Elf Gründe für den Erfolg des FC Augsburg

Der Zivi und die Frührentner

Mittwoch, 03.12.2014 | 16:04 Uhr
Grund zum Feiern gab es für den FC Augsburg in dieser Saison bereits einige Male
© getty
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Der FC Augsburg spielt die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte und steht nach 13 Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Halb Deutschland fragt sich: Wo kommen die denn plötzlich her? Und wie haben die das eigentlich gemacht? SPOX und Opta geben vor der Partie gegen den 1. FC Köln (Sa., 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) Aufschluss.

Augsburg rockt die Liga und lässt die vermeintlichen Big Player wie Dortmund, Stuttgart, Schalke und Gladbach hinter sich. Aber der Erfolg der Überraschungsmannschaft hat Gründe. Einige entstammen aus den Tiefen der Opta-Datenbank, einige sind sicht-, aber nicht greifbar.

1. Zivi Weinzierl: 39 Jahre ist Augsburgs Trainer Markus Weinzierl jung - und damit gerade mal zwei Jahre älter als Alexander Manninger, der Dino im FCA-Kader. Entsprechend gering war der Erfahrungsschatz des jüngsten Trainers der Bundesliga, als er die Mannschaft im Sommer 2012 von Jos Luhukay übernahm. Der Start verlief erschreckend. Nach der Hinrunde 2012/2013 standen die Fuggerstädter mit kümmerlichen neun Punkten da. Augsburg hielt trotzdem an Weinzierl fest, dieser feilte an System und Ausrichtung. Was folgte, war ein 24-Zähler-Feuerwerk in der zweiten Saisonhälfte. Besonders beeindruckend: In der kompletten Saison stand der FCA genau zweimal auf einem Nichtabstiegsplatz - am 3. und am 34. Spieltag. "Ich bin ins kalte Wasser gesprungen, geschwommen und nicht untergegangen", resümierte Weinzierl sein erstes Jahr.

2. Die Frührentner-Bande: Nur weil der Trainer ein Jungspund ist, muss die Mannschaft nichts zwangsweise ausschließlich aus 19-Jährigen bestehen. Gegen Hamburg bot Weinzierl die mit durchschnittlich 29 Jahren und 245 Tagen älteste Truppe der Vereinsgeschichte auf. Frei nach dem Motto "Was Hans schon weiß, muss Hans nicht mehr lernen", ist die Erfahrung in Augsburg aber absoluter Trumpf. Dazu gehören auch Zweikämpfe. In 54,4 Prozent der Fälle gehen die FCA-Oldies als Sieger aus diesen hervor. Das kann in der Bundesliga keine Mannschaft besser.

3. Alter schützt vor Kondition und Erfolg nicht: Wer jetzt annimmt, den älteren Herren des FCA würde folgerichtig regelmäßig die Luft ausgehen, täuscht sich. In den letzten sechs Spielen kassierte man kein einziges Gegentor nach dem Seitenwechsel. Im Gegenteil sogar. Gab man in der letzten Saison nach Führung noch satte 21 Punkte ab, sieht es 2014/2015 komplett anders aus. Sieben Mal führte Augsburg bisher, sieben Mal rasselten nach 90 Minuten drei Zähler auf das Punktekonto. Das hat nicht mal der große FC Bayern geschafft.

4. Der Halbzeit-Analyst: Dass es für den FCA in den zweiten 45 Minuten mehr als rosig läuft, ist aber ebenso Weinzierl zu verdanken. Der bereitet die Halbzeitansprache nämlich schon ab der ersten Minute vor. Folglich gibt es für seine Jungs in der Kabine nicht nur etwas zu trinken und ein frisches Trikot, sondern detailliertes Video-Material der ersten Hälfte inklusive gestochen scharfer Analysen der Schwächen des Gegners und der eigenen Stärken.

5. Der finanzstarke Strippenzieher: Wenn man vom Fortschritt des FC Augsburg spricht, darf sein Name nicht fehlen: Walther Seinsch. Er peppelte einen insolventen und lizenzbedrohten Verein wieder auf, kurbelte den Stadionbau an und akquirierte Investoren. Weil sich Seinsch aber fast nur im Hintergrund aufhält, wird dem Anteil des Unternehmers an der Erfolgsgeschichte des Vereins seit 2000 oft zu wenig Bedeutung zugesprochen. Doch Fakt ist: Bei allen wichtigen Entscheidungen hatte Seinsch die Finger im Spiel. Auf der Jahreshauptversammlung des Klubs gab der 73-Jährige jedoch überraschend seinen Rücktritt bekannt. "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für mich als jetzt, mein Amt niederzulegen", so Seinsch, der mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde.

Seite 1: Der Zivi, die Frührentner-Bande und der Halbzeit-Analyst

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