Reus-Verlust als Herausforderung

Gladbach auf "Plan B" vorbereitet

SID
Donnerstag, 12.01.2012 | 12:33 Uhr
Max Eberl lässt sich vom Abgang von Marco Reus nicht aus der Ruhe bringen
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit S04-RBL, BVB & HSV
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

"Hau ab!", ruft Max Eberl laut durch die Lobby des Hotels Gloria Serenity, dabei lacht er laut. Adressat Marco Reus grinst verschmitzt und läuft davon, gejagt von Dante und Juan Arango, die ihn nach wenigen Metern eingeholt haben und nun durchs Hotel tragen. Das Lachen und die Unbefangenheit sind zurück bei Borussia Mönchengladbach, so scheint es zumindest.

Die Bilder des ewig fröhlich wirkenden und zu Streichen aufgelegten Reus sind für alle wieder etwas Vertrautes, nachdem in den ersten Tagen des Trainingslagers im türkischen Belek die Stimmung beim Tabellenvierten sichtbar gedrückt war.

Einen Tag vor der Anreise hatte der 22 Jahre alte Topscorer und Publikumsliebling erklärt, den Verein im Sommer zu verlassen. Ein Schock, der die Borussia ins Mark traf. "Kein Verein verliert gerne wichtige Spieler. Aber es ist für Borussia Mönchengladbach auch eine Chance, den nächsten Schritt zu gehen", sagte Eberl im Interview der Nachrichtenagentur "dapd".

Turbulente Tage im Trainingslager

Hinter ihm und dem Verein liegen turbulente Tage, der Gegenwind war nicht nur auf dem Trainingsplatz aufgrund des Wetters zu spüren. Hinzu kam die Nachricht vom ablösefreien Wechsel Roman Neustädters zu Schalke 04 im Sommer.

Die Schlagzeilen, wonach die Gladbacher Erfolgsmannschaft nun auseinanderfalle, schlug dem 38-Jährigen Eberl allerdings aufs Gemüt: "Drei Tage vorher waren wir die Mannschaft des Jahres, in sämtlichen Ranglisten standen unsere Spieler weit oben. Und auf einmal soll das totale Chaos herrschen?"

Lucien Favre soll vorzeitig verlängern

Wohl kaum, aber die Abgänge könnten durchaus eine negative Sogwirkung haben. So lässt Abwehrchef Dante seine Zukunft bei der Borussia offen. "Mein Berater regelt, ob ich bleibe oder nicht. Ich weiß nur, dass mein Vertrag in Gladbach bis 2014 läuft und konzentriere mich auf meinen Job", sagte der Brasilianer dem Fachmagazin "Kicker". Auch die Vertragsgespräche mit Juan Arango sind ins Stocken geraten.

Eine Entwicklung, die womöglich auch Erfolgscoach Lucien Favre nachdenklich macht. Schließlich hatte er in Berlin hautnah miterlebt, was passieren kann, wenn wichtige Eckpfeiler wegbrechen. Favre hatte direkt am ersten Tag in Belek auf die Gerüchte nur nebulös und wenig klar geantwortet. Eberl lässt dies kalt. "Ich bin da gelassen, weil ich weiß, wie die Gespräche gelaufen sind, die wir geführt haben", erklärt der ehemalige Profi mit ruhiger Stimme. Und so wollen sie in Mönchengladbach ein Signal setzen und vorzeitig mit dem Schweizer verlängern.

Eberl ist sichtlich darum bemüht, erst gar keine negative Stimmung aufkommen zu lassen. Es gehe ihm um "Fakten", um "Realitäten", wie er sehr oft betont, auch jetzt: "Wir haben 33 Punkte, stehen auf dem vierten Tabellenplatz, im DFB-Pokalviertelfinale, wir haben noch alle Spieler an Bord, und im Sommer stehen uns mindestens 17,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind Fakten, bei denen ich mich schwertue, von einem Chaos zu sprechen."

Gute Transferbilanz

So schön der Status quo mit Platz vier auch ist: Eberl weiß, dass dies kein Grund zum Ausruhen ist. Gladbach wäre nicht der erste Verein, der nach einem Intermezzo im oberen Stockwerk der Liga schnell wieder im Fahrstuhl nach unten steht.

Hoffnung macht in Gladbach aber das meist glückliche Händchen des Sportdirektors bei Transfers. Bis auf Kapitän Filip Daems ist die gesamte Stammelf in Mönchengladbach unter Eberls Regie verpflichtet oder aus der eigenen Jugend befördert worden. "Niemand muss sich Sorgen machen. Wir wissen sehr genau, was zu tun ist und sind jetzt schon unterwegs, um zu sehen, wer uns dann ab Sommer helfen kann." Das Scouting sei schon länger auf den "Plan B" vorbereitet gewesen, sagt Eberl. Auch wenn "Plan B" im ersten Moment sehr wehtat.

Der Kader von Borussia Mönchengladbach auf einen Blick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung