Felix Magath im Interview

"Ich fühle mich diskreditiert"

Montag, 22.12.2014 | 13:00 Uhr
Felix Magath wurde am 18. September 2014 beim FC Fulham entlassen
© getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Live
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Felix Magath ist einer von sechs Akteuren in der Geschichte der Bundesliga, der sowohl als Spieler als auch als Trainer deutscher Meister geworden ist. Im September wurde der 61-Jährige beim FC Fulham entlassen. Im Interview spricht Magath über seine Probleme beim "cozy" Verein aus London, die englische Mentalität und die lange Leine auf der Insel. Magath nimmt aber auch Stellung zu seinem Ruf und erklärt, weshalb er mit Facebook keine Berührungsängste hatte.

SPOX: Herr Magath, Ihre Entlassung beim FC Fulham liegt jetzt schon einige Wochen zurück. Wie haben Sie seitdem Ihre Zeit verbracht?

Felix Magath: Ich nehme mir viel Zeit für meine Familie, die ja sonst zurückstecken muss. In den ersten Tagen war ich noch damit beschäftigt, alles, was die Freistellung betrifft, zu erledigen und meine persönlichen Dinge zu regeln.

SPOX: Wie fühlt man sich da?

Magath: Das Schlimme ist, dass sich Trainer nach einer Entlassung nicht frei äußern können, weil man noch vertraglich gebunden und verpflichtet ist. Stattdessen werden aber von Vereinsseite über Trainer und deren Arbeit sofort Meldungen lanciert, die diese teilweise diffamieren. Dagegen kann sich kein Trainer wehren.

SPOX: Es wurde kolportiert, dass Sie der alleinig Schuldige beim FC Fulham waren.

Magath: Betrachtet man das emotionslos, dann stellte sich die Situation wie folgt dar: Im Februar stand der Verein auf dem letzten Tabellenplatz. Fulham sprach mich an, ob ich ihnen helfen könne. Ich habe mir das zugetraut und musste dann vor Ort feststellen, dass der FC Fulham in der Vergangenheit verschiedene falsche Entscheidungen getroffen hatte. Man hatte eine Mannschaft, die nicht funktionierte, weil sie von zwei Trainern zusammengestellt war. Da hat nicht viel gepasst.

SPOX: War Ihnen bereits frühzeitig klar, dass das Thema Klassenerhalt ein schwieriges Unterfangen werden könnte oder kam diese Erkenntnis erst mit der Zeit?

Magath: Dass es sehr schwierig werden würde, war schnell klar. Dasselbe Problem hatte ich ja zwei Jahre zuvor in Wolfsburg auch schon. Ich habe den VfL als deutschen Meister abgegeben und ihn eineinhalb Jahre später im März als Abstiegskandidaten wieder übernommen. Auch damals lag der Zeitpunkt meiner Rückkehr nach der Winter-Transferperiode. Die da getroffenen personellen Entscheidungen waren falsch. Man holte teilweise Spieler von ausländischen Vereinen, die kein Wort Deutsch sprachen. Ein junger Spieler wie beispielsweise Ja-Cheol Koo, der Qualität mitbringt, aber aus Südkorea in eine völlig neue Umgebung kommt, ist in einer solchen Situation kaum vernünftig zu integrieren. Ich war am Ende heilfroh, dass wir am letzten Spieltag die Klasse gehalten haben.

SPOX: Da Sie eine vergleichbare Situation in Wolfsburg aber bereits gelöst haben, trauten Sie sich die Aufgabe bei Fulham zu?

Magath: Genau. Allerdings kannte ich dort keinerlei Interna, auch die Mentalität war eine andere. Das war der Unterschied zu Wolfsburg, dort war mir die Umgebung bereits bekannt.

SPOX: Wieso war Ihnen die ganze Sache nicht von vornherein zu risikoreich?

Magath: Weil ich gerne mal im Ausland arbeiten wollte und natürlich die Premier League die bedeutendste nationale Meisterschaft auf dem Kontinent ist. Als ich das Angebot bekam, in England arbeiten und Fuß fassen zu können, war der Reiz größer als die Überlegung, es dort eventuell nicht zu schaffen.

SPOX: Wie fällt jetzt mit etwas Abstand Ihr Fazit aus?

Magath: Ich habe mich von Beginn an in London sehr wohl gefühlt. Die Atmosphäre und Begeisterung für den Fußball haben mir sehr gut gefallen. Da sind noch mehr Sport und eine ganz andere Leidenschaft drin. Vergleicht man den englischen mit dem deutschen Fußball, kommt man zu diesem Ergebnis. Das ist sicher auch unbestritten. Aber Deutschland ist im Grunde seit 50 Jahren erfolgreich, die Engländer haben seit 50 Jahren keinen Erfolg. Da sagt einem doch der Verstand, dass die einen etwas anders machen als die anderen.

SPOX: Sie waren der erste deutsche Cheftrainer in der Premier League, für Sie war es zudem die erste Station im Ausland. Wenn Sie jetzt auf die sieben Monate Arbeitszeit in England zurückblicken, gab es da irgendwelche etablierten Standards, die Sie überrascht haben, weil Sie sie aus Deutschland nicht kannten?

Magath: Die Engländer haben Schwierigkeiten, an einem Tag der Woche zwei Mal zu trainieren. Dass ein Profisportler nicht zweimal am Tag trainieren kann, ist für mich ein absoluter Witz.

SPOX: Damit hatten Sie auch in Fulham Probleme. Ruht sich der Klub zu sehr in dieser Atmosphäre aus?

Magath: Fulham gilt in England bei den Gegnern als "cozy club", als gemütlicher Verein. Es stimmt auch, in Fulham ist alles "cozy". Die Atmosphäre ist wirklich angenehm und ein Traum, das habe ich noch nie erlebt. Allerdings geht dieser Traum auf Kosten des Erfolgs. Davon hat der Verein in seiner 135-jährigen Geschichte nicht viel gehabt.

SPOX: Sie sagen, in Deutschland wird irgendetwas anders und besser gemacht als in England. Glauben Sie, dass es diese vielzitierten deutschen Qualitäten sind, die man in England implementieren müsste?

Magath: Ja, das liegt ja auf der Hand: Wir Deutschen hätten doch nicht über Jahrzehnte Erfolg, wenn das nicht in unserer Mentalität begründet liegen würde. Wir Deutschen sind aufgrund unserer Mentalität für den Mannschaftssport Fußball hervorragend geeignet. Die Spieler bei Fulham hatten dagegen Probleme mit der Disziplin und reagierten sehr sensibel. Disziplin, Ordnung und Fitness gehören aber zu den absoluten Voraussetzungen, um im Mannschaftssport Fußball überdurchschnittlich erfolgreich zu sein.

Seite 1: Magath über seine Probleme bei "cozy" Fulham und englische Mentalität

Seite 2: Magath über die lange Leine auf der Insel, seinen Ruf und Facebook

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung