Der Lohn guter Arbeit

Von Adrian Franke
Stefan Reuter und Markus Weinzierl bilden beim FCA ein kongeniales Duo
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Sturm

Das Personal: Tim Matavz, Raul Bobadilla, Shawn Parker, Dong-Won Ji, Nikola Djurdjic, Sascha Mölders

Abgänge: Keine

Zugänge: Matthias Fetsch (Dynamo Dresden, war ausgeliehen)

Offene Positionen: Keine

Kandidaten: Keine

Im 4-2-3-1-System der Augsburger ist nur Platz für einen echten Mittelstürmer, und so hat Trainer Weinzierl hier schon fast ein Luxusproblem. Raul Bobadilla schlug in der Vorsaison, seine zweite beim FCA, voll ein, mit zehn Toren und vier Vorlagen in 32 Bundesligaspielen war er Topstürmer und Topscorer der Fuggerstädter und entwickelte sich zu einer konstanten und verlässlichen Waffe.

Ergänzt wird der Paraguayer durch Vorjahres-Königstransfer Tim Matavz, der Slowene war für vier Millionen Euro von der PSV Eindhoven gekommen. Ein Innenbandanriss legte den Stürmer allerdings wochenlang lahm und so kam er in seiner Debütsaison in 16 Bundesligaspielen nur auf drei Treffer. Matavz hat also noch Luft nach oben. Folgerichtig gehörte er zu der Trainingsgruppe, die schon vorzeitig in die individuelle Saisonvorbereitung einstieg.

Auch hinter Bobadilla und Matavz hat Augsburg Potential. Der variabel einsetzbare Dong-Won Ji sowie Youngster Shawn Parker stehen ebenfalls für den Platz im Sturmzentrum zur Verfügung, auch Caiuby kann hier eingesetzt werden.

Dazu kommt Fan-Liebling Sascha Mölders, so dass für Nikola Djurdjic nach nur einem Jahr beim FCA womöglich schon kein Platz mehr ist. Beim 0:0 gegen Schalke am 27. Spieltag setzte ihn Weinzierl bereits auf die Tribüne und begründete: "Er hat seine Chance nicht genutzt."

Der 29-Jährige stellte seinerseits klar: "Vom Platz auf die Tribüne, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich bin im besten Fußballer-Alter und will der Mannschaft helfen. Aber momentan ist es schwer." Laut der Augsburger Allgemeine darf Djurdjic bei einem ansprechenden Angebot gehen.

Doch es sind insgesamt vor allem Details und Transfers für die Kaderbreite, die Reuter und Weinzierl zu bewältigen haben. "Es gilt, weitere Spieler zu finden, die uns verstärken und dabei bezahlbar sind. Das bleibt im Vergleich zur Konkurrenz eine schwierige Aufgabe", stellte Weinzierl in der Augsburger Allgemeinen klar. Dennoch erwarte er eine "schwere, aber sehr interessante Bundesliga-Saison, in der wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auch in der Europa League teilnehmen. Darauf freuen wir uns."

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