Samstag, 14.02.2015

Rummenigge zur TV-Vermarktung der Bundesliga

"Hätten gerne italienische Verhältnisse"

Die Premier League stellt einen neuen Rekord in der TV-Vermarktung auf und Deutschland diskutiert über mögliche Folgen für die Bundesliga. Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hält einen Vertrag wie in England für unrealistisch, ihm schwebt ein anderes Land als Vorbild vor.

Karl-Heinz Rummenigge (l.) sieht begrenztes Verbesserungspotenzial für die TV-Vermarktung
© getty
Karl-Heinz Rummenigge (l.) sieht begrenztes Verbesserungspotenzial für die TV-Vermarktung

9,5 Milliarden Euro kassiert die Premier League ab der Saison 2016/17 für drei Spielzeiten für die TV-Rechte, das sind über 3,1 Milliarden Euro pro Jahr. Die Bundesliga hinkt da mit 835 Millionen Euro per anno deutlich hinterher. Die Angst vor einer finanziell überpotenten Premier League hat den deutschen Klub-Fußball relativ schnell erreicht.

Deshalb wird schon fleißig über neue Modelle und eine mögliche weitere Zerstückelung des Spieltags in der Bundesliga diskutiert, um durch den nächsten TV-Vertrag ebenfalls mehr Geld zu kassieren.

"Jede Diskussion ist fruchtbar"

"Grundsätzlich finde ich jede Diskussion fruchtbar", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge am Samstag, wies aber gleichzeitig auf einen elementaren Unterschied zwischen der Bundesliga und der Premier League hin. "In England hat ja nicht eine zusätzliche Anstoßzeit zu mehr Geld geführt, sondern eine Konkurrenzsituation der Bieter."

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Die Rechteinhaber "BSkyB" und "British Telecommunications" haben in einem Wettstreit um die Übertragungsrechte die Preise in nicht zu erwartenden Dimensionen getrieben. In Deutschland ist "Sky" als Monopolist im Pay-TV in naher Zukunft wohl konkurrenzlos.

Englische Verhältnisse unrealistisch

"Wenn es Herrn Seifert gelingen würde, zwei, drei Interessenten für die Bundesliga zu gewinnen, könnten die Preise in Bewegung kommen", sagte Rummenigge. Die Summen von der Insel sind für ihn utopisch und unrealistisch. "Wir werden keine englischen Verhältnisse bekommen", sagte Rummenigge. "Aber italienische hätten wir schon gerne."

In Italien kassieren die Top-Klubs wie Juventus Turin bis zu 90 Millionen Euro im Jahr. Allerdings wird das Geld dort nicht so ausgewogen verteilt wie in Deutschland. Kleinere Klubs kassieren im italienischen Modell deutlich weniger als die Spitzenvereine.

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