Neuer Job als Freigänger

Hoeneß soll in die Jugendabteilung

SID
Freitag, 24.10.2014 | 09:39 Uhr
Uli Hoeneß wird wohl bald wieder seinen Platz in der Allianz Arena einnehmen
© getty
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Uli Hoeneß soll als Freigänger im Frühjahr 2015 einen Job in der Jugendabteilung des FC Bayern erhalten. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf namentlich nicht genannte "Insider". Demnach werde Hoeneß dann zunächst auf eine Rückkehr auf seinen Präsidenten-Stuhl bei den Bayern verzichten. Der 62-Jährige, der seit Anfang Juni eine dreieinhalbjährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßt, könnte schon im Januar tagsüber auf freien Fuß kommen.

Die Bayern jedenfalls stellten sich auf die Rückkehr des Patriarchen spätestens für diesen Zeitpunkt ein, hieß es in der SZ. "Ein alter Weggefährte" von Hoeneß berichtete der Zeitung, der Jugendbereich wäre "genau das Richtige für Hoeneß". Die Bayern hatten zuletzt betont, ihre Bemühungen in diesem Bereich intensivieren zu wollen. Dazu steht der Bau eines neuen Jugend-Leistungszentrums (U8 bis U19) im Münchner Norden an.

Ein fester Arbeitsplatz ist Voraussetzung dafür, dass Hoeneß überhaupt Freigang bekommen kann. Er müsste dann nur noch nachts ins Gefängnis. Wegen seiner guten Sozialprognose - geordnete (familiäre) Verhältnisse, fester Arbeitsplatz, Rückfallgefahr gleich null - dürfte Hoeneß tatsächlich in Bälde Freigänger werden. Dann wolle er sich aber "nicht in das operative Geschäft einmischen", zitierte die Süddeutsche eine namentlich nicht genannte Person, die Hoeneß "gut kennt". Hoeneß strebe keine Führungsfunktion an, hieß es weiter.

Ohnehin läuft die Amtszeit von Hoeneß' Nachfolger im Präsidenten-Amt und an der Spitze des Aufsichtsrats, Karl Hopfner, noch zweieinhalb Jahre. Und Hopfner hat bereits durchblicken lassen, dass er beide Ämter zumindest für diesen Zeitraum behalten möchte. Der FC Bayern brauche aber auch die "Emotion", für die Hoeneß gesorgt habe, gab ein beiden Führungspersonen Nahestehender in der SZ zu bedenken. Eine Rückkehr von Hoeneß an die Spitze "seines" FC Bayern nach der Ära Hopfner bleibt demnach denkbar.

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