehr ernsthaft angehen und hoffen, dass wir jetzt bald eine Serie starten werden."

"Bayern da, wo sie hingehören"

Die haben die Bayern auch bitter nötig. Denn so wie es Stefan Effenberg formulierte, hatte er nicht ganz Unrecht.

"Bayern steht in der Tabelle da, wo sie derzeit hingehören, nämlich im Mittelfeld", meinte Effe. Und: "Sie müssen aufpassen, dass der Rückstand nicht zu groß wird." Und dass das Projekt Klinsmann damit nicht noch weitere Risse bekommt.

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