Fussball

H96 bastelt am Kader

Von Adrian Franke
Nach dem Feuerwehreinsatz geht Michael Frontzeck in seine erste Saison mit Hannover 96
© getty

Hannover 96 bastelt am Team für die neue Saison. Trainer Michael Frontzeck hatte bereits angekündigt, den Kader ausdünnen zu wollen, zunächst aber erhielt Routinier Leon Andreasen einen neuen Vertrag bis 2016. Ein Ersatz für Hiroshi Kiyotake ist nicht eingeplant, während sich drei Rückkehrer beweisen dürfen.

"Wir haben uns erst am 34. Spieltag gerettet und konnten entsprechend spät einsteigen", betonte Frontzeck laut dem kicker mit Blick auf die Kaderplanung. Verteidiger Marcel Halstenberg vom FC St. Pauli hat 96 bereits im Visier, Frontzeck betonte weiter: "Jetzt suchen wir noch Schnelligkeit über die Flügel."

Ein Kandidat hierfür könnte weiterhin Schalkes Sidney Sam sein. Ein "interessanter Spieler", wie Frontzeck bestätigte, "das vergangene Jahr ist unglücklich für ihn und Schalke gelaufen. Jetzt kommt dort ein neuer Trainer, wir müssen abwarten." Eine weitere Option ist Valmir Sulejmani, der 19-Jährige kehrt nach seiner Ausleihe zu Union Berlin zunächst zurück.

Auch Samuel Radlinger und Vladimir Rankovic kommen nach ihren Leihgeschäften wieder nach Hannover und Frontzeck erklärte: "Stand jetzt sind sie auf jeden Fall zum Trainingsstart dabei." Nach einem Turnier in Polen Anfang Juli gibt es dann eine dreitägige Pause, in der sich die Verantwortlichen mit den Youngstern zusammensetzen "und dann gemeinsam mit diesen Spielern entscheiden" wollen.

Kein Kiyotake-Ersatz geplant

Für einen Schock hatte derweil am Donnerstag Hiroshi Kiyotake gesorgt. Der Japaner verletzte sich im Training bei der Nationalmannschaft und zog sich einen Ermüdungsbruch des rechten Mittelfußes zu. Nach der OP folgt jetzt eine wochenlange Zwangspause, doch die Ausfallzeit des Spielmachers im bevorzugten 4-4-2 soll noch überschaubar sein.

Ein Ersatz für den Japaner wird daher nicht kommen, wie Frontzeck bestätigte: "Wir werden auf seiner Position nicht mehr aktiv. Mit Sebastian Ernst haben wir einen Nachrücker, der zwar auch aus einer Verletzung kommt, aber die Position spielen kann. Und wir werden auch andere Formationen, etwa ein 4-4-2 mit zwei Spitzen, gegebenenfalls ein 4-3-3 testen."

Hiroshi Kiyotake im Steckbrief

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