Fredi Bobic äußert sich zu Alex Meier und der DFB-ELf

Bobic: "Alex Meier keiner für DFB-Elf"

SID
Freitag, 07.10.2016 | 20:09 Uhr
Eintracht-Boss Bobic: "Alex Meier keiner für DFB-Elf"
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Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic ist der Überzeugung, dass Stürmer Alexander Meier mit seinen 33 Jahren nicht mehr in die deutsche Nationalmannschaft gehört.

"Alex Meier hat eine unfassbare Qualität im Strafraum, das hat er in seiner DNA. Er macht auch wichtige Tore, aber in der Nationalmannschaft sehe ich ihn nicht", sagte Bobic in einem exklusiven Interview mit SSNHD: "Da wird eine ganz andere Art Fußball auf internationaler Ebene gespielt. In Jogi Löws Fußball, da passt er auch nicht rein. Das ist nichts Negatives gegenüber Alex. Vor einigen Jahren hätte er es aber auf jeden Fall verdient gehabt, dabei zu sein."

Weitere Aussagen von Fredi Bobic, Sport-Vorstand Eintracht Frankfurt, ...

... zur DFB-Elf in der WM-Qualifikation: "In Norwegen haben sie es gut gemacht. Das werden sie auch in den nächsten beiden Spielen machen. Ich sehe sie auf einem sehr guten Weg, und sie werden auch als Gruppensieger aus der Qualifikation kommen."

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... zur Stürmerproblematik in Deutschland: "Ich bin ein großer Fan von Mittelstürmern, weil ich selber einer war. Die Spielweise hat sich ein bisschen verändert. Zurzeit haben wir zu wenig deutsche Mittelstürmer, die eine Rolle spielen können. Man muss sehen, was die Zukunft bringt. Wir haben das in der Ausbildung in den letzten Jahren ein bisschen vernachlässigt, das finde ich schade. Aber wir haben alle daraus gelernt. Jetzt wird in der Jugend auch wieder mehr auf die Mittelstürmer geschaut."

... zur Niederlage in Freiburg: "Wir sind nicht richtig zufrieden, das hat aber vor allem mit dem letzten Spiel zu tun. Wir waren sehr enttäuscht, dass wir in Freiburg nichts mitgenommen haben. Die Art und Weise, wie wir die Punkte abgegeben haben, die hat mich und den Trainer Niko Kovac geärgert, weil da viel mehr möglich gewesen wäre. Das war sicher ein Betriebsunfall. Daraus werden wir lernen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die komplett neu aufgebaut wird und wir sind deswegen auch nicht nervös."

... zum guten Saisonstart der Eintracht: "Wir haben erstmal diese zehn Punkte und wir sind im Soll. Keiner hätte von uns erwartet, dass wir zuhause Schalke und Leverkusen schlagen. Auch das ist möglich mit uns. Klar, wir haben jetzt die Bayern vor der Brust. Wir wissen, dass wir an normalen Tagen gar keine Chance gegen sie haben. Wir müssen halt schauen, dass wir einen außergewöhnlichen Tag gegen sie erwischen. Das nächste Spiel ist sicher das Wichtigste. Das ist keine dumme Phrase, das ist im Fußball einfach so."

... zum Saisonziel von Eintracht Frankfurt: "Wir wissen, woher wir kommen und werden die Ruhe behalten. Wir haben einen langen Weg vor uns, um eine gewisse Stabilität reinzubekommen. Da müssen wir die Basics richtig machen. Wir werden nur darauf schauen, dass wir 40 Punkte holen. Das ist unser Saisonziel. Jeder kann sich noch an die knappe Rettung in der vergangenen Saison erinnern. Wir wollen eine gewisse Stabilität in den Verein bekommen, vor allem unter diesen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Träumen dürfen wir erst, wenn wir 40 Punkte haben."

... zur Vertragssituation von Trainer Niko Kovac: "Wir haben schon ein paar Mal darüber gesprochen. Das machen wir in aller Unaufgeregtheit. Da unterschätzt man uns viel zu sehr, das müssen wir nicht über die Öffentlichkeit machen. Alles kommt so, wie es kommen muss."

... zu seinem Verhältnis zu Trainer Niko Kovac: "Am Anfang ist es ein großer Vorteil, wenn man sich kennt und schätzt. Wir haben uns auch als aktive Fußballer nie aus den Augen verloren. Vor allem auch, wenn so eine Beziehung von Respekt umgeben ist. Wir sind beide getrieben, haben bei sehr guten Klubs gespielt und schon sehr viel Erfahrung. Wir tauschen uns jeden Tag mit unserem Kompetenzteam aus, das tut uns gut."

... zur Integration innerhalb der Mannschaft, die aus Spielern vieler Nationen besteht: "Es funktioniert ohne Probleme. Wir haben Jungs aus verschiedenen Ländern geholt, die sich aber sehr gut verstehen. Das macht mir Spaß. Eine Fußball-Kabine ist halt eine Multikulti-Gesellschaft geworden. Wir haben in den sieben Wochen Vorbereitung an dem Prozess gearbeitet, dass die Jungs miteinander klarkommen. Es ist eine sehr harmonische Beziehung, die Jungs treiben sich gegenseitig an und lernen vor allem auch deutsch."

... zu Vorgänger Heribert Bruchhagen: "Einen Schatten spüre ich überhaupt nicht. Natürlich bin ich ein anderer Typ aus einer ganz anderen Generation. Aber ich bin auch sehr froh, dass ich mit Heribert Bruchhagen über viele Dinge in der Vergangenheit gesprochen habe. Er hat mir da auch geholfen. Man sollte immer gut zuhören bei so erfahrenen Leuten, wenn sie einem etwas sagen."

... zur Frage, ob er schon seinen Einstand gegeben habe: "Mein Einstand wird noch kommen. Aber in den ersten drei Monaten haben wir gearbeitet wie die Kesselflicker."

... zur Problemen mit gewaltbereiten Fans: "Wir müssen aufpassen, dass wir das nicht zu global sehen und sagen 'ihr alle Ultras ward das jetzt'. Aber wir können das auch nicht gutheißen, das ist auch ganz klar. Was in Magdeburg passiert ist, das will keiner sehen. Egal für welchen Verein, das gefällt mir überhaupt nicht. Fakt ist aber auch, dass sich auch die Ultras stark damit auseinandergesetzt haben. Der Täter ist ja zwischenzeitlich gefunden worden und wir werden dagegen sicher auch vorgehen. Aber wir können nicht alle pauschal verurteilen. Die, die gewaltbereit sind, die müssen wir rausbekommen. Das ist ganz klar. Wir müssen ein Kommitment mit den Fans finden. Aber es muss auch ein Prozess in der Fanszene passieren."

Alles zu Eintracht Frankfurt

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