Hannover: Der Kampf um die Nummer eins

Von SPOX
Mittwoch, 19.01.2011 | 18:36 Uhr
Florian Fromlowitz ging durch die Kaiserslauterer Torhüterschule von Gerry Ehrmann
© Getty
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Sandro Wagner muss sich in Bremen heftige Kritik gefallen lassen. Stuttgart freut sich schon auf seinen Sushi-Bomber und Schalke hofft auf einen Problemlöser von der Bank. In Hannover tobt der Kampf um das Tor.

VfB Stuttgart: Im fernen Katar macht ein Spieler derzeit auf sich aufmerksam, der offiziell noch gar nicht beim VfB auf der Gehaltsliste steht: Shinji Okazaki. Gegen - allerdings auch zweitklassige Saudi-Arabier - erzielte Okazaki beim 5:0-Sieg Japans drei Tore und zeigte schon mal seine Vorzüge: Seine wuselige Spielweise, seine Wendigkeit und sogar eine enorme Torgefahr. Spätestens am 29. Januar wird der 24-Jährige in Stuttgart erwartet, dann muss er noch durch den Medizincheck, bevor er seine Unterschrift unter den Vertrag setzen wird. Mit dem ablösefreien Japaner stockt der VfB sein Kontingent an reinen Stürmern allerdings auf sechs auf - eigentlich zu viel. Zuletzt wurden Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Ciprian Marica in die Türkei laut, Galatasaray soll Interesse am Rumänen haben. Zudem wusste Sven Schipplock in den Testspielen im Trainingslager durchaus zu überzeugen. Im Sturm hat der VfB also am wenigsten Probleme.

FC Schalke 04: "Ich bleibe dabei: Alles in allem läuft das bisher gut", sagte Felix Magath am Mittwoch in einem Interview mit dem "Stern". Gemeint war damit der sportliche Werdegang auf dem Weg zum großen Ziel Meisterschaft in spätestens zweieinhalb Jahren. Allerdings dürfte auch Magath der sportliche Rückschlag gegen den HSV nicht entgangen sein. Die Mannschaft funktioniert offenbar immer noch zu sehr im Modus der vergangenen Saison und legt ihre Schwachstellen nicht ab. Vor allem auf der linken Seite wird immer noch sehr viel improvisiert. Schmitz ist kein echter Verteidiger, spielt aber fast jedes Spiel in der Viererkette. Davor balgen sich Jurado, Edu und neuerdings auch Draxler um den Platz im linken Mittelfeld. Wobei keiner von den dreien ein echter Flügelspieler ist. Vielleicht löst die Rückkehr von Christian Pander zumindest eins der Probleme. Der Ex-Nationalspieler ist für die Verteidigerposition eigentlich prädestiniert.

Werder Bremen: Für Sandro Wagner wird es langsam eng bei Werder Bremen. Beim Training am Dienstagmorgen faltete Trainer Thomas Schaaf den Stürmer vor versammelter Mannschaft und Kiebitzen zusammen. Wagner hatte sich offenbar nicht an die Vorgaben des Trainers gehalten. Co-Trainer Wolfgang Rolff fand danach drastische Worte: "Wenn ich sehe, ich komme nicht weiter, es reicht nicht für den Kader und ich bin nicht zufrieden, dann gibt es für mich nur zwei Dinge: Gas geben oder den Verein wechseln. Dann muss ich mir Gedanken machen. Bis zum 31. Januar ist das Transferfenster ja noch geöffnet." Offenbar ein letzter Warnschuss an die Adresse Wagners, der bisher noch ohne jedes Tor für Werder ist. Von einem Verkauf noch in der Winterpause nahm Geschäftsführer Klaus Allofs bis jetzt immer Abstand.

Borussia Dortmund: Barrios, Lewandowski, Zidan - das sind drei ordentliche Sturmoptionen für den Tabellenführer. Nicht verwunderlich also, dass der BVB Damien Le Tallec ausleihen würde. Der junge Franzose pendelt in seiner Zeit in Westfalen zwischen der Ersatzbank bei den Profis und der Stammmannschaft der Amateure. Mit Fortuna Düsseldorf tat sich auch direkt ein ernsthafter Interessent auf. Sportdirektor Zorc bestätigte kürzlich, dass Verhandlungen mit dem Zweitligisten laufen. Allerdings wird aufgrund eines weiteren Nachwuchsstürmers nun wohl nichts aus dem geplanten Leihgeschäft. Daniel Ginczek erlitt einen Innenbandteilriss im rechten Knie und muss nach einer OP rund drei Wochen pausieren. Da die Dortmunder Reserve den Aufstieg in Liga 3 anstrebt und Stürmer Christopher Kullmann die Kiste nicht trifft, braucht Trainer Theo Schneider unbedingt Le Tallec. Düsseldorf wird also wohl in die Röhre gucken und Le Tallec seiner Aufgabe als Pendler weiterhin nachgehen müssen.

Hannover 96: Beim Tabellenzweiten soll Ron-Robert Zieler bis auf Weiteres die Nummer eins sein. Strafraumbeherrschung und fußballerische Stärken (Stichwort: modernes Torwartspiel) sprechen eben so für ihn wie seine ruhige Art. Kontrahent Florian Fromlowitz war doch eher der theatralische Typ. Klar ist allerdings nicht, wie Fromlowitz auf die Degradierung reagiert: Sein Vertrag läuft am Saisonende aus, die Gespräche liefen schon, haben jetzt aber eine unerwartete Wendung bekommen. Insofern ist nicht ganz auszuschließen, dass der Torhüter sogar noch im Winter weg will. Was für Hannover plötzlich zu Problemen führen könnte, weil die jetzige Nummer drei Markus Miller nach wie vor verletzt ist. Martin Kind über Fromlowitz' Zukunft: "Da gibt es Gesprächsbedarf mit Manager Jörg Schmadtke." Allerdings besteht (noch) kein großer Grund zur Panik: Fromlowitz hat bereits durchklingen lassen, dass er den Kampf annehmen will.

Bayer Leverkusen: Für Patrick Helmes hatte Jupp Heynckes extra sein System gegen Dortmund umgestellt. Erstmals seit langer Zeit bot der Bayer-Coach in einem Pflichtspiel mal wieder zwei Angreifer auf. Neben dem unumstrittenen Kießling erhielt Helmes den Zuschlag ganz vorne. Das Problem: Helmes enttäuschte komplett - und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. In den letzten Tagen wurden nun Gerüchte laut, Helmes stehe bei anderen Klubs auf der Wunschliste. Und ziemlich überraschend schloss Sportdirektor Völler einen Abschied Helmes' nicht aus. Der dürfte nun allerdings vom Tisch sein. Weil Tranquillo Barnetta länger ausfällt, sind die Optionen in der Offensive begrenzt. Denn: Ohne Barnetta kann Heynckes zumindest vorerst (bis Ballack wieder richtig fit ist) wohl nicht auf ein 4-2-3-1 umstellen, das in der Hinrunde recht erfolgreich praktiziert wurde. Heißt: Es bleibt zunächst beim 4-4-2. Würde Helmes gehen, stünden mit Derdiyok und Kießling nur zwei gestandene Angreifer im Kader. Zu wenig für Bayers Ambitionen in Bundesliga und Europa League.

Bayern München: Eigentlich wurden Diego Contento vor dem Wolfsburg-Spiel die besten Chancen auf den Linksverteidigerposten eingeräumt. Luiz Gustavo wäre die nächstliegende Alternative gewesen. Auf dem Spielberichtsbogen tauchte dann aber recht überraschend Danijel Pranjic auf, der zum Ende der Hinrunde von van Gaal nach einer Verletzung nur noch sporadisch berücksichtigt wurde und obendrein das Trainingslager wegen einer Grippe komplett verpasste. Auch Wolfsburg rieb sich wohl etwas verwundert die Augen, denn Pranjic spielte die rechte Seite der Wölfe in der ersten halben Stunde rund. Fünf starke Torschussvorlagen lieferte der Kroate ab. Das daraus kein Tor entstand, lag eher an der Unfähigkeit der Mitspieler. Gegenspieler Askhan Dejagah kam in der Folge zwar auch noch zu drei ansehnlichen Offensivaktionen, Pranjic hielt die Seite aber insgesamt sehr gut dicht - Fortsetzung gegen Lautern nicht ausgeschlossen. Neuzugang Luiz Gustavo wird sich hier - wie auch im defensiven Mittelfeld - wohl erstmal hinten anstellen müssen.

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