US-Justiz weitet FIFA-Ermittlungen aus

Weitere Anklagen stehen bevor

SID
Montag, 14.09.2015 | 16:05 Uhr
Loretta Lynch und Michael Lauber stehen den Ermittlungen im FIFA-Skandal vor
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Die "Lynch-Justiz" will noch mehr FIFA-Verbrechern an den Kragen: US-Justizministerin Loretta Lynch kündigte am Montag in Zürich an, dass sie als Folge von ausgeweiteten Ermittlungen weitere Anklagen im Korruptionsskandal beim taumelnden Fußball-Weltverband erwartet. Ob auch der scheidende FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zittern muss, ließ die Ministerin allerdings offen.

"Da es sich um laufende Ermittlungen handelt, kann ich nicht sagen, um welche Personen es sich handelt. Ich kann auch keine bestimmten Länder benennen. Aber unsere Untersuchungen haben kein Limit, sie gehen weiter. Es ist ein globales Problem, aber wo immer die Geschäfte mit den USA in Berührung gekommen sind, können wir ermitteln", sagte Lynch vor 140 Journalisten und zwei Dutzend Kamerateams im Renaissance-Hotel: "Ich kann also auch keinen Kommentar dazu abgeben, ob Herr Blatter Ziel der Ermittlungen ist und wie er seine Reisepläne gestaltet."

Obwohl sich Lynch aus ermittlungstaktischen Gründen bedeckt hielt, sprach sie eine deutliche Warnung an alle Fußball-Funktionäre aus. "Die Personen, die im Fußball involviert sind, müssen sich überlegen, ob sie den alten Weg der Korruptionen weitergehen oder ob sie wieder für Integrität sorgen wollen. Ich hoffe, sie tun das Letztere - andernfalls stehen sie auf der falsche Seite", äußerte die Ministerin mit ernster Miene.

Lynch, kraft ihres Amtes in Personalunion auch Generalbundesanwältin der USA, hatte Ende Mai nach der Verhaftung von sieben FIFA-Funktionären vor dem Verbandskongress in Zürich die Anklage der US-Justiz gegen insgesamt 14 Beschuldigte aus dem Fußball-Geschäft wegen korrupter Machenschaften in 47 Fällen öffentlich gemacht. Davon sind 13 Beschuldigte verhaftet, 10 sitzen allerdings in verschiedenen Ländern in Auslieferungshaft. "Ich hoffe, dass wir alle in die USA bringen und dort anklagen können, aber ich habe keinen Zeitplan dafür", sagte Lynch.

Manipulation bei WM-Vergabe

Während die USA umfassend wegen Betrugs, Bestechung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit Fußball-Deals der amerikanischen Kontinentalverbände CONMEBOL (Südamerika) und CONCACAF (Nord- und Mittelamerika sowie Karibik) ermitteln, untersucht die Schweizer Justiz auf Anzeige der FIFA gegen Unbekannt gezielt den Verdacht von Manipulationen bei der Vergabe der WM-Endrunde 2018 an Russland und 2022 an Katar.

Der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber erklärte in diesem Zusammenhang, dass seine Behörde mittlerweile 121 Bankverbindungen untersucht und verschiedene Vermögenswerte - darunter Wohnungen in den Schweizer Alpen - beschlagnahmt habe. Weitere Details dazu gab es von Lauber, der wie Lynch alle Beteiligten Länder, Personen und Institutionen zur Kooperation aufrief, nicht.

Vieles bleibt offen

Lauber bestätige aber, dass seine Behörde auch den am Wochenende veröffentlichten Bericht über eine mögliche Verstrickung Blatters in die unlauteren Geschäfte seine langjährigen Vertrauten Jack Warner untersucht. Ob es sich um relevante Informationen handelt, ließ der Bundesanwalt offen - "obwohl ich weiß, dass sie mit dieser Antwort alles andere als zufrieden sind".

Lynch deutete immerhin an, dass an den Meldungen, wonach ihre Fahnder den noch amtierenden FIFA-Präsidenten wegen der ISL/ISMM-Korruptionsaffäre um Schmiergeldzahlungen des ehemaligen FIFA-Vermarkters in dreistelliger Millionenhöhe an FIFA-Spitzenfunktionäre nochmals ins Visier genommen haben, etwas dran sein könnte: "Wir gehen auch Geschäften der Vergangenheit nach."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung