Die Baustellen der Bundesligisten: Teil 2

Probleme auf Schalke - klare Ansagen bei 96

Von SPOX
Donnerstag, 03.01.2013 | 15:26 Uhr
Eine Frage im Januar: Wie reagiert Schalke auf den Holtby-Abgang?
© Getty
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Das Transferfenster der Winterpause ist jetzt geöffnet. Doch wo gibt es noch Baustellen? SPOX beleuchtet die personelle Situation der Bundesligisten. Nach Teil I nun Teil II - von Schalke bis Stuttgart.

FC Schalke 04

Wo besteht Bedarf?

Schalkes Defensive gehört mit 25 Gegentoren nur zum Bundesliga-Mittelmaß. Die Probleme beginnen bei den Torhütern Timo Hildebrand und Lars Unnerstall, die sich beide Patzer leisteten und nur selten Sicherheit ausstrahlten. Auch die Innenverteidiger zeigten ungewohnte Schwächen. Zu allem Überfluss wird Kyriakos Papadopoulos nach seiner Knie-Operation länger als erwartet ausfallen, "er steht zum Rückrunden-Start nicht zur Verfügung" (Manager Horst Heldt). Im Mittelfeld sollte sich Königsblau zudem nach Alternativen zu Lewis Holtby umsehen, der nach der Verkündung seines Abschieds zum Saisonende womöglich schon in der Winterpause wechseln könnte.

Wer ist im Gespräch?

Fabian Giefer galt lange als Wunschkandidat fürs Schalker Tor, er will jedoch nach eigener Aussage auch in der kommenden Saison für die Fortuna auflaufen. Für den Fall eines vorzeitigen Holtby-Abgangs soll Königsblau außerdem laut "Gazzetta dello Sport" an Inter Mailands Offensiv-Wirbelwind Ricardo Alvarez interessiert sein. Aufgrund dessen langer Vertragslaufzeit (bis 2016) wäre jedoch nur eine Ausleihe denkbar. Dazu brachte "Sky Sports" Marseille-Stürmer Loic Remy bei S04 ins Gespräch, doch nach Huntelaars Verlängerung erscheinen Neuverpflichtungen im Sturm unrealistisch.

Wer soll/darf gehen?

Bei einem attraktiven Angebot für Holtby könnte Schalke den 22-Jährigen trotz anderslautender Bekenntnisse auch schon im Winter ziehen lassen, zumal seine Beliebtheit bei den Schalker Fans durch die Abschieds-Verkündung wohl gelitten hat. Allerdings ist für Holtby laut Heldt noch kein Angebot eingegangen. Auch Christoph Metzelder und Christoph Moritz werden ihre Verträge nicht verlängern und könnten sich womöglich jetzt schon eine neue Herausforderung suchen. Falls der Kirchhoff-Deal doch noch klappen sollte, gilt Moritz als mögliches Tauschobjekt.

 

Borussia Mönchengladbach

Wo besteht Bedarf?

Über 31 Millionen Euro kostete der Umbruch im Sommer. Allerdings konnten die (teuren) Neuzugänge Luuk de Jong und Granit Xhaka nicht überzeugen, im Gegensatz zu Innenverteidiger Alvaro Dominguez. Im Spätherbst kam die Borussia wieder auf Touren, zog in der Europa League in die K.o.-Phase ein und beendete die Hinrunde auf Tabellenplatz acht. Ein schneller, zentraler Mittelfeldmann wäre bei vernünftigem Preis interessant. Mit Reus ging nämlich Tempo im Umschaltspiel verloren.

Wer ist im Gespräch?

Rohdiamanten sucht Gladbach bekanntlich immer. Philipp Hosiner wäre ein solcher. Der 23-Jährige bombt derzeit für die Wiener Austria (21 Tore in 20 Spielen) unaufhaltsam. Er zählt zu den heißesten Aktien Österreichs. Das Anforderungsprofil würde auch Andrej Kramaric (21) von Lokomotiva Zagreb erfüllen. Der Kroate hält bei elf Treffern.

Wer soll/darf gehen?

Zwar wäre der RSC Anderlecht nicht abgeneigt, Igor de Camargo in die Heimat zurück zu holen, allerdings scheint ein Abgang des 29-Jährigen unwahrscheinlich.

Hamburger SV

Wo besteht Bedarf?

Vor der spätsommerlichen Shopping-Tour hätte man auf diese Frage bestimmt geantwortet: Mit Ausnahme der Torhüterposition überall! Inzwischen muss man schon etwas genauer hinschauen, um Defizite beim HSV zu finden, zumal die Sommer-Neuzugänge Petr Jiracek und Paul Scharner noch gar nicht zum Zug gekommen sind. Ohnehin ist der HSV ja gar nicht auf der Suche nach neuen Spielern, sondern händeringend darum bemüht, den zu teuren Kader zu verschlanken. Angesichts von jämmerlichen 18 Treffern in der Vorrunde herrscht sicher Not im Sturm, vor allem wenn Thorsten Fink weiter mit zwei Spitzen spielen will. Der Trainer rechnet zwar vor, dass man mit Artjoms Rudnevs, Heung-Min Son, Maxi Beister und Marcus Berg vier Angreifer habe, doch Berg ist wohl für die Tribüne vorgesehen, und Son und Beister sind keine klassischen Stürmer. Eine Problemzone ist auch der Posten des Linksverteidigers. Marcell Jansen hat dort in der Vorrunde ordentlich gespielt, doch seine Stärken eigentlich weiter vorn. Dennis Aogo macht im linken Mittelfeld auch einen deutlich besseren Eindruck als hinten. Und Zhi Gin Lam ist bei all seinem Talent keine Alternative.

Wer ist im Gespräch?

Eigentlich niemand, denn der HSV will ja sparen. Kurz keimte mal das Thema Stürmer auf, doch ohne einträgliche Verkäufe im Januar braucht man sich darüber gar nicht weiter den Kopf zu zerbrechen. Sollte Berg gehen, für den sich IFK Göteborg und der FC Basel interessieren sollen, sähe die Situation schon wieder anders aus. Vermutlich würde Fink aber dann Rafael van der Vaart zum Angriff zählen und das Quartett wäre wieder vollständig. Außerdem will Berg seinen tollen Vertrag (1,5 Mio.) bis zum Sommer aussitzen. Anfang Januar brachte "Sky Sports" dann plötzlich Samuel Inkoom ins Gespräch. Fink hält angeblich große Stücke auf seinen Schützling aus Basler Zeiten, doch neben Hamburg sollen auch Chelsea und Liverpool interessiert sein.

Wer soll/darf gehen?

Fakt ist, dass der HSV sparen muss. 6,6 Millionen Euro lag man in der vergangenen Saison im Minus. Der Plan: 6,4 Millionen sollen in diesem Winter eingespart bzw. eingenommen werden. Dafür soll der zu üppige Kader reduziert werden. Die Streichliste ist lang: Jaroslav Drobny, Slobodan Rajkovic, Robert Tesche, Gojko Kacar, Jacopo Sala, Ivo Ilicevic und natürlich Berg stehen da drauf. Tesche und Kacar durften nicht mit ins Trainingslager nach Abu Dhabi reisen. Ob man Jeffrey Bruma, der angeblich vom niederländischen Erstligisten Arnheim umworben wird, allzu große Steine in den Weg legen würde, darf bezweifelt werden, hinge aber auch von möglichen anderen Abgängen ab.

 

Werder Bremen

Wo besteht Bedarf?

Die Mannschaft steht, auf dem Papier sind alle Positionen doppelt besetzt und derzeit keine Langzeitverletzten zu beklagen. Ein Problem der Hinrunde war die mangelhafte Chancenverwertung. Nils Petersens Quote (sieben Tore) war in Ordnung, dahinter kam von den restlichen Angreifern aber kaum noch etwas. Joseph Akpala und Niclas Füllkrug (je ein Tor) blieben unter den Erwartungen. Die meiste Torgefahr geht vom Mittelfeld aus, wo Marko Arnautovic (fünf), Kevin De Bruyne (vier) und Zlatko Junuzovic (zwei) im Gegensatz zum noch torlosen Eljero Elia im Abschluss sehr gut funktionieren. Wenn überhaupt, dann wären ein paar Gedanken über einen zusätzlichen, reinen Angreifer nachvollziehbar. Da aber das nötige Geld fehlt, dürfte sich Werder nach der Verpflichtung von Innenverteidiger Mateo Pavlovic in der Winterpause dezent zurückhalten.

Wer ist im Gespräch?

Eigentlich kein Zugang mehr - dafür ranken sich Gerüchte um die Zukunft von Marko Arnautovic und vor allen Dingen Kevin de Bruyne. Im Winter wird sich da aber auch nichts tun. Der neue Geschäftsführer Sport Thomas Eichin wird sich erst nach und nach einarbeiten müssen, offiziell gilt sein Arbeitspapier vom 1. März an.

Wer soll/darf gehen?

Francois Affolter hat sich in den letzten zwölf Monaten in Bremen nie durchsetzen können. Der Schweizer hatte mit Verletzungen zu kämpfen und verpasste den Saisonauftakt wegen Olympia - zwei entscheidende Nachteile, die Affolter nie mehr aufholen konnte. Spielte in den ersten 17 Spielen keine Minute. Dabei spielte Affolter nach seinem Wechsel im Januar 2012 in der Rückrunde noch 13 Mal von Beginn an. Affolter wird nach den zwölf Monate Leihe wieder zu den Young Boys Bern zurückkehren. Mehmet Ekici sitzt in dieser Saison nach überstandener Verletzung fast nur noch auf der Bank. Im Mittelfeld ist in Schaafs Aufteilung derzeit kein Platz für den Türken. Lediglich 25 Minuten Spielzeit sind für einen ambitionierten Spieler wie Ekici ein Hohn. Und trotzdem will Werder den 22-Jährigen nicht abgeben. "Dass wir mehr erwarten, ist bekannt. Wir haben aber kein Interesse, Memo in irgendeiner Art und Weise herzugeben", sagte Thomas Schaaf vor ein paar Wochen.

Hannover 96

Wo besteht Bedarf?

Mit Felipe, Leon Andreasen und Lars Stindl sind drei wichtige Spieler schwerer verletzt. Besonders Andreasen und Stindl hinterlassen eine Lücke. Da Konstantin Rausch links in der Viererkette gebraucht wird, fehlt es im Mittelfeld. Die Mannschaft konnte die Dreifachbelastung zum Ende der Hinrunde nicht mehr wie gewünscht kompensieren. Didier Ya Konan weilt zwar mit der Elfenbeinküste beim Afrika Cup und könnte im schlechtesten Fall sechs Wochen fehlen. 96 will deshalb aber keinen neuen Angreifer verpflichten.

Wer ist im Gespräch?

Am Donnerstag gab 96 die Verpflichtung des vielseitigen Defensivspielers Andre Hoffmann vom MSV Duisburg bekannt. Der Transfer von Goijko Kacar vom HSV an die Leine steht zudem kurz bevor. Offenbar sind sich 96 und der HSV schon einig, im Raum steht eine Ablösesumme von rund 500.000 Euro. Auch mit Arsenals Dauerreservist Johan Djourou ist wohl alles klar. Der Nationalverteidiger der Schweiz soll zunächst für ein halbes Jahr ausgeliehen werden. Doch damit nicht genug: Der Österreicher Christoph Leitgeb von Red Bull Salzburg wurde bereits mehrfach beobachtet. Jens Hegeler von Bayer Leverkusen ist Mirko Slomkas Wunschspieler, bekommt aber von Bayer definitiv keine Freigabe.

Wer soll/darf gehen?

Henning Hauger wechselt zum schwedischen Erstligisten Elfsborg Boras. Ansonsten ist 96 im Moment nicht gewillt, noch weitere Spieler abzugeben.

 

VfB Stuttgart

Wo besteht Bedarf?

Ein Dauerthema bleibt das Vakuum hinter Vedad Ibisevic im Angriff. Der VfB geht da seit Monaten volles Risiko: Sollte Ibisevic länger ausfallen, haben die Schwaben ein veritables Problem. Zumal sich die Rückkehr von Cacau bis mindestens Mitte März hinziehen wird. Der Verkauf von Maza reißt eine Lücke in der Innenverteidigung.

Wer ist im Gespräch?

Der VfB will etwas nachrüsten - allerdings nur im Rahmen seiner doch sehr begrenzten Möglichkeiten. "Wir suchen zur Rückrunde einen neuen Stürmer", sagt Manager Fredi Bobic. Im Rennen um den stark umworbenen Arkadiusz Milik hat der VfB gegenüber Bayer Leverkusen den Kürzeren gezogen. Ein Kandidat könnte jetzt Ishak Belfodil vom FC Parma sein. "Ein interessanter Spieler", wie Bobic sagt. Allerdings dürfte Parma dem gewünschten Leihgeschäft kaum zustimmen. Und für einen Fixkauf fehlt dem VfB das nötige Geld. Auf der Innenverteidigerposition wird nicht mehr nachgebessert. Mit Antonio Rüdiger und Benedikt Röcker aus der zweiten Mannschaft stehen zwei Alternativen parat. Und falls alle Stricke reißen, auch noch Milos Degenek aus der U 19.

Wer soll/darf gehen?

Angesichts der dünnen Personaldecke kann sich der VfB nach Maza keinen Abgang mehr erlauben, schließlich ist man noch in allen drei Wettbewerben vertreten und schon in der Hinrunde immer wieder bis ans Limit gegangen.

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