Vor Müller, Raul und Robben

Studie: Götze ist Deutschlands Lieblingsspieler

SID
Montag, 26.12.2011 | 12:16 Uhr
Steht bei den Fans hoch im Kurs: Dortmunds Jungstar Mario Götze
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta

Im Auftrag der DFL haben Wissenschaftler die Fanliebe unter die Lupe genommen. Mit großem Abstand wird Mario Götze als Lieblingsspieler bezeichnet. Der junge Dortmunder ist innerhalb kurzer Zeit auf der Beliebtheitsskala ganz nach vorne gerückt und nimmt Platz eins (17,4 Prozent der Befragten nannten ihn) ein.

Damit liegt er vor Thomas Müller (8,0) , Raul (6,5), Arjen Robben (6,0) und Bastian Schweinsteiger (5,7). Lukas Podolski strahlt laut der Studie die größte Integrationskraft von allen Bundesligaspielern aus. Die Intensität der Verbindung, die der 26-Jährige mit dem 1. FC Köln hat, besitzt kein anderer Fußball-Profi mit seinem Verein. Ivica Olic vom FC Bayern München gilt bei den Fußball-Fans und den Fußball-Interessierten in Deutschland als der Spieler mit der größten Einsatzfreude.

"Die Strahlkraft der Stars, die nicht nur auf die Herzblutfans ausgeübt wird, ist erstaunlich. Auch die Mainstream-Fans und Fußball-Interessierten können sich ihr nicht entziehen", sagt Prof. Sascha Schmidt, Leiter der Studie, die am "Institute for Sports, Business and Society" der EBS Universität in Wiesbaden durchgeführt wurde.

"Fußballspieler nehmen eine gesellschaftlich bedeutende Rolle als Vorbilder ein. Die Bundesliga-Stars besitzen einen großen Einfluss auf alle Altersklassen. Für Kinder und Jugendliche sind sie als Vorbilder teilweise sogar wichtiger als die eigene Familie", so Schmidt.

Sportler als Superstars

Die Studie besitzt hohe Aussagekraft, da für sie deutschlandweit 2.000 Personen zusammen mit TNS Infratest befragt wurden. Parallel nahmen an einer Online-Umfrage 3.000 Fußball-Interessierte teil, abgerundet wurde das wissenschaftliche Projekt durch Interviews mit Nationalspielern.

Auffällig ist ein Phänomen, das die meisten Menschen in Deutschland Superstars in der Musikbranche ansiedeln (81,5 Prozent), knapp gefolgt von Sport sowie Film und Fernsehen (je 75,4). Doch etwa die Hälfte der Befragten nennt als erstes keinen Künstler, sondern einen Sportler, der meistens ein Fußballer ist. Franz Beckenbauer gehört für die meisten Deutschen zu den internationalen Superstars. Mit ihm bilden Michael Jackson, Madonna, Dieter Bohlen und Dirk Nowitzki die "Top Five".

Auf die Frage, wer ein Superstar ist, werden aus dem Fußball - in dieser Reihenfolge - Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, Michael Ballack, Schweinsteiger, David Beckham, Pelè, Mario Gomez, Oliver Kahn und Podolski genannt. Aus der Bundesliga gehören nach den ersten fünf Plätzen von Götze bis Schweinsteiger zudem Lahm, Manuel Neuer, Mario Gomez, Mats Hummels und Podolski zu den "Top Ten".

Am wichtigsten: "Der Einsatz auf dem Platz"

Die Datenanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass Fußballstars in allen Gruppen grundsätzlich eine Vorbildfunktion zugestanden wird. Sie wirkt über den Fußball hinaus. Über die Hälfte der Fans unter 18 Jahren lassen sich von den Stars animieren, in allen Lebensbereichen ihr Bestes zu geben. Die Gründe für die Auswahl eines Lieblingsspielers sind vielfältig. Von den 21 abgefragten Attributen ist aber eines das absolut wichtigste: "Der Einsatz auf dem Platz".

Diese Eigenschaft bildet die Grundlage, um im Fußball als Star wahrgenommen zu werden. Die nachgeordneten Kriterien, warum Spieler als herausragend akzeptiert werden, sind überraschend unterschiedlich. Während bei Robben die spektakuläre Spielweise genannt wird, wird Thomas Müller wegen seiner Bodenständigkeit und lockeren Art geschätzt.

Bei Raul ist es die charismatische Ausstrahlung und das vorbildliche Verhalten wie auch bei Cacau, dem zudem das soziale Engagement hoch angerechnet wird. "Überraschend ist wirklich das Ergebnis, dass Fußballstars auch auf die breite Masse Einfluss ausüben", sagt Prof. Schmidt: "Sie erfüllen offenbar das Verlangen nach Helden in unserer Gesellschaft."

Die Bundesliga-Tabelle

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung