Die Trainerfrage beim FC Bayern

Jupp, Pep oder sogar Scholl?

Von Andreas Lehner
Freitag, 11.01.2013 | 15:29 Uhr
Wer wird Bayern-Trainer ab Sommer 2013: Heynckes - oder eine Alternative?
© spox
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Der FC Bayern geht mit einer ungeklärten Trainerfrage in die Rückrunde. Kein Problem sagen Trainer, Vorstand und Spieler. Erst im März soll eine Entscheidung fallen. Es bleibt also spannend, wie es beim FC Bayern in Zukunft weitergeht. SPOX nutzt die Zeit für ein paar Überlegungen.

Egal, wie sehr man sich bemüht, es ist kein Durchkommen. Egal, wen man befragt, es gibt immer dieselbe Antwort. Jupp Heynckes, Matthias Sammer und Karl-Heinz Rummenigge haben sich darauf verständigt, die Öffentlichkeit erst im März über die Besetzung des Trainerstuhls beim FC Bayern ab Juli 2013 zu informieren.

"Alle Zeitfenster, alle inhaltlichen Themen" seien besprochen, sagt Sammer. "Lassen sie uns arbeiten, warten sie ab. Es ist alles klar festgelegt."

Der nächste Schritt ist, dass "Rummenigge und der Trainer miteinander sprechen". Der Sportvorstand sprach von "vielschichtigen Überlegungen", einen Plan B mit "einer konkreten Person" gebe es aber nicht.

Für den weiteren Verlauf der Saison scheint die Trainerfrage ohnehin nicht von Bedeutung zu sein. Die Spekulationen um Heynckes würden den FC Bayern in der Rückrunde nicht daran hindern, "weltklasse zu arbeiten".

Wenn dem so ist: Ring frei für mögliche Trainerszenarien beim FC Bayern 2013.

Szenario 1: Jupp Heynckes verlängert seinen Vertrag

Bei seiner Rückkehr aus Leverkusen schien Heynckes nur eine Übergangslösung zu sein. Ein erfahrener Puffer, der den Münchnern etwas Zeit verschaffen sollte, um nach der Ära van Gaal einen neuen Trainer für die Zukunft zu suchen.

Nach anderthalb Jahren stehen die Bayern national wie international hervorragend da, auch wenn die letzte Saison unter dem Motto "Vize-Bayern" archiviert werden wird. Heynckes hat es geschafft, als Moderator den Kader bei Laune zu halten und den Spielstil leicht zu modifizieren.

Was er jedoch vermisst, ist die Anerkennung für seine Arbeit. Seit seiner "Cojones-Rede" zu Beginn der Saison wird Heynckes nicht müde, auf seine Arbeitsweise, Handschrift und Philosophie hinzuweisen. Auch das Trainingslager in Doha startete er mit einer Grundsatzrede, die er sich schon zurechtgelegt zu haben schien.

"Der FC Bayern hat in seiner Historie noch nie so einen modernen, attraktiven und zeitgemäßen Fußball gespielt. Ich bin jetzt eineinhalb Jahre hier, man sieht, dass das Früchte trägt", sagte Heynckes.

Man kann das in viele Richtungen deuten: Ist das nun Werbung in eigener Sache für einen neuen Vertrag oder doch eher die positive Deutung des eigenen Vermächtnis'. Ottmar Hitzfeld hat ihm schon geraten, seinen Vertrag zu verlängern und diese Früchte auch zu ernten.

Aber will sich Heynckes mit dann 68 Jahren diesen Job weiterhin antun, den er als "wahnsinnig intensiv und nicht immer so einfach" bezeichnet. Es ist davon auszugehen, dass die Bayern eine langfristige Lösung und damit einen langfristigen Vertrag anstreben und nicht mit einem Ein-Jahresvertrag die Entscheidungen verzögern bzw. aufschieben wollen.

Das anfangs schwierige Verhältnis mit Sammer hat sich entspannt. Heynckes spricht jetzt von einem "vertrauensvollen Miteinander". Sammer lobt Heynckes im Gegenzug als "fantastischen Trainer", der "mit seiner Persönlichkeit alle Facetten besetzt".

Nur bleibt die Frage: Wenn sich beide Seiten so sehr schätzen, warum wurde der Vertrag nicht schon längst verlängert? Für Heynckes spielt das alles keine Rolle: "An meiner Arbeitsweise wird sich nichts ändern, unabhängig, was im Sommer passiert."

Szenario 1: Jupp Heynckes verlängert seinen Vertrag

Szenario 2: Pep Guardiola übernimmt beim FC Bayern

Szenario 3: Die junge, deutsche Lösung

Szenario 4: Die interne Lösung

Szenario 5: Bundesligaerprobt und erfahren

Szenario 6: Die internationale Lösung

Szenario 7: Die Ehemaligen

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