Öffentliche Sitzung des Sportausschusses in Berlin

Gewalt im Fußball wirft viele Fragen auf

SID
Mittwoch, 08.02.2012 | 18:34 Uhr
Immer öfter eskaliert die Lage in Deutschlands Stadien - hier Dynamo-Anhänger in Dortmund
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Eine differenzierte, versachlichte Diskussion in puncto Gewalt im Fußball - dies war der gemeinsame Nenner, auf den sich Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL), von Dynamo Dresden und Eintracht Frankfurt, Polizei sowie Fanorganisationen bei einer öffentlichen Sitzung des Sportausschusses in Berlin einigten.

Laut der Sportausschuss-Vorsitzenden Dagmar Freitag sollte durch die Anhörung am Mittwoch zum Thema "Gewalt in und um Fußballstadien" der Dialog unter den verschiedenen Parteien gefördert werden, wobei die Lösungsansätze durchaus divergierten.

Während Vertreter des DFB und der DFL die vorhandenen Sicherheitsstrukturen lobten, sprach Michael Gabriel von der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) von einem "definitiven Problem mit abweichendem Verhalten rund um Fußballspiele", für das man die richtigen Antworten finden müsse.

Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende der DFL, Holger Hieronymus, erklärt, dass man in Deutschland "sehr gut aufgestellt" sei. Auch der DFB-Sicherheitsbeauftragte Henrik Große Lefert pries die Sicherheitsstrukturen als "sehr, sehr gut" an.

Thema hat seine Aktualität bewahrt

Mit der Ansetzung der Sitzung hatten die Fraktionen des Deutschen Bundestages im Dezember vergangenen Jahres, wenn man so will, ein gutes Händchen bewiesen. In der zweiten Fußball-Bundesliga war es am vergangenen Wochenende gleich am ersten Spieltag nach der Winterpause zu Ausschreitungen gekommen.

Am Rande des Spiels zwischen dem VfL Bochum und Hansa Rostock (2:1) wurden am Sonntag 42 Personen nach Krawallen leicht verletzt und 19 in Gewahrsam genommen. Auch bei der Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und Eintracht Braunschweig (2:1) hatte es nach Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen zwei verletzte Personen und drei Festnahmen gegeben. Das Thema hatte also seine Aktualität über die Winterpause bewahrt.

Gabriel gab bei der Diskussion am Mittwoch zu Bedenken, dass man die Statistiken zu Gewalttaten im Fußball immer vor dem Hintergrund der insgesamt 17,5 Millionen Besucher der ersten und zweiten Bundesliga über eine Saison sehen müsse. "So verliert das Ganze doch etwas an Schrecken".

Bruchhagen: Chance liegt in der "permanenten Kommunikation"

Wichtig sei, dass man Fußball als Volkssport erhalte, ergänzte er. Die Einführung von Gesichtsscannern oder die Abschaffung von Stehplätzen wären dem nicht zuträglich. Zudem würde die repressive Bekämpfung der Problematik letztlich dazu führen, dass die "differenzierte Fanszene" sich zusammenschließt.

Heribert Bruchhagen warnte vor einer Jugendkultur, die es "in dieser Form noch nicht gegeben hat". Die Unterprimaner am Gymnasium in Frankfurt beispielsweise würden höchstes Ansehen genießen, "wenn sie von Eintracht Frankfurt ein Stadionverbot bekommen", sagte der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt. Er sehe die einzige Chance "in der permanenten Kommunikation". "Drastische Maßnahmen imponieren nicht", erklärte er weiter.

Doch genau an diesem Punkt gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die jüngsten Ausschreitungen waren auch Wasser auf die Mühlen derer, die Gewalt im Fußball mit repressiven Mitteln bekämpfen wollen.

Nein zu Alkohol und Pyrotechnik

So hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schon vor der öffentlichen Anhörung einen Pressemitteilung verschickt, in welcher ihr Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut die "dauerhafte Isolierung von Gewalttätern vom Fußball" forderte. Auch am späten Mittwochnachmittag untermauerte er nochmals diese Auffassung.

Zudem sprach sich Witthaut darin für einen "Alkoholbann im Öffentlichen Nahverkehr" aus. Das klare Nein des DFB zum Abbrennen von Pyrotechnik "begrüßte" er. Noch in November vergangenen Jahres war der Grundtenor bei einem Runden Tisches zur selben Thematik ein klein wenig moderater ausgefallen. "Der Dialog mit den Fans" wurde als Schlüsselfaktor zur Lösung der Problematik herausgestellt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung