Freitag, 07.10.2016

FIFA-Skandal: Eduardo Li gesteht Korruption

Ex-Funktionär Li gibt Bestechung zu

Der ehemalige FIFA-Funktionär Eduardo Li hat am Freitag vor einem New Yorker Gericht gestanden, Bestechungsgelder im Wert von über 600.000 US-Dollar angenommen zu haben.

Der frühere Präsident seines Heimatverbandes Costa Rica hat die Gelder nach eigener Aussage von Sportfunktionären kassiert. Seinen Einfluss soll er genutzt haben, um die Vermarktungsrechte von Spielen der costra-ricanischen Nationalmannschaft an private Firmen zu verkaufen.

Li war von 2007 bis 2015 Präsident des costa-ricanischen Fußballverbandes und ist einer von circa 20 ehemaligen Funktionären der FIFA, gegen die die US-amerikanische Justizbehörde Anklage wegen Korruption erhoben hat. Im Dezember 2015 wurde Li von der Schweiz an die USA ausgeliefert. Unmittelbar nach seiner Überführung in die Vereinigten Staaten hatte er noch auf nicht schuldig plädiert.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft dem 57-Jährigen unter anderem Erpressung, Betrug und die Mitgliedschaft in einer krimminellen Vereinigung vor. Im drohen damit bis zu 20 Jahre Haft. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung im Mai 2015 war Li Teil des FIFA-Exekutivkomitees. Nach seiner Verhaftung wurde er von der FIFA-Ethikkommission bis auf Weiteres gesperrt.


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