Dienstag, 08.05.2012

Neues aus der Königsklasse

Die Reifen: Schumacher legt nach

Während Rekordweltmeister Michael Schumacher seine Reifen-Kritik erneuert, hat Teamkollege Nico Rosberg gerade die Pneus als wesentliches Spannungselement ausgemacht. Norbert Haug dementiert einen Mercedes-Ausstieg. Nick Heidfeld will zurück, Johnny Herbert befürchtet Massas Entlassung. Und Alonso hatte Rücken.

Zu unkonstant. Die Reifen sorgen weiter für Aufregung
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Zu unkonstant. Die Reifen sorgen weiter für Aufregung

Schumacher erneuert Reifenkritik, Rosberg hält dagegen: Launisch wie Liz Taylor zu ihren besten Zeiten. Die Reifen werden zunehmend zum unberechenbaren Faktor und bei Rekordweltmeister Michael Schumacher damit immer unbeliebter.

Gegenüber "CNN" unterstrich er nun noch einmal seine Ansicht, die Pneus spielten eine zu große Rolle. "Sie sind so schwach und so speziell, dass wir mit unseren Autos nicht ans Limit gehen können", so Schumi. Man fahre wie auf "rohen Eiern."

Für Teamkollege Nico Rosberg macht gerade das den Reiz aus. "Es ist eine interessante Herausforderung", äußerte sich der Mercedes-Pilot bei "CNN", "das Management, das Maximum herauszuholen, zu verstehen, wann man pushen und wann man Tempo rausnehmen muss - das bewegt sich so sehr auf Messers Schneide, dass es gut für den Rennsport ist." Die vielen Überholmanöver seien am Ende doch für alle "fantastisch".

Bahrain-GP: Musste das wirklich sein?
Rauch über Manama während des Bahrain-GP. So sehr es die Verantwortlichen versucht haben, sie konnten die Krawalle im Land nicht tot schweigen
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Rauch über Manama während des Bahrain-GP. So sehr es die Verantwortlichen versucht haben, sie konnten die Krawalle im Land nicht tot schweigen
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Hier die Elite der Schönredner: FIA-Präsident Jean Todt, Veranstalter Zayed Rashed Al Zayani und F-1-Boss Bernie Ecclestone (v.l.)
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Hier die Elite der Schönredner: FIA-Präsident Jean Todt, Veranstalter Zayed Rashed Al Zayani und F-1-Boss Bernie Ecclestone (v.l.)
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Gegen alle Widerstände aus Politik und Gesellschaft wurde das Rennen gestartet. Vettel (r.) kam mit Abstand am besten weg
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Gegen alle Widerstände aus Politik und Gesellschaft wurde das Rennen gestartet. Vettel (r.) kam mit Abstand am besten weg
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Hinter Vettel wurde es aber richtig eng. Hier der Dreikampf zwischen Alonso, Button und Räikkönen (v.r.) - inklusive qualmender Reifen
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Hinter Vettel wurde es aber richtig eng. Hier der Dreikampf zwischen Alonso, Button und Räikkönen (v.r.) - inklusive qualmender Reifen
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McLaren kam bei weitem nicht so gut klar wie gehofft und musste sich im Rennen mit Ferrari herumschlagen. Rosberg war hier noch hinter dem Trio, am Ende aber davor
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McLaren kam bei weitem nicht so gut klar wie gehofft und musste sich im Rennen mit Ferrari herumschlagen. Rosberg war hier noch hinter dem Trio, am Ende aber davor
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Rosbergs Mercedes-Kollege Schumacher kämpfte sich vom 22. Startplatz nach einem Getriebewechsel noch bis auf den zehnten Rang nach vorne
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Rosbergs Mercedes-Kollege Schumacher kämpfte sich vom 22. Startplatz nach einem Getriebewechsel noch bis auf den zehnten Rang nach vorne
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Weder Mercedes noch McLaren hatten eine Chance gegen das Lotus-Team. Hier überholte Räikkönen (l.) Grosjean und startete seine Jagd auf Vettel
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Weder Mercedes noch McLaren hatten eine Chance gegen das Lotus-Team. Hier überholte Räikkönen (l.) Grosjean und startete seine Jagd auf Vettel
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Dann wurde es im Kampf um den Sieg richtig eng. Räikkönen hatte beim zweiten Boxenstopp andere Reifen genommen als Vettel und fuhr die Lücke zu
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Dann wurde es im Kampf um den Sieg richtig eng. Räikkönen hatte beim zweiten Boxenstopp andere Reifen genommen als Vettel und fuhr die Lücke zu
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In den Runden 35 und 36 folgten dann die Angriffe des Iceman. Aber er suchte sich die falsche Seite für seine Attacke aus und musste zurückstecken
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In den Runden 35 und 36 folgten dann die Angriffe des Iceman. Aber er suchte sich die falsche Seite für seine Attacke aus und musste zurückstecken
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Nach seinem dritten Boxenstopp konnte sich Vettel wieder etwas von Räikkönen absetzen. Sein Physiotherapeut zeigte ihm den beruhigenden Vorsprung an
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Nach seinem dritten Boxenstopp konnte sich Vettel wieder etwas von Räikkönen absetzen. Sein Physiotherapeut zeigte ihm den beruhigenden Vorsprung an
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Die gut drei Sekunden Vorsprung rettete Vettel ins Ziel - sehr zur Freude seines Red-Bull-Teams. Vettel ist der vierte Sieger im vierten Rennen
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Die gut drei Sekunden Vorsprung rettete Vettel ins Ziel - sehr zur Freude seines Red-Bull-Teams. Vettel ist der vierte Sieger im vierten Rennen
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Vettel wusste, bei wem er sich für seinen Sieg zu bedanken hatte. Sein Auto kam am besten mit den wieder einmal tückischen Pirelli-Reifen zurecht
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Vettel wusste, bei wem er sich für seinen Sieg zu bedanken hatte. Sein Auto kam am besten mit den wieder einmal tückischen Pirelli-Reifen zurecht
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Hinter Vettel und den beiden Lotus wurde es noch richtig eng. Di Resta (l.) rettete hauchdünn vor Alonso den sechsten Platz ins Ziel
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Hinter Vettel und den beiden Lotus wurde es noch richtig eng. Di Resta (l.) rettete hauchdünn vor Alonso den sechsten Platz ins Ziel
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Normalerweise sind diese Podiumsbilder brüllend langweilig, aber mal ehrlich: Wer dieses Podest getippt hat, hat damit viel Geld verdient
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Normalerweise sind diese Podiumsbilder brüllend langweilig, aber mal ehrlich: Wer dieses Podest getippt hat, hat damit viel Geld verdient
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Vettel machte das Stelldichein auf dem Podium auf seine Weise witzig. Sein Kumpel Räkkönen sah ziemlich besoffen aus, aber es gab in Bahrain wirklich nur Rosenwasser
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Vettel machte das Stelldichein auf dem Podium auf seine Weise witzig. Sein Kumpel Räkkönen sah ziemlich besoffen aus, aber es gab in Bahrain wirklich nur Rosenwasser
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Haug dementiert Mercedes-Ausstieg: Kaum haben britische Medien über einen möglichen Formel-1-Ausstieg von Mercedes spekuliert, da dementiert Motorsportchef Norbert Haug die Meldung auch schon: "Da ist absolut nichts dran", widerspricht er gegenüber "Auto, Motor und Sport" einem Bericht der "Times" vom vergangenen Wochenende.

Dort war über einen Ausstieg spekuliert worden, nachdem Mercedes sich geweigert hatte, das neue Concorde-Agreement, welches Ferrari und Red Bull einige Sonderkonditionen zugestehen und 2013 in Kraft treten soll, zu unterschreiben. Auch intern soll das Engagement der Stuttgarter angesichts der immensen Kosten und des lange ausbleibenden Erfolgs nicht gänzlich unangefochten sein.

Zumindest der Erfolg kehrte mit Nico Rosbergs Sieg in Shanghai nach Untertürckheim zurück. Und geht es nach Teamchef Ross Brawn, wird es auch dabei bleiben, sieht er im Silberpfeil doch auch weiterhin ein Siegerauto: "Wir haben noch einiges in der Hinterhand", erklärte der Engländer gegenüber "Auto-Motor-und-Sport.de". Damit könne man sich in Zukunft vielleicht sogar noch steigern, zumindest aber die Leistung stabilisieren.

Heidfeld will zurück in die Formel 1: Auch wenn er sich in diesem Jahr insbesondere bei Langstreckenrennen verdingt, die Formel 1 verliert Nick Heidfeld nicht aus den Augen.

"Es gibt Gespräche und Kontakte. Einfach ist es aber natürlich nicht. Sonst säße ich jetzt schon im Auto", so der Mönchengladbacher gegenüber "Motorsport-Total.com".

Dass inzwischen auch die Paydriver den nötigen Speed mitbringen, erleichtert die Situation da natürlich nicht gerade. "Wenn einer nur Geld mitbringen würde, aber zwei Sekunden langsamer wäre, säße er nicht im Auto. Wenn einer Geld mitbringt und nicht schlecht fährt, dann wird es schwierig", weiß auch Heidfeld.

Herbert befürchtet Massa-Rauswurf: Geht es nach Johnny Herbert, könnte Felipe Massas Cockpit bald frei werden. "Er muss sich weiter steigern. Ich kann mir vorstellen, dass eine gewisse Zeit kommen wird, wo der Druck durch die italienischen Ferrari-Fans einen Punkt erreichen wird, wo Ferrari leider etwas tun wird müssen", so Herbert zu "Crash.net".

Allerdings sieht der Engländer Ferrari trotz der in Mugello getesteten Verbesserungen derzeit ohnehin nicht in der Lage, Topplatzierungen einzufahren. Daher könne man bis Jahresende an Massa festhalten. Dass er in Mugello im Auto saß, werten Beobachter ohnehin als weiteres Indiz für einen Verbleib des Brasilianers.

Alonso fuhr trotz Rückenverletzung: Wie erst jetzt bekannt wurde ging Ferrari-Pilot Fernando Alonso zu Beginn der Saison 2011 trotz einer schmerzhaften Rückenverletzung an den Start.

"Am meisten habe ich zu Beginn der vergangenen Saison gelitten. Dort litt ich an einer Verletzung des Ischias-Nervs, welche zum Rennende hin zu großen Schmerzen in den Beinen geführt hat", erzählte der Spanier während eines Fangesprächs auf seiner Internetseite.

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