Donnerstag, 20.09.2012

Brite stellt seine Karriere auf den Prüfstand

Lewis Hamilton dachte schon ans Aufhören

Rennfahrer Lewis Hamilton und Popsängerin Nicole Scherzinger sind das Glamour-Paar der Formel 1. Ständig im Rampenlicht, dauernd beobachtet. Sie scheint es mehr zu genießen als er.

Lewis Hamilton feiert seinen Sieg in Monza
© Getty
Lewis Hamilton feiert seinen Sieg in Monza

Während sie die vielen Kameras zu lieben scheint, wirkt er manchmal genervt, will sein Privatleben mehr für sich behalten. Den Preis des Ruhms spüren beide, immer stärker.

Vor allem im vergangenen Jahr, da geriet Hamilton aus der Spur. Im Beruf und privat. Auf der Rennstrecke unterliefen ihm anfängerhafte Fehler. Er landete im Kiesbett oder er kollidierte mit den Kollegen. Statt des WM-Titels gab es Hohn und Spott. Was folgte, war die Trennung von Freundin Nicole. All das gehört der Vergangenheit an. Nicole und ihr Lewis sind wieder ein Herz und eine Seele.

Lob auch von Alonso

Sportlich läuft es ebenfalls wieder. Hamilton kommt in dieser Saison fehlerfrei über die Runden. Vor dem Nachtrennen am Sonntag (Start 14.00 Uhr MESZ) in Singapur liegt der 27-Jährige noch aussichtsreich im Titelrennen. Der Brite ist Zweiter in der Fahrerwertung, 37 Punkte hinter Spitzenreiter Fernando Alonso. Doch der Ferrari-Pilot schreibt Hamilton noch lange nicht ab. "Lewis ist mein gefährlichster Gegner bis zum Saisonende", sagt der Spanier. Und noch sind sieben Rennen zu fahren.

Vor dem extremsten Formel-1-Rennen in der Hitze der Nacht gibt Hamilton einen Einblick in sein Gefühlsleben. Er verrät, was damals alles schiefgelaufen ist und was er jetzt alles besser machen will. "Jeder hat schwierige Zeiten, doch darüber wissen die Leute nicht Bescheid", sagte der McLaren-Pilot. So habe er schon mehrfach in seiner Karriere gedacht, dass er es nicht schaffen werde. Doch sein Vater Anthony, bis vor wenigen Monaten auch sein Manager, habe ihm den richtigen Weg gezeigt, erzählt Hamilton: "Er sagte zu mir: Gib niemals auf. Das habe ich nie vergessen."

Die Worte seines Vaters helfen ihm auch heute noch, schwierige Situationen zu meistern. "Es gab Zeiten, da dachte ich, dass ich vielleicht aufhören sollte", wird Hamilton vom Magazin "Auto Bild Motorsport" zitiert. Doch er rappelte sich dann jedes Mal wieder auf. "Ich denke mir: Ich werde nicht aufgeben. Es kommen wieder bessere Zeiten, es gibt ein Licht am Ende des Tunnels."

Hamiltons Ziel ist die Weltmeisterschaft

Und Hamilton ist begehrt auf dem Fahrermarkt. Der 27-Jährige, dessen Vertrag bei McLaren ausläuft, ist angeblich der Wunschkandidat von Mercedes, falls Michael Schumacher seine Karriere beenden sollte.

Hamilton antwortet ausweichend, wenn er nach seinem künftigen Arbeitgeber gefragt wird: "Ich bin ständig motiviert, ich möchte gewinnen. Meine ganze Konzentration gilt derzeit McLaren."

Seit er im Alter von acht Jahren mit dem Rennfahren begonnen habe, habe er immer an der Spitze sein wollen. "Ich wollte andere überholen, übertrumpfen und überlisten", sagt Hamilton. Das Ziel, WM-Titel zu gewinnen und die absolute Nummer eins unter all den Top-Piloten zu sein, treibt ihn immer noch an, betont er. Einmal war er schon ganz oben, das war 2008. Damals gewann er den WM-Titel - in einem McLaren-Mercedes.

Der aktuelle WM-Stand der Fahrer

Die besten Bilder vom Italien-GP in Monza
K.I.T.T., Turbo Boost! Jean-Eric Vergne muss sich bei seinem Abflug in Monza gefühlt haben wie David Hasselhoff in der 80er-Jahre-Serie "Knight Rider"
© xpb
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K.I.T.T., Turbo Boost! Jean-Eric Vergne muss sich bei seinem Abflug in Monza gefühlt haben wie David Hasselhoff in der 80er-Jahre-Serie "Knight Rider"
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Am Toro Rosso von Vergne brach bei rund 330 km/h etwas an der Hinterradaufhängung. Danach gab es für den Franzosen kein Halten mehr
© spox
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Genauso schwarz war der Tag für Sebastian Vettel. Erst kassierte er eine Strafe, weil er Fernando Alonso abgedrängt hatte, dann schied er mit technischem Defekt aus
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Genauso schwarz war der Tag für Sebastian Vettel. Erst kassierte er eine Strafe, weil er Fernando Alonso abgedrängt hatte, dann schied er mit technischem Defekt aus
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Alonso arbeitete sich schnell durchs Feld und hing Vettel im Heck. In der Curva Grande griff Alonso an, Vettel zwang ihn jedoch auf die Wiese
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Alonso arbeitete sich schnell durchs Feld und hing Vettel im Heck. In der Curva Grande griff Alonso an, Vettel zwang ihn jedoch auf die Wiese
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Anstatt mit wichtigen WM-Punkten ging es für Vettel nach seinem Ausfall mit dem Roller zurück an die Box. Die Lichtmaschine warf ihn im Titelrennen deutlich zurück
© spox
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Anstatt mit wichtigen WM-Punkten ging es für Vettel nach seinem Ausfall mit dem Roller zurück an die Box. Die Lichtmaschine warf ihn im Titelrennen deutlich zurück
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Fernando Alonso kam beim Ferrari-Heimspiel noch aufs Podium nach vorne und war damit Gewinner im Titelrennen. Danach wechselte er kurzzeitig den Job
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Fernando Alonso kam beim Ferrari-Heimspiel noch aufs Podium nach vorne und war damit Gewinner im Titelrennen. Danach wechselte er kurzzeitig den Job
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Als Kameramann filmte er, wie die Tifosi bei der Siegerehrung ausflippten und ihren mutmaßlichen Weltmeister 2012 feierten
© spox
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Als Kameramann filmte er, wie die Tifosi bei der Siegerehrung ausflippten und ihren mutmaßlichen Weltmeister 2012 feierten
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So ungefähr wird das Bild ausgesehen haben, das sich Alonso durch seine Kamera bot. Ferrari total - überall
© Getty
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So ungefähr wird das Bild ausgesehen haben, das sich Alonso durch seine Kamera bot. Ferrari total - überall
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Dass Alonso aufs Podium durfte, hatte er auch Ferrari-Kollege Felipe Massa zu verdanken, der ihn artig passieren ließ
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Dass Alonso aufs Podium durfte, hatte er auch Ferrari-Kollege Felipe Massa zu verdanken, der ihn artig passieren ließ
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Gewonnen hat aber Lewis Hamilton das Rennen. Vom Start weg führte er souverän und holte sich mit den 25 Punkten Rang zwei in der Fahrer-WM
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Gewonnen hat aber Lewis Hamilton das Rennen. Vom Start weg führte er souverän und holte sich mit den 25 Punkten Rang zwei in der Fahrer-WM
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Eng wurde es für Hamilton nur ein einziges Mal. Direkt nach dem Start setzte sich Felipe Massa neben ihn, doch auf der Innenlinie verteidigte Hamilton Platz eins
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Eng wurde es für Hamilton nur ein einziges Mal. Direkt nach dem Start setzte sich Felipe Massa neben ihn, doch auf der Innenlinie verteidigte Hamilton Platz eins
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Gedränge in der ersten Schikane in Monza. Massa scheiterte zwar an Hamilton, schnappte sich aber Jenson Button. Der fiel später mit technischem Defekt aus
© xpb
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Gedränge in der ersten Schikane in Monza. Massa scheiterte zwar an Hamilton, schnappte sich aber Jenson Button. Der fiel später mit technischem Defekt aus
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Button lag zum Zeitpunkt seines Ausfalls auf Rang zwei hinter Hamilton. Der Doppelsieg für McLaren war also dahin, aber Hamilton war nicht mehr zu stoppen
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Button lag zum Zeitpunkt seines Ausfalls auf Rang zwei hinter Hamilton. Der Doppelsieg für McLaren war also dahin, aber Hamilton war nicht mehr zu stoppen
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Nicht einmal mehr von Sergio Perez. Der Sauber-Pilot raste gegen Rennende wie ein Irrer durchs Feld und wurde noch Zweiter. Hamilton war aber zu weit weg
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Nicht einmal mehr von Sergio Perez. Der Sauber-Pilot raste gegen Rennende wie ein Irrer durchs Feld und wurde noch Zweiter. Hamilton war aber zu weit weg
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Mercedes konnte in den Kampf ums Podium nicht eingreifen. Am Ende reichte es für Michael Schumacher und Nico Rosberg aber immerhin für die Plätze sechs und sieben
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Mercedes konnte in den Kampf ums Podium nicht eingreifen. Am Ende reichte es für Michael Schumacher und Nico Rosberg aber immerhin für die Plätze sechs und sieben
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