Fussball

Stimmen zur Relegation Kiel - Wolfsburg: Labbadia spricht über Anfeindungen

Von SPOX
Bruno Labbadia hat den VfL Wolfsburg zum Klassenerhalt geführt.
© getty

Nach dem Sieg in der Relegation gegen Holstein Kiel herrscht beim VfL Wolfsburg Erleichterung. Trainer Bruno Labbadia äußerte sich danach bei Eurosport sehr emotional über die vergangenen Wochen - und die Anfeindungen der eigenen Fans.

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) über ...

... den Trainerjob in Wolfsburg: "Das war der schwierigste Job, den ich bis jetzt im Fußball hatte. Es kamen so viele Dinge zusammen, ich wurde auch angefeindet, aber es war wichtig, immer die Ruhe zu bewahren. Das war die einzige Chance, die Mannschaft zu schützen, und die Jungs haben es super gemacht. In diesem Moment bin ich nur leer, aber sehr, sehr zufrieden."

... die Anfeindungen der eigenen Fans: "Das ist das einzige, was mich getroffen hat. Ich habe mich nach dem Spiel gegen Leipzig mit den Fans zusammengesetzt und gefragt: 'Wieso empfangt ihr einen neuen Trainer so?' Sie haben mir gesagt. Es war nur ein Spaß, den einige Leute gemacht haben. Ich bin ein Mensch, der eigentlich eine Beziehung zum Verein und zu den Fans braucht, aber ich habe mir gesagt, ich will das schaffen und jetzt sitze ich hier und habe es geschafft."

... das Wortgefecht mit Kiels Trainer Markus Anfang nach Spielende: "Ich glaube, dass mein junger Kollege noch etwas lernen sollte. Schon im Hinspiel hat er sich über viele Leute beschwert. Er kam auch heute ständig mit irgendwelchen Sachen. Ich erwarte ein bisschen Respekt. Vor allem, wenn jemand neu im Geschäft ist. Das bleibt unter uns, aber ich habe ihm eben klar meine Meinung gesagt."

... eine mögliche Weiterbeschäftigung in Wolfsburg: "Glauben sie mir, dass ich mir den Kram nicht angetan habe, um dann zu sagen, jetzt darf ein anderer das weitermachen. Wir werden uns in Ruhe hinsetzen."

... die erneute VfL-Rettung über die Relegation: "Es nicht zu vergleichen mit dem letzten Jahr, weil es eine grundverschiedene Situation war."

Siegtorschütze Robin Knoche (VfL Wolfsburg) über...

...die Saison der Wölfe: "Es sind viele Dinge nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Nicht nur auf sportlicher Ebene. Wir müssen das jetzt aufarbeiten und gestärkt in die nächste Saison gehen."

Kapitän Maximilian Arnold (Vfl Wolfsburg) über...

...die Relegation: "Diese Schweiß-Spiele hätten wir eigentlich nicht gebraucht, wenn wir uns zuvor den Arsch aufgerissen hätten."

... die Situation beim Amtsantritt von Labbadia: "Hoffnungslos war die Situation nicht. Nichtsdestotrotz war es ein richtig steiniger Weg. Ich hoffe, dass wir als Verein die richtigen Lehren ziehen."

Markus Anfang (Trainer Holstein Kiel) über ...

... den Abschied aus Kiel: "Wenn der Abpfiff kommt, merkt man wie emotional es ist. Wir haben nicht aufgesteckt, wir waren heute die klar bessere Mannschaft. Dass wir dieses Spiel verlieren, dass wir uns mit einer Niederlage verabschieden, ist richtig bitter. Das haben die Jungs nicht verdient. Aber wir hätten das Tor machen müssen. Es wird schwer, das abzuschütteln. Mein Co-Trainer und ich hatten hier bis zur letzten Sekunde die volle Unterstützung und haben alles gegeben."

... das Tete-a-Tete mit Labbadia: "Ich habe nur zu ihm gesagt, dass wir es heute verdient gehabt hätten. Darauf hat er jedoch nicht reagiert. Den Rest müssen sie ihn fragen."

Ralf Becker (Sportchef Holstein Kiel) über ...

... die Relegation: "Die Jungs haben alles reingeknallt. Jetzt haben wir es nicht gepackt, aber wir haben trotzdem ein wahnsinniges Jahr gespielt."

... sein mögliches Engagement beim HSV: "Heute geht es nur um das Relegationsspiel. Ich bitte das zu respektieren, das wir nur über die Saison und das letzte Spiel reden."

Marvin Duksch (Holstein Kiel) über...

...die Saison in Kiel: "Wer das Spiel heute gesehen hat, der weiß, dass wir nicht zu Unrecht da oben gestanden haben. Schade, dass wir uns nicht mit einem Sieg belohnt haben. Es war eine überragende Saison, und ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein."

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