Jörgensen: Dänisches Talent für Leverkusen

Von SPOX
Dienstag, 15.02.2011 | 12:36 Uhr
Mathias Zanka Jörgensen: Das dänische Toptalent ist sich angeblich mit Bayer Leverkusen einig
© Imago
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Bayer Leverkusen hat sich mit Mathias "Zanka" Jörgensen angeblich eines der größten dänischen Talente gesichert. Milans Alex Merkel will für Deutschland spielen. Sebastian Kehl steht vor seinem ersten Pflichtspiel und Steve McClaren kennt seinen derzeitigen Marktwert.

Neuer Defensivmann für Bayer? Leverkusen hat sich offenbar den nächsten Rohdiamanten gesichert. Nach "Express"-Informationen wird Bayer zur kommenden Saison den 20-jährigen Innenverteidiger Mathias "Zanka" Jörgensen verpflichten. Sportchef Rudi Völler hat den 1,96-Meter-Hünen vom FC Kopenhagen während des Testländerspiels der Dänen gegen England am vergangenen Mittwoch beobachtet. Der Transfer soll für rund vier Millionen Euro aber bereits in trockenen Tüchern sein. Der spielstarke Jörgensen (Mutter Dänin, Vater Gambier) gilt schon seit Längerem als eines der Toptalente in Dänemark, diverse europäische Vereine sind angeblich interessiert. Aus der Bundesliga waren wohl vor allem Werder Bremen, der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg an Jörgensen dran.

Merkel für Deutschland: Er ist erst 18 - und nutzt zurzeit seine große Chance beim AC Milan. Alex Merkel stand zuletzt, auch aufgrund etlicher Verletzungssorgen im Mailänder Mittelfeld, regelmäßig in der Startelf des italienischen Tabellenführers - und erntete dafür Lob von allen Seiten. Vor allem Trainer Massimiliano Allegri schwärmt von der rasanten Entwicklung des Mittelfeldspielers, der mit 16 von Stuttgart zu Milan wechselte. Eine Entwicklung, die auch DFB-Manager Oliver Bierhoff nicht verborgen geblieben ist: "Wir verfolgen seine Entwicklung mit großem Interesse und freuen uns darüber."

Allerdings: Merkel, der in Kasachstan geboren und in Stuttgart aufgewachsen ist, könnte theoretisch auch für die kasachische und die russische Nationalmannschaft spielen. Nachdem er aber von der U 15 bis zur U 19 alle DFB-Nachwuchsabteilungen durchlaufen hat, träumt er offenbar auch von einer Karriere im deutschen A-Nationalteam. Gegenüber dem "Express" jedenfalls bestätigte sein Berater Arthur Beck (Vater von Hoffenheims Andreas Beck): "Für Kasachstan wird Alexander nicht spielen, für Russland auch nicht. Er wird sich für Deutschland entscheiden."

Kehl ist zurück: Zwei Tage nach seinem 31. Geburtstag wird Sebastian Kehl am Dienstag nach fünfmonatiger Leidenszeit wieder ein Pflichtspiel bestreiten. Fürs erste zwar nur für die U 23 von Borussia Dortmund im Regionalliga-Spiel gegen Mönchengladbach II. Doch Kehl ist dankbar für jede Möglichkeit, nach seinem Sehnenriss am linken Hüftbeuger wieder Spielpraxis zu sammeln: "Ich freue mich sehr auf dieses Spiel. Die Belastung jetzt wird wieder eine neue Erfahrung. Es geht nun darum, das Timing, das Gefühl für den Ball und die Zweikämpfe wieder zu gewinnen".

Und völlig fremd wird sich Dortmunds Kapitän auch in der U 23 nicht fühlen. Mit Dede und dem australischen Ersatztorhüter Mitchell Langerak werden wohl zwei weitere Spieler aus dem Profikader das Team von Amateur-Trainer Theo Schneider verstärken.

McClaren schließt nichts aus: Steve McClaren muss wieder bei Null anfangen. Nach seinem am Ende ziemlich demütigenden Scheitern mit der englischen Nationalelf galt der einst so hoffnungsvolle Trainer in seiner Heimat bereits als verbrannt. Erst nach seinem hoch gelobten Engagement beim FC Twente in den Niederlanden und dem darauf folgenden Wechsel in die Bundesliga schien die heimische Presse den ehemaligen "Trottel mit dem Regenschirm" wieder zu rehabilitieren - bis er sieben Monate später wieder leicht ratlos wirkte und beim VfL Wolfsburg entlassen wurde.

Dass es für ihn nun nicht einfach werden wird, in England wieder einen großen Job an Land zu ziehen, weiß auch McClaren selbst: "Es gibt immer wieder Trainer, die nur in der Premier League arbeiten wollen. Aber gerade was die zweite englische Liga angeht, sollte man nichts ausschließen. Auch dort gibt es viele spannende Herausforderungen", bewarb sich der 49-Jährige am Montag vorsorglich auch bei kleineren Klubs. Und auch für weitere Aufgaben im Ausland stünde McClaren grundsätzlich zur Verfügung: "Nach meinen Erfahrungen in Holland und Deutschland halte ich die Premier League immer noch für die beste Liga der Welt. Aber auch im Ausland gibt es für mich noch reizvolle Aufgaben."

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