Fussball

"Wir werden nicht abheben"

SID
Der Hamburger SV hat in Darmstadt den ersten Saisonsieg gefeiert

Beim Hamburger SV macht sich nach dem ersten Saisonsieg Erleichterung breit. In Leipzig dreht sich alles um die Schwalbe von Timo Werner. Leverkusens Kevin Kampl ist sauer, weil Chicharitos Elfmeter gegen Freiburg nicht ins Tor gegangen ist.

Darmstadt 98 - Hamburger SV 0:2 (0:1)

Norbert Meier (Trainer Darmstadt 98): "Wir hatten vor der Pause unsere Möglichkeiten, nach der Pause aber nur noch eine durch Sulu. Man kann der Mannschaft keinen fehlenden Willen oder Einsatz vorwerfen. Nach einem Rückstand wird es für uns aber schwer."

Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV): "In den letzten beiden Spielen hat sich schon abgezeichnet, dass es bei uns aufwärts geht. Heute haben wir es wieder gut gemacht, wir haben verdient gewonnen. Wir sind aber erst am Anfang."

Dietmar Beiersdorfer (Vorstandsvorsitzender Hamburger SV) ...

... zum Spiel: "Unsere Mannschaft war gut eingestellt und hat alles auf den Platz gebracht, was im Moment möglich ist. Für meinen Geschmack hätten wir das 2:0 wesentlich früher machen müssen. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg für uns."

... zur sportlichen Situation: "In den letzten Spielen war eine Aufwärtstendenz zu sehen. Wir treten mehr als Mannschaft auf. Ich hoffe, dass uns der Sieg wieder ein Stück weiter bringt. Heute freuen wir uns. Mit sieben Punkten werden wir nicht abheben, dafür gibt es keinen Grund. Es ist Erleichterung da, aber es fällt nicht viel Druck ab. Die Tabelle ist eng, und wir sind immer noch unten."

... zur Suche nach einem Sportdirektor: "Ich mache das in einer Doppelrolle, bin ganz eng bei der Mannschaft und treffe alle Absprachen mit dem Trainer. Natürlich ist das keine Situation für ewig. Jetzt ist es einfach schwierig, einen geeigneten Mann zu finden. Es sind kaum Menschen frei, die das machen können und zu unserer Strategie passen. Wir werden das jetzt erst einmal die nächsten Tage und Wochen zurückstellen. Sollte nicht jemand vom Himmel fallen, dann wird es bis zur Winterpause keinen neuen Sportdirektor geben."

... zu seiner Situation: "Es geht nicht um mich, sondern um diesen großen und wunderschönen Verein. Man muss gucken, wie sich die Situation entwickelt. Ich habe nie daran gedacht aufzugeben und werde das durchziehen. Wir werden schon wieder auf Touren kommen."

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 1:1 (1:1)

Dirk Schuster (FC Augsburg): "In den ersten 20 Minuten hat gar nichts bei uns geklappt. Man hat gesehen, dass Frankfurt mit breiter Brust angetreten ist. Uns ist zunächst nichts von dem gelungen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten nicht die nötige Aggressivität."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir haben die ersten 20 Minuten dominiert. Und dann haben wir gedacht, wir können mit etwas weniger Aufwand so weiterspielen. Wenn man nicht gewinnen kann, darf man nicht verlieren."

RB Leipzig - FC Schalke 04 2:1 (1:1)

Ralf Fährmann (Torwart Schalke): "Das ist zum Kotzen, direkt am Anfang so ein Bein gestellt zu bekommen. Ich muss aufpassen, dass ich morgen kein Herpes habe, wenn ich aufwache. Werner sagt, dass ich ihn nicht berührt habe. Da muss man Werner loben für seine Fairness, aber da muss der Schiedsrichter handeln."

Benedikt Höwedes (Kapitän Schalke): "Wir haben alle darauf hingewiesen, dass Werner uns gesagt hat, dass keine Berührung da war und der Schiedsrichter bitte zu Werner hinlaufen soll. Das hat er nicht getan. Die Szene tut richtig weh, weil sie in der Summe das Spiel ausgemacht hat, aber wir waren in der zweiten Halbzeit auch die schwächere Mannschaft."

Timo Werner (RB Leipzig): "Ich komme frei auf das Tor zugelaufen und werde dann von Naldo von hinten gezogen und verliere das Gleichgewicht, treffe den Ball unglücklich, falle hin und dann gibt es Elfmeter. Es tut mir leid, dass es da nach einer Schwalbe aussieht - das war nicht meine Intention. Ich habe dann auch später zum Schiri gesagt, dass von Fährmann kein Kontakt ausging, das ich halt den Kontakt von Naldo gespürt habe. Ich glaube, er hat es in der Hektik überhört."

Ralph Hasenhüttl (Trainer Leipzig): "Es hat jeder gesehen, dass man das nicht pfeifen muss. Ihm wäre es auch lieber gewesen, er hätte ihn direkt reingemacht, dann wäre die Diskussion gar nicht entstanden. Wenn man das Spiel auf die Szene mit dem Elfmeter reduzieren will, wird das der Partie nicht gerecht. Aufgrund der zweiten Halbzeit sind es verdiente drei Punkte für uns, denn da hatten wir die klareren Chancen."

Markus Weinzierl (Trainer Schalke): "Das ganze Stadion hat das gesehen und ich frage mich, warum keiner der Schiedsrichter die Szene sehen konnte. Das war einfach eine kapitale Fehlentscheidung."

Bastian Dankert (Schiedsrichter): "Nach Studium der Fernsehbilder muss ich offen und ehrlich eingestehen, dass es eine Fehlentscheidung war. Es hat kein Gespräch zwischen mir und Timo Werner stattgefunden. Ich habe Werner vor dem Elfmeter gefragt. Was war denn? Aber da kam nichts und dann habe ich den Elfmeter ausführen lassen."

Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 4:1 (2:0)

Andre Schubert (Trainer Mönchengladbach): "Wenn wir am Limit spielen, können wir auch in Dortmund etwas holen. Dazu waren wir heute nicht in der Lage. Im Moment spricht Vieles gegen uns. Wir müssen bei den Dingen ansetzen, die wir gut machen."

Max Eberl (Sportdirektor Mönchengladbach): "Ich weiß nicht, ob der Trainer alleine dafür verantwortlich ist. Wir stecken alle in der Misere und haben alle diese Situation zu bewältigen. Wir müssen uns alle hinterfragen - die Spieler, der Trainer, der Staff und ich muss mich hinterfragen."

Lars Stindl (Kapitän Mönchengladbach): "Mir tut es für die mitgereisten Fans am meisten Leid. Wir wissen, dass wir in der Liga hinterherhinken. Woche für Woche spielen wir gut, aber können nichts mitnehmen - es sind Kleinigkeiten, die wir unbedingt abstellen müssen."

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund): "Natürlich habe ich das Recht, die Mannschaft zu kritisieren - genauso wie sie jetzt viel Lob bekommt. Natürlich passiert das nicht immer öffentlich, aber wenn das passiert, ist das alles auch in einem Rahmen, den wir offensichtlich vertragen. Es ist Geduld gefragt, das ist nicht meine stärkste Eigenschaft. Es ist jetzt ein guter Neuanfang nach der Niederlage in Frankfurt."

Marco Reus (Dortmund): "Es ist das gute Recht des Trainers uns zu kritisieren. Wir haben das unter der Woche gut analysiert und gut trainiert und das spiegelt sich in dem heutigen Ergebnis wieder."

TSG 1899 Hoffenheim - 1. FC Köln 4:0 (2:0)

Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim): "Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Nach dem 1:0 hatte Köln zwei Riesenchancen, da war das Glück auf unserer Seite. Danach haben wir besser ins Spiel gefunden."

Peter Stöger (Trainer Köln): "Wir haben einen verdienten Sieger. Denn wir haben unsere Chancen nicht so verwertet, wie Hoffenheim das gemacht hat. Es ist schade, denn das Ergebnis ist ein wenig hoch."

Thomas Kessler (Torwart Köln): "Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht griffig genug. Gerade bei Standardsituationen standen wir so schlecht wie nie. Und dann ist es ein rundum gebrauchter Tag, an dem du mit vier Toren nach Hause fährst."

Bayer Leverkusen - SC Freiburg 1:1 (0:1)

Kevin Kampl (Leverkusen): "Irgendwann muss der scheiß Ball auch mal reingehen bei einem Elfmeter, weil so etwas am Ende die drei Punkte kostet. Wenn du mit einem Punkt aus diesem Spiel rausgehst, ist das zu wenig."

Alexander Schwolow (Torhüter Freiburg): "Ich schaue dem Schützen meistens in die Augen und versuche darin etwas zu lesen. Manchmal klappt es, manchmal nicht - ich bin nicht so ein gutes Orakel. Diesmal hat es geklappt und ich habe Glück, dass der Ball nicht zu ihm zurückprallt - geil."

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VfL Wolfsburg - Hertha BSC 2:3 (2:1)

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Der Sieg ist verdient, aber wir haben lange dafür gebraucht. Für uns war es ein wichtiger Sieg in der Endphase der Hinrunde."

Valerien Ismael (Trainer Wolfsburg): "Bis zum 2:2 haben wir gezeigt, dass wir bereit sind. Vielleicht ist die Angst das Spiel zu verlieren der Grund, warum wir solche Fehler machen. Das ist wirklich bitter, dass du in der letzten Minute noch den Elfmeter bekommst."

Klaus Allofs (Geschäftsführer Sport Wolfsburg): "Heute hätte es mindestens ein Punkt sein müssen, besser noch drei. Wir machen zu viele Fehler und können unsere Qualität nicht über 90 Minuten auf den Platz bringen. Wenn man von außen angegriffen wird, muss man zusammenstehen und dann werden wir auch das überstehen. Auch daraus kann man Stärke ziehen."

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Werder Bremen - FC Ingolstadt 2:1 (1:0)

Alexander Nouri (Trainer Bremen): "Heute waren viel Leidenschaft, gute Kombinationen und Kampf um den zweiten Ball dabei. Wir sind sehr zufrieden."

Robert Bauer (Bremen): "Mit einer Niederlage wären wir auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Das ist purer Existenzkampf - heute ging es nur um drei Punkte."

Maik Walpurgis (Trainer Ingolstadt): "Das Positive ist, zu sehen, dass die Mannschaft da ist. Die Jungs sind jetzt natürlich maximal enttäuscht, aber ich sehe, dass die Mannschaft lebt."

1. FSV Mainz 05 - FC Bayern München 1:3

Martin Schmidt (Trainer Mainz): "Unser Umschaltspiel war heute nicht gut genug. Zudem war unsere Verteidigungsarbeit auf der letzten Linie nicht gut. Das hat heute den Unterschied ausgemacht, da war Bayern besser als wir. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Ich bin vor allem mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Da haben wir schöne Kombinationen geboten und auch getroffen. Thomas Müller ist ein sehr intelligenter Spieler und deshalb auch flexibel einsetzbar."

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