Sonntag, 24.11.2013

Brasilien-GP: Rennen

Vettel gewinnt auch das Saisonfinale

Weltmeister Sebastian Vettel hat beim Finale der Formel 1 2013 seinen 13. Saisonsieg gefeiert und damit die Rekordmarke von Michael Schumacher eingestellt. Der Weltmeister fuhr beim Großen Preis von Brasilien zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Zweiter wurde sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber, der den drittplatzierten Fernando Alonso gleich zweimal überholte.

Sebastian Vettel hat das Formel-1-Saisonfinale in Sao Paulo vor Mark Webber gewonnen
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Sebastian Vettel hat das Formel-1-Saisonfinale in Sao Paulo vor Mark Webber gewonnen

"So abzuschließen hätten wir uns nie auch nur wünschen können. Es ist schon ein bisschen pervers, wie stark und konstant wir in den letzten Rennen waren", erklärte Vettel, der nur am Start kurzzeitig die Führung abgegeben hatte, als Nico Rosberg im Mercedes innen durchschlüpfte. Noch vor dem Überfahren der Ziellinie übernahm der Heppenheimer aber wieder die Führung.

Das Ergebnis des Brasilien-GP in der Übersicht

Danach fuhr er lange einsam an der Spitze und hatte nur Probleme, als er in der 47. Runde zum zweiten Reifenwechsel kam. "Wir haben kaum Fehler gemacht - heute beim Boxenstopp sah es ein bisschen anders aus", lächelte Vettel später den einzigen Makel weg.

"Es sah so aus, als würde das Safety Car rauskommen. Wir haben Sebastian spät reingerufen und die Jungs waren noch nicht bereit", erklärte Teamchef Horner. Vettel stand mehrere Sekunden still, ohne dass die Mechaniker den rechten Vorderreifen aufschraubten, weil der Slick noch in der Garage lag.

Der Heppenheimer hatte jedoch Glück, weil seine direkten Konkurrenten Webber und Alonso zum selben Zeitpunkt in die Box kamen und ihm die Führung so nicht streitig machen konnten. "Es war ein schwieriges Rennen für uns alle, aber leider ist der Regen nicht gekommen", haderte Alonso, der nach fünf Grands Prix wieder aufs Podium klettern durfte: "Wir wären im Nassen deutlich konkurrenzfähiger gewesen. Es sah dauerhaft nach Regen aus, aber es ist nichts passiert."

Webber überzeugt im letzten Rennen

Neben dem Vierfachweltmeister präsentierte sich aber auch Teamkollege Webber bei seinem letzten Formel-1-Rennen in Bestform. Der Australier, der künftig für Porsche in der Langstreckenweltmeisterschaft WEC antritt, verlor beim Start einen Platz, kämpfte sich aber binnen weniger Runden mit starken Überholmanövern wieder nach vorne und übernahm in der 13. Runde Position zwei von Alonso.

Brasilien-GP: Hoo roo mate!
GROSSER PREIS VON BRASILIEN: Mark Webbber sagte zum Abschied leise Schei**. Die Siegesfeier begann mit einem Ausrutscher
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GROSSER PREIS VON BRASILIEN: Mark Webbber sagte zum Abschied leise Schei**. Die Siegesfeier begann mit einem Ausrutscher
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Der Australier raffte sich aber schnell wieder auf und feierte mit Teamkollege Sebastian Vettel
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Der Australier raffte sich aber schnell wieder auf und feierte mit Teamkollege Sebastian Vettel
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Zwischenzeitlich war die Sicht von Mark Webber auf dem Podium deutlich eingeschränkt
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Zwischenzeitlich war die Sicht von Mark Webber auf dem Podium deutlich eingeschränkt
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Verantwortlich dafür war Fernando Alonso, der als Drittplatzierter seinen australischen Kumpel nass machte
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Verantwortlich dafür war Fernando Alonso, der als Drittplatzierter seinen australischen Kumpel nass machte
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Szenen, die an Webbers F1-Debüt erinnerten: Das gesamte Red-Bull-Team stürmte nach dem GP das Podest
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Zuvor hatte Sebastian Vettel mit zahlreichen Donuts seinen 13. Saisonsieg gefeiert - Schumi-Rekord eingestellt!
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Zuvor hatte Sebastian Vettel mit zahlreichen Donuts seinen 13. Saisonsieg gefeiert - Schumi-Rekord eingestellt!
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Auch Felipe Massa beendete sein letzten Rennen für Ferrari mit ein paar Burnouts
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Die brasilianischen Ferrari-Fans feierten ihren Landsmann dafür. Platz zwei in der Konstrukteurs-WM behielt aber Mercedes
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Mark Webber feierte seinen zweiten Platz zurückhaltender - er fuhr ohne Helm zurück zur Box
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Zum Rennen: Nico Rosberg (r.) übernahm am Start die Führung. Lewis Hamilton (M.) presste sich an Webber vorbei - kurzzeitig...
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Schon bevor die erste Runde zu Ende war, hatte Vettel seine Führung von Rosberg zurück erobert
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Schon bevor die erste Runde zu Ende war, hatte Vettel seine Führung von Rosberg zurück erobert
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Danach ließ der Vierfachweltmeister nichts mehr anbrennen und fuhr seinen neunten Sieg in Serie heraus
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Emerson Fittipaldi dürfte es gefallen haben. Der zweifache Weltmeister besuchte schon vor dem Rennen Sebastian Vettel
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Sogar Ex-HSV-Profi Jose Paolo Guerrero ließ sich bei Red Bull blicken und durfte den heiligen RB9 kurz berühren
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Auch Bernie Ecclestone durfte beim Saisonfinale nicht fehlen. Ein kleiner Plausch mit Webber und Vettel war noch drin
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Auch Bernie Ecclestone durfte beim Saisonfinale nicht fehlen. Ein kleiner Plausch mit Webber und Vettel war noch drin
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Re-LIVE: Das ganze Rennen zum Nachlesen

Allerdings musste er das Überholmanöver ein zweites Mal durchziehen. Beim ersten Stopp des Australiers hatte Red Bull schon einmal gepatzt. Webber stand drei Sekunden länger als normal, weshalb Alonso nochmal vorbei ging.

"Das war ein sehr guter Abschluss meiner Karriere, ein tolles Rennen mit vielen Duellen. Ich habe es meine gesamte Karriere lang genossen, gegen diese Jungs zu kämpfen: Seb, Fernando, Lewis, Nico - einfach alle, die in den vergangenen fünf oder sechs Jahren vorn mitgefahren sind", freute sich Webber anschließend: "Ich hatte eine sehr schöne Karriere. Es war eine tolle Reise."

Die Überraschung des Rennens war allerdings Jenson Button. Der Weltmeister von 2009 holte mit dem vierten Platz das beste Saisonergebnis für McLaren. Sein Teamkollege Sergio Perez rauschte kurz nach Rosberg (5.) als Sechster über die Ziellinie.

Stewards entscheiden die Vizeweltmeisterschaft

Dabei profitierten alle drei Piloten von den harten Entscheidungen der Rennleitung. Felipe Massa wurde nur Siebter, weil er die Boxeneinfahrt überfahren hatte und dafür eine Durchfahrtsstrafe bekam. Wäre er als Vierter ins Ziel gekommen, hätte Ferrari den Silberpfeilen die Vizeweltmeisterschaft der Konstrukteure noch abgenommen.

So aber sicherte Lewis Hamilton als Neunter Mercedes' zweiten Platz. Er hatte ebenfalls eine Drive-Through-Penalty kassiert, nachdem er Williams-Pilot Valtteri Bottas zu wenig Platz ließ und sich dabei selbst den Hinterreifen aufschlitzte. Der Finne wollte sich vor Turn 4 außen zurückrunden.

"Offensichtlich habe ich etwas falsche gemacht", räumte Hamilton ein: "Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich so viele Punkte für das Team verloren habe." Zum Zeitpunkt der Kollision habe er schnell auf Alonso aufgeholt: "Wir hatten die Chance, zumindest mit ihm zu kämpfen."

Zwar konnte Hamilton letztlich Nico Hülkenberg nicht mehr angreifen, der im Sauber Achter wurde, den künftigen Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo (Toro Rosso/10.) hielt er aber hinter sich.

Für Adrian Sutil reichte es dagegen nicht zu Punkten. Der Gräfelfinger kam im Force India als Dreizehnter ins Ziel. Noch schlechter lief es für Romain Grosjean, der seinen Lotus im letzten Rennen der V8-Ära in der dritten Runde nach einem spektakulären Motorplatzer abstellte.

Die WM-Endstände in der Übersicht

Alexander Maack

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