Wer kann gehen, wer soll bleiben?

Von SPOX
Mladen Petric (links oben ) ist einer der prominentesten Spieler, deren Verträge auslaufen
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Hamburger SV

Mladen Petric (30, im Verein seit 2008)

Situation: Ist seit Jahren der beste Angreifer der Hamburger und der Spieler mit dem aktuell höchsten Marktwert. Der HSV kann es sich sportlich kaum leisten, den Kroaten im Winter abzugeben. Ihn im Sommer ablösefrei gehen zu lassen, wäre indes wirtschaftlich ziemlich schmerzhaft. Im Sommer lehnte Petric eine Vertragsverlängerung noch ab. Mittlerweile hat sich seine Verhandlungssituation zwar etwas verschlechtert: Petric fehlte - nicht zum ersten Mal - längere Zeit verletzt, stand unter Thorsten Fink nur zweimal in der Startelf. Aber der 30-Jährige weiß um seine Qualität. Sportchef Frank Arnesen ebenso.

Zukunft: Konkrete Gespräche sind erst für das Frühjahr angekündigt. Für Petric geht es dann wohl um seinen letzten großen Vertrag. Entsprechend "genau" will er analysieren, "wo es für den HSV und auch für mich hingeht." Grundsätzlich aber seien die Voraussetzungen für eine Verlängerung gegeben: Ruhe im Verein, Spaß am offensiven Fußball und ein sportlicher Aufwärtstrend. Auch der eigene Spielstil des Angreifers, der sich nicht beliebig in jedes Spielsystem übertragen lässt, passt gut ins neue 4-4-2 unter Fink.

David Jarolim (32, im Verein seit 2003)

Situation: Das Spielchen wiederholte sich beim HSV fast in jedem Sommer: Ein neuer Trainer kam, Jarolim hatte schlechte Karten, Jarolim kämpfte sich ins Team, Jarolim war Stammspieler. Mit dieser Tradition allerdings brach nun Thorsten Fink - unter ihm hat Jarolim tatsächlich keine Chance mehr auf einen Platz im Mittelfeld. Die Verhältnisse wurden auch längst offen und fair geklärt. Der Tscheche darf im Winter ablösefrei gehen.

Zukunft: Eine Vertragsverlängerung ist ausgeschlossen, Jarolim darf und möchte im Winter weg. 1860 München ist interessiert, angeblich auch Fortuna Düsseldorf und sein Ex-Klub Nürnberg.

Romeo Castelen (28, im Verein seit 2007)

Situation: Mal wieder hatte sich Castelen nach einer langen Verletzungspause zurückgekämpft, sammelte in der U 23 Spielpraxis und kam immer besser in Form. Doch Mal wieder folgte prompt der Rückschlag: Muskelfaserriss, mehrere Wochen Pause. Das Talent des Niederländers ist unbestritten, allerdings steht seine tragische Bilanz auch im fünften Jahr beim HSV bei nur 17 Spielen.

Zukunft: Im Sommer stellte Sportchef Frank Arnesen dem Pechvogel noch eine Vertragsverlängerung in Aussicht, leistungsbezogen für ein Jahr. Die Hinrunde allerdings verlief verletzungsbedingt erneut enttäuschend, vor allem natürlich für den Niederländer selbst: 24 Minuten in zwei Spielen. Ob Fink mit ihm plant - und ob der HSV überhaupt mit ihm planen kann -, ist fraglich. Beide Seiten haben in Vertragsfragen allerdings keinen Druck und können die zweite Halbserie abwarten.

Jeffrey Bruma (20, im Verein seit 2011)

Situation: Kam im Sommer auf Leihbasis vom FC Chelsea. Erwischte einen ganz schlechten Start. Seit dem 7. Spieltag allerdings Stammspieler und mit teilweise richtig starken Leistungen. In der Innenverteidigung gesetzt und schon mit zwei Toren.

Zukunft: Chelsea kann bis Ende Mai die Option ziehen und ihn nach London zurückholen. Andernfalls bleibt der Niederländer ein weiteres Jahr in Hamburg. Und keine Frage: Der HSV würde sich darüber freuen.

Teil 1: SC Freiburg

Teil 2: FC Augsburg

Teil 3: 1. FC Kaiserslautern

Teil 4: 1. FC Nürnberg

Teil 5: FSV Mainz 05

Die restlichen Klubs folgen in den nächsten Tagen