Dienstag, 05.11.2013

Kaiser fürchtet den Rivalen

Beckenbauer: BVB kann Meister werden

Franz Beckenbauer traut Borussia Dortmund zu, seinem FC Bayern den Titel wegzuschnappen. Der Kaiser findet zudem, dass Pep Guardiola besessen ist und keinen sonderlich schwierigen Job in München hat.

Franz Beckenbauer traut Jürgen Klopp den dritten Meistertitel mit dem BVB zu
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Franz Beckenbauer traut Jürgen Klopp den dritten Meistertitel mit dem BVB zu

Der FC Bayern führt mit einem Punkt Vorsprung auf Dortmund die Tabelle an, es bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Schale an. Der Ausgang ist dabei völlig offen, glaubt zumindest Beckenbauer.

"Vom Kader und vom Können her ist Dortmund auf jeden Fall in der Lage, Meister zu werden. Ich könnte mir vorstellen, dass es in dieser Saison bis zum letzten Spieltag spannend bleibt", sagte der 68-Jährige der "Bild".

Ein Plus der Borussia sei, dass Dortmund "schneller" spielt, erklärte Beckenbauer. Doch gerade unter Guardiola hätten "die Bayern dazugelernt".

"Guardiola ist ein Besessener"

"Guardiola ist ein Besessener, im positiven Sinne. Wenn er nur eine Kleinigkeit sieht, die ihm nicht gefällt, wird er fuchsteufelswild. Aber grundsätzlich gilt: Für einen Trainer ist es überall schwerer zu arbeiten als bei den Bayern. Hier hat ein Trainer die besten Voraussetzungen", so der Weltmeister-Coach von 1990.

Außerdem äußerte sich Beckenbauer zu der Frage, ob die Dominanz der Bayern und Dortmunder schädlich für die Bundesliga sei und ob deshalb die TV-Gelder anders verteilt werden müssten, wie vor einiger Zeit beispielsweise Eintracht Frankfurts Boss Heribert Bruchhagen angeregt hatte.

Kein Duell zwischen Blatter und Platini

"Die kleinen Vereine brauchen nicht zu jammern", sagte Beckenbauer: "Bayern und Dortmund haben sich diese Position mit harter, erfolgreicher Arbeit aufgebaut. Ihnen jetzt beispielsweise etwas vom TV-Geld wegzunehmen, wäre genau der falsche Weg. Das würde bedeuten, sie für ihre Erfolge zu bestrafen."

Außerdem geht er davon aus, dass sich Amtsinhaber Joseph S. Blatter und UEFA-Boss Michel Platini kein direktes Duell um das Präsidenten-Amt beim Fußball-Weltverband FIFA liefern werden. "Ich glaube nicht, dass es zu einer Kampfabstimmung zwischen Blatter und Platini kommen wird", sagte der Fußball-Kaiser: "Ich weiß nicht, ob beide schon etwas miteinander abgesprochen haben. Es ist aber anzunehmen, dass die Nachfolge sauber geregelt wird."

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