Mittwoch, 01.04.2015

Bundesliga-Check, Teil 2

In Europa ist kein Platz für uns zwei

Drei Viertel der Bundesligasaison 2014/15 sind vorüber. Höchste Zeit, vor dem Endspurt einen Blick auf die 18 Teams zu werfen. Wie ist die aktuelle Lage, was steht in den kommenden Wochen an und wohin geht die Reise nach 34 Spieltagen? In Teil 2 beleuchten wir die Teams zwischen Europapokal-Plätzen und Abstiegszone. International spielt im nächsten Jahr aber nur einer.

Dortmund und Bremen schielen beide noch mit einem Auge auf die Europa-League-Plätze
© getty
Dortmund und Bremen schielen beide noch mit einem Auge auf die Europa-League-Plätze
Hoffenheim, Logo, Wappen

1899 Hoffenheim (Platz 7, 40:38 Tore, 37 Punkte)

Aktuelle Lage: Das Team von Markus Gisdol kam denkbar schlecht in die Rückrunde: Einer 1:3-Pleite gegen Augsburg folgte die Heimniederlage gegen Bremen und seine satte 0:3-Klatsche gegen den VfL Wolfsburg. Mit sechs Punkten Rückstand auf Rang sechs waren die internationalen Plätze in die Ferne gerückt. Knapp zwei Monate später sieht die Welt in Sinsheim schon wesentlich rosiger aus. Nur eins der letzten sechs Pflichtspiele wurde verloren, 1899 ist bis auf einen Punkt an den FC Augsburg herangerutscht, der derzeit den sechsten Platz bekleidet, und kann sich auch auf dem momentan siebten Rang Chancen auf die Europa League ausrechnen.

Ausblick: Ganz Sinsheim hofft auf den ersten internationalen Auftritt der TSG in der kommenden Saison. Dafür müsste Hoffenheim aber mindestens Sechster werden, oder als Siebtplatzierter auf das DFB-Pokalfinale hoffen. Leicht wird aber auch dieser siebte Rang nicht. 1899 spielt noch gegen Gladbach, Bayern, Dortmund, Leverkusen und Frankfurt, einen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze. Dabei wird für Hoffenheim viel davon abhängen, ob Roberto Firmino möglichst bald zu seiner Form zurück findet. Der Brasilianer blieb in der Rückrunde bisher viel zu oft hinter seinen Möglichkeiten und war in neun Spielen nur an drei Treffern beteiligt. Fällt er aus, lahmt das Offensivspiel von Gisdol.

Prognose: Mehr als Platz sieben dürfte kaum drin sein. Im Vergleich mit Bremen und Frankfurt wird Hoffenheim letztendlich den Kürzeren ziehen.

Frankurt, Logo, Wappen

Eintracht Frankfurt (Platz 8, 49:52 Tore, 34 Punkte)

Aktuelle Lage: Die Diva vom Main machte ihrem Namen in den vergangenen Wochen alle Ehre. Während mit Schalke ein CL-Aspirant bezwungen und auch gegen Wolfsburg sowie Augsburg nach starken Leistungen jeweils ein Remis verbucht werden konnte, setzte es vor allem gegen vermeintliche leichte Gegner bittere Pleiten. Besonders erschreckend war dabei die Tatsache, dass die Eintracht auswärts gegen Freiburg (1:4), Mainz (1:3) und Stuttgart (1:3) jeweils in Führung ging, im Anschluss jedoch innerhalb weniger Minuten komplett auseinanderfiel. Auch in Köln (2:4) ging es nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich rapide bergab. "In unseren Köpfen passiert irgendetwas, dass wir innerhalb von zehn, zwölf Minuten nicht nur ein Gegentor bekommen, sondern zwei oder drei. Es ist auswärts einfach so deprimierend", so Marco Russ. Immerhin gab es gegen den akut abstiegsgefährdeten HSV vor heimischer Kulisse einen 2:1-Erfolg, Paderborn wurde gar mit 4:0 nach Hause geschickt - doch es hätten deutlich mehr Punkte sein müssen.

Ausblick: "Wir werden weiter daran arbeiten, um das besser hinzubekommen", sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem Einbruch gegen den VfB. Nach der Länderspielpause wird diese Aussage einer ernsten Prüfung unterzogen, denn auf die Frankfurter wartet ein überaus straffes Programm. Während es mit dem Heimspiel gegen Hannover noch eher gemächlich losgeht, folgen mit Partien gegen Bayern, Gladbach, Dortmund sowie Bremen gleich mehrere knüppelharte Duelle. Innerhalb von fünf Wochen dürfte somit bereits die Vorentscheidung bezüglich der Abschlussplatzierung fallen. Dass es am letzten Spieltag zudem mit Leverkusen gegen einen weiteren Kandidaten auf einen Champions-League-Platz geht, der möglicherweise selbst noch um jeden Punkt kämpfen muss, kommt erschwerend hinzu. Ein Erfolg gegen 96 scheint deshalb ebenso zwingend notwendig wie Siege in den Heimspielen gegen Hoffenheim und die Hertha. In Anbetracht des bisherigen Auf und Ab scheint immerhin alles möglich - auch dank der unglaublichen Torquote von Alex Meier.

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Prognose: Die zwei Gesichter der Eintracht werden letztlich über den abschließenden Tabellenplatz der Hessen entscheiden. Während das Programm wenig Hoffnung auf eine punktreiche zweite Hälfte der Rückrunde macht, ist der Mannschaft alles zuzutrauen - im positiven wie negativen Sinn. Europa scheint außer Reichweite, eine einstellige Platzierung aber nicht.

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