Fussball

Die Neuen treffen: Sandro Wagner und Mario Gomez betreiben Eigenwerbung

SID
Sandro Wagner beim Kopfball beim Testspiel in Doha

Sandro Wagner oder Mario Gomez? Wahrscheinlich wird nur einer der zwei Nationalspieler für die WM nominiert. Im ersten Spiel mit den neuen Klubs betrieben beide Eigenwerbung.

Sandro Wagner traf mit einem präzisen Kopfball, Mario Gomez vollendete eine tolle Kombination: Die beiden Rivalen im Kampf um das begehrte WM-Ticket feierten bei ihren neuen Klubs einen Einstand nach Maß. Mit ihren Führungstreffern in den Testspielen am Samstag betrieben die Mittelstürmer Eigenwerbung - wohl wissend, dass Bundestrainer Joachim Löw vermutlich nur einen für die Endrunde in Russland nominieren wird.

Wagner (30) war beim klaren 6:0 (1:0)-Sieg des FC Bayern gegen den katarischen Erstligisten Al-Ahli in der 38. Minute erfolgreich. "Ich fühle mich wohl. Nach einer harten Trainingswoche war das heute ein ordentlicher Test. Ein paar Tore mehr wären schön gewesen", sagte der Winter-Zugang von 1899 Hoffenheim, der vor seinem Tor bereits die Latte getroffen hatte und mit weiteren guten Szenen auf sich aufmerksam machte.

Alaba lobt Wagner

"Er ist sehr ehrgeizig und gibt Gas", lobte Teamkollege David Alaba nach den ersten Eindrücken. Trainer Jupp Heynckes meinte anerkennend: "Er war sehr aktiv, hat sich in den Trainingseinheiten immer wieder positiv gezeigt. Ich finde, dass Sandro für uns noch ein wichtiger Spieler werden kann."

Diesen Status hat Gomez beim VfB Stuttgart schon jetzt inne, anders als Wagner ist er gesetzt. Der 32-Jährige, der vom VfL Wolfsburg kam, soll den Schwaben mit seinen Toren den Klassenerhalt sichern - die Partie gegen den niederländischen Erstligisten Twente Enschede weckte Hoffnungen.

"Mario hatte gute Szenen mit viel Dynamik", lobte VfB-Trainer Hannes Wolf: "Und er hat ein schönes Tor erzielt." Wie bei Wagner war das beim 2:1 (1:0) die Führung gewesen, Gomez traf nach einem sehenswerten Doppelpass mit Kapitän Christian Gentner. Er weiß aber auch, dass erst die Rückrunde die Entscheidung von Löw beeinflussen wird.

"Ich habe den sportlichen Ehrgeiz, hier ein gutes halbes Jahr zu haben, auf den Sommer gesehen. Und dann sehen wir weiter", meinte Gomez. Ähnlich sieht es Wagner, der den Wechsel zum deutschen Rekordmeister auch mit Löw besprochen hatte: "Seine Meinung ist mir sehr wichtig. Mein Wunschgedanke wäre, dass ich hier auf meine Einsatzminuten komme und auf den WM-Zug springe", sagte Wagner.

Auch Ujah trifft für Mainz

Wagner und Gomez waren am Samstag derweil nicht die einzigen Neuen, die ihrem Klub ein Erfolgserlebnis bescherten. Auch Anthony Ujah traf für den FSV Mainz 05, auch er erzielte beim 2:1 (0:0) gegen den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen die Führung.

Generell bejubelten die meisten Bundesligisten in den ersten Tests des neuen Jahres Siege. So gewann Pokalsieger Borussia Dortmund gegen Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf mit 2:0 (0:0). RB Leipzig bezwang den tschechischen Erstligisten FK Dukla Prag ebenfalls mit 2:0 (1:0).

Von den Bundesliga-Spitzenteams lieferten nur 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen mäßige Ergebnisse. Hoffenheim musste sich mit einem 2:2 (2:1) gegen den niederländischen Erstligisten Excelsior Rotterdam zufrieden geben, Leverkusen kam nicht über ein 2:2 (2:1) gegen den Drittligisten Preußen Münster hinaus.

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