Entscheidung: FC Bayern wird nicht gelöscht

SID
Freitag, 16.09.2016 | 12:31 Uhr
Die Fans in der Allianz Arena müssen sich nicht mehr über die Zukunft des FC Bayern sorgen
Advertisement
Allsvenskan
Häcken -
AIK
Ligue 1
AC Ajaccio -
Toulouse
Serie B
Bari -
Cittadella
Championship
Aston Villa -
Fulham
Allsvenskan
Malmö -
Dalkurd
League One
Rotherham -
Shrewsbury
Serie B
Venedig -
Perugia
Ligue 1
Toulouse -
AC Ajaccio
League Two
Coventry -
Exeter
Friendlies
Portugal -
Tunesien
Friendlies
Argentinien -
Haiti
Friendlies
England -
Nigeria
Friendlies
Brasilien -
Kroatien

Der FC Bayern München e.V. bleibt bestehen. Das Registergericht am Amtsgericht München hat die Einleitung eines Amtslöschungsverfahrens abgelehnt, wie es am Freitag mitteilte.

Lars Leuschner, ein Professor der Universität Osnabrück, hatte Anfang August die Löschung des eingetragenen Vereins aus dem Vereinsregister wegen Rechtsformverfehlung angeregt. Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts gibt es kein Rechtsmittel.

Grundlage des Urteils ist ein eben solches des Bundesgerichtshofs vom 29. September 1982 unter dem Aktenzeichen I ZR 88/80. Dort wurde eine Auslagerung wirtschaftlicher Tätigkeiten von Vereinen auf Kapitalgesellschaften grundsätzlich für zulässig erachtet (sog. "Nebenzweckprivileg"). Genau diese hatte Leuschner, selbst Bayern-Fan, beanstandet.

Wie starten die Bayern in die Liga? Jetzt Aufstellung auf LigaInsider checken!

Er legte nahe, dass sich der Münchner Klub in einem Maße wirtschaftlich betätige, dass seine ideelle Betätigung demgegenüber untergeordnet sei. Im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 21) dürften jedoch nur nichtwirtschaftliche Vereine, deren Zweck im Gegensatz zu wirtschaftlichen Vereinen (nach § 22 BGB) nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, im Vereinsregister eingetragen werden und hierdurch Rechtsfähigkeit erlangen.

Grundlegende Entscheidung

Das Amtsgericht prüfte daraufhin "die konkreten Verhältnisse" bei Bayern München und stellte fest, dass "die Einleitung eines Amtslöschungsverfahrens im Rahmen der Einzelfallprüfung" abzulehnen sei. Der FC Bayern hatte zuvor bereits betont, dass er den Antrag für "unbegründet" halte.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Ein anderslautendes Urteil hätte dazu führen können, dass der e.V. seinen Einfluss auf die AG hätte verringern müssen. Das hätte die Münchner vor größere Probleme gestellt, weil der Vereinspräsident (derzeit Karl Hopfner) satzungsgemäß auch Vorsitzender des Aufsichtsrates ist. Auch andere Bundesliga-Klubs mit Vereinsmodell und ausgegliederter Profi-Abteilung blickten gespannt auf die Entscheidung in München.

Der FC Bayern München im Steckbrief

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung