Wölfe Ideenlos - Abbruch beim FCI

Von SPOX
Samstag, 25.07.2015 | 16:14 Uhr
Der VfL Wolfsburg hat gegen Villareal verloren
© getty
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Wolfsburg offenbarte noch viel Sand im Getriebe und hatte gegen Villarreal das Nachsehen. Der FCA verlor trotz eines Trochowski-Treffers gegen Norwich, der Test zwischen Ingolstadt und Celta de Vigo musste wegen Unsportlichkeit abgebrochen werden. Mönchengladbach spielte Remis, ein Quartett fuhr Siege ein.

FC Augsburg - Norwich City 1:2

Aufstellung Augsburg: Hitz - Verhaegh, Hong, Klavan, Baba - Feulner, Esswein, Baier - Ji, Caiuby, Matavz

Aufstellung 2. Halbzeit: Manninger - Philp, Callsen-Bracker, Janker, Feulner (66. Kurz) - Trochowski, Kohr - Framberger, Altintop, Werner - Mölders

Tore: 1:0 Trochowski (51.), 1:1 Mulumbu (77.), 1:2 Grabban (89.)

FCA-Neuzugang Piotr Trochowski sorgte mit seinem direkt verwandeltem Freistoßtreffer aus knapp 30 Metern für den Glanzpunkt der Partie - es war gleichzeitig die Augsburger Führung. Überhaupt waren die Mannen von Markus Weinzierl gegen die Engländer feldüberlegen (64 Prozent Ballbesitz), einzig an der Chancenverwertung mangelte es: Während der Bundesligist einige Möglichkeiten hatten, feuerten die Canaries bis dato keinen Schuss ab.

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Im zweiten Durchgang wechselte der FC Augsburg dann fast komplett durch und brachte zehn frische Kräfte. Nach dem Führungstreffer durch Trochowski wachte Norwich City allerdings auf und spielte risikofreudiger. Der jüngste Premier-League-Trainer Alex Neil (34) konnte in der 77. Minute den Ausgleich durch Mulumbu bejubeln. Aufgrund von Nachlässigkeiten in der Hintermannschaft wurden die Augsburger kurz vor Schluss dann endgültig bestraft: Grabban besiegelte nach toller Vorarbeit von Mulumbu die Augsburger Niederlage.

VfL Wolfsburg - FC Villarreal 1:2 (1:2)

Tore: 0:1 Gaspar (8.), 1:1 Perisic (10.), 1:2 Leiva (18.)

Aufstellung Wolfsburg: Casteels - Vieirinha (71. Träsch), Naldo, Knoche (80. Ziegele), Schäfer - Guilavogui (71. Seguin), Arnold (46. Schürrle) - Caligiuri, De Bruyne (59. Jung), Perisic (59. F. Rodriguez) - Kruse (59. Bendtner)

Fast über die kompletten 90 Minuten war es ein überaus träger Auftritt, den der VfL Wolfsburg gegen Villarreal bot. Die Wölfe erspielten sich kaum Torchancen, hatten große Probleme im Spielaufbau und leisteten sich zudem Fehler in der Defensive. Die Spanier auf der anderen Seite nutzten ihre Chancen eiskalt: Über Umwege fiel die Kugel Mario Gaspar vor die Füße, der den Ball aus 13 Metern in den Winkel knallte (8.). Kurz darauf war Matias Leiva zur Stelle, die Wölfe konnten nicht klären und Leiva schoss aus zwölf Metern humorlos ins kurze Eck (17.).

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Zwischen den beiden Villarreal-Treffern hatte Wolfsburg seine einzige echte Chance immerhin verwerten können - Kevin De Bruyne spielte Daniel Caligiuri auf dem rechten Flügel frei, auf dessen Hereingabe wartete Ivan Perisic am langen Pfosten (10.). Die Wölfe versuchten zwar, ihr Spiel variabel zu gestalten, doch es war gegen einen kompakten Gegner merklich Sand im Getriebe. Im zweiten Durchgang ging der Spielfluss aufgrund zahlreicher Unterbrechungen dann auf beiden Seiten komplett verloren und nach vorne ging für den VfL überhaupt nichts mehr.

FC Ingolstadt - Celta de Vigo 1:0 (1:0)/Abbr.

Tor: 1:0 Groß (15.)

Aufstellung Ingolstadt: Özcan (46. Nyland) - Suttner (46. Cohen), Hübner (78. Pekhart), Matip (46. Bregerie), Levels (60. da Costa) - Roger (46. Morales), Christiansen (60. Bauer), Groß (46. Hartmann) - Leckie (46. Pledl), Hinterseer (46. Kachunga), Lex (46. Engel)

Rote Karte: Castro (82./Celta)

Bes. Vorkommnisse: Spielabbruch in der 83. Minute nach Rudelbildungen

Celta hat sich beim Testspiel in Ingolstadt nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Spanier legten eine sehr ruppige Gangart an den Tag und fielen fast nur durch harte Fouls auf.

Acht Minuten vor dem Ende eskalierte die Situation dann: Zunächst gingen Jonatan Castro die Nerven durch, er knallte den Ball während einer Spielunterbrechung volley in Richtung von Almog Cohen (82.). Der Spanier flog mit glatt Rot vom Platz, es folgten heftige Rudelbildungen, woraufhin der Schiedsrichter die Partie vorzeitig abbrach.

Mit viel Spielfreude und viel Zug zum Tor hatten die Schanzer vor 2.423 Zuschauern zuvor im Audi Sportpark einen guten Auftritt abgeliefert. Mathew Leckie (2./33.), Markus Suttner (25.), Alfredo Morales (68.) und auch Elias Kachunga (72.) verpassten es zwar, früher für klare Verhältnisse zu sorgen. Doch gegen fast ausschließlich auf Konter lauernde Gäste reichte der frühe Führungstreffer: Nach Pass von Stefan Lex knallte Pascal Groß den Ball in den Winkel (15.). Die Gäste sorgten letztlich für das unrühmliche Ende.

TSG 1899 Hoffenheim - Leeds United 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Uth (2.), 1:1 Adeyemi (25.), 2:1 Zuber (67.)

Aufstellung TSG: Baumann - Toljan, Süle, Schär, Kim (46. Rudy) - Strobl, Schwegler (65. Zuber) - Schmid (65. Joelinton), Volland (46. Amiri), Ochs (46. Elyounoussi) - Uth (65. Szalai).

Nach einem Remis gegen Gastgeber Lilleström SK, ging es nun gegen den englische Zweitligisten Leeds United und die Hoffenheimer hatten es eilig: Mark Uth bekam den Balll an der Strafraumgrenze, hielt einfach mal drauf und die Kugel landete im Winkel - Marke Traumtor. Die Kraichgauer blieben in der Folge giftig und erspielte sich durch Kevin Volland (13.) und Uth (20.) weitere gute Möglichkeiten. Für die Briten, denen nicht viel gelingen wollte, führte eine Ecke zum schmeichelhaften Ausgleich. Tom Adeyemi ließ Oliver Baumann via Kopf keine Chance (25.).

In der zweiten Halbzeit brachte Trainer Markus Gisdol Tarik Elyounoussi, der wenig später nur knapp an Leeds-Goalie Silvestri scheiterte. Am Ende verdankten es die Kraichgauer Vorbereitungsgewinner Steven Zuber, dass sie den ersten Sieg beim Kurztrip in Norwegen einfahren konnten. Keine 180 Sekunden nach seiner Einwechslung vollendete er eine feine Einzelleistung von Adam Szalai zum 2:1-Siegtreffer (67.). Anschließend passierte nicht mehr viel, Neuzugang Kevin Kuranyi kam nicht zum Einsatz.

Borussia Mönchengladbach - Bursaspor 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Bakambu (31.), 1:1 Drmic (58./FE), 1:2 Jorquera (64.), 2:2 Ritter (81.)

Aufstellung Gladbach: Sippel (46. Heimeroth) - Korb (75. Jantschke), Stranzl (60. Schulz), Brouwers, Dominguez (60. Christensen) - Ritter, Sow, Nordtveit (75. Dahoud), Ndenge - Hrgota (75. Traore), Drmic

Über zwei Dinge dürfte sich Gladbachs Trainer Lucien Favre geärgert haben: Unkonzentriertheiten und die eigene Chancenverwertung. Die Borussia ging zu sorglos mit ihren Gelegenheiten um, Tsiy-William Ndenge traf allein im ersten Durchgang zwei Mal Aluminium. Gladbach versuchte früh, mit dem eigenen Pressing das Spiel der Türken zu stören, doch Bursaspor zeigte sich unbeeindruckt - und hatte im ersten Durchgang sogar ein leichtes spielerisches Übergewicht.

So kam der Führungstreffer auch nicht unverdient, Cedric Bakambu tauchte frei vor Tobias Sippel auf und schob eiskalt flach ein (31.). Gladbach kam dann druckvoller aus der Pause und erzwang den Ausgleich. Torwart Mert Günok räumte Martin Stranzl im Luftduell ab, den Strafstoß verwandelte Josip Drmic sicher (58.). Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten, Cristobal Jorquera zog aus 18 Metern volley ab und der Ball schlug im langen Eck ein (64.).

Die Fohlen legten daraufhin nochmals eine Schippe drauf. Ibrahima Traore und Drmic verpassten per Doppelchance zunächst den erneuten Ausgleich (77.), vier Minuten später war es so weit: Drmic legte mit viel Übersicht ab auf Marlon Ritter, der aus wenigen Metern keine Mühe hatte. In der Schlussphase spielten beide Teams mit komplett offenem Visier, es blieb aber beim 2:2.

Eintracht Frankfurt - FC Fulham 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Seferovic (37.)

Aufstellung Frankfurt: Lindner - Kadlec (72. Bunjaki), Russ, Abraham (59. Kinsombi), Oczipka (59. Waldschmidt) - Reinartz (46. Ignjovski), Hasebe (46. Stendera), Flum - Aigner (46. Medojevic), Inui (59. Djakpa), Seferovic (46. Gerezgiher)

Aus Frankfurter Sicht war das Testspiel gegen Fulham zwar kein Feuerwerk, doch die Eintracht bot vor rund 500 Zuschauern eine anständige Partie. Die Hessen hatten deutlich mehr Spielanteile, ergriffen immer wieder die Initiative und zeigten im Ansatz offensiv mehrere ansehnliche Spielzüge. Zu selten aber kam die Eintracht daraus tatsächlich gefährlich zum Abschluss - und so musste der eine Treffer kurz vor der Pause reichen.

Bei dem hatten die Frankfurter zudem etwas Unterstützung vom Gegner: Aufgrund eines Handspiels nach einem Rückpass gab es einen indirekten Freistoß aus fünf Metern - Haris Seferovic knallte die Kugel zum 1:0 ins Netz (37.). Makoto Hasebe (4.) und Vaclav Kadlec (63.) hatten weitere kleinere Gelegenheiten, echte Großchancen gab es aber auf beiden Seiten kaum.

Werder Bremen - FC Sevilla 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Kroos (27./FE), 2:0 Ujah (32.), 3:0 Hüsing (83.), 3:1 Vitolo (84.)

Aufstellung Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Vestergaard (79. Hüsing), Lukimya (61. Galvez), U. Garcia (79. Sternberg) - Kroos (61. Makiadi), Fritz (46. Zander), Junuzovic, Eggestein (61. Öztunali) - Ujah (79. Hajrovic), Bartels

Eine starke halbe Stunde reichte Werder, um den Weg zum Erfolg über den Europa-League-Sieger zu ebnen: Die Bremer boten ihren Fans nach der Anfangsviertelstunde eine sehenswerte Partie, schalteten schnell um und glänzten mit schnellen und direkten Kombinationen. Felix Kroos brach nach Foul an Zlatko Junuzovic schließlich den Bann per Elfmeter (26.), ehe Werder das schönste Tor des Tages gelang: Junuzovic leitete den Ball per Hacke weiter auf Fin Bartels und dessen Hereingabe verwertete Anthony Ujah mit links (32.).

Werders Sieg im RE-LIVE

Im zweiten Durchgang schalteten beide Teams dann zunächst mehrere Gänge runter. Denis Suarez und Vitolo verpassten den Anschlusstreffer zwar per Doppelchance (55.), doch das Spiel plätscherte insgesamt zunehmend dahin. Der vom BVB ausgeliehene Gäste-Stürmer Ciro Immobile erlebte dabei einen unglücklichen Nachmittag und fiel meist aufgrund von Abseitsentscheidungen auf.

Doch in der Schlussphase explodierte die Partie dann plötzlich nochmals. Zunächst verlängerte Theodor Gebre Selassie einen Freistoß von Izet Hajrovic, Oliver Hüsing war per Kopf noch dran - 3:0 (83.). Im direkten Gegenzug bediente Vitolo Juan Munoz, der sich aus elf Metern nicht zwei Mal bitten ließ und eine Minute später verfehlte wieder auf der anderen Seite Hajrovic das leere Tor.

Hertha BSC - Akhisar Belediyespor 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Schulz (58.)

Gelb-Rote Karte: Kabze (76./Akhisar)

Aufstellung Hertha: Jarstein - Pekarik (46. Kauter), Langkamp (46. Kohls), Lustenberger (46. van den Bergh), Plattenhardt - Hegeler, Darida (46. Hosogai) - Stocker (46. Beerens), Skjelbred (46. Baumjohann), Haraguchi (46. Ronny) - Kalou (46. Schulz)

Pal Dardais Schachzug ging auf - zumindest in Teilen. Der Ungar setzte im zweiten Durchgang auf den gelernten Flügelspieler Nico Schulz als zentrale Spitze und dieser erzielte in der 58. Minute prompt den goldenen Treffer. Nach einer punktgenauen Flanke vom agilen Roy Beerens köpfte Schulz aus kurzer Distanz ein.

Zuvor hatte sich der Klub aus der Hauptstadt zwar durchaus überlegen präsentiert, wirklich glänzen konnte die Alte Dame an ihrem 123. Geburtstag aber nur selten. Im zweiten Durchgang erspielte sich der Sportclub aber zumindest einige Tormöglichkeiten, nach Vorarbeit von Beerens vergab Alexander Baumjohann kurz vor der Führung die beste Chance.

In der Schlussviertelstunde erwies Hassan Kabze seinem Team noch einen Bärendienst, indem er durch eine lange Diskussion mit dem Schiedsrichter erst die Gelbe und dann die Gelb-Rote Karte sah. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kontrollierte der Bundesligist die Begegnung. Dardai zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, zumindest die defensive Stabilität war überzeugend.

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