Dienstag, 02.11.2010

Red Bull vor dem Saison-Endspurt

Lauda: Vettel muss Stallorder schlucken

Sebastian Vettel hat noch Chancen auf den Titel. Zwei Rennen vor Saisonende liegt er allerdings bereits 25 Punkte hinter Spitzenreiter Fernando Alonso. Unter normalen Umständen ist das kaum aufzuholen. Muss sich Vettel deshalb jetzt der Stallorder seines Red-Bull-Teams beugen und Teamkollege Mark Webber zum Titel verhelfen?

Experten sind sich sicher: Sebastian Vettel muss Mark Webber den Vortritt lassen
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Experten sind sich sicher: Sebastian Vettel muss Mark Webber den Vortritt lassen

Formel-1-Experte Niki Lauda sagt: Ja! "Bei Red Bull muss die Stallorder her", erklärte der dreimalige Weltmeister der "Bild". "Wenn sie jetzt nicht auf Webber setzen, stehen sie am Ende womöglich ohne Titel da."

Und der sei schließlich das erklärte Ziel gewesen.

Und zwar egal mit wem. "Es ist mir egal, ob wir den ältesten oder jüngsten Weltmeister haben, solange wir darum kämpfen, Weltmeister zu werden!", erklärte Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz zuletzt. Jetzt stehen die Zeichen klar auf Webber.

Rennen: Vettel platzt der Motor
So sieht jemand aus, der binnen Sekunden den sicher geglaubten Grand-Prix-Sieg und die WM-Führung verloren hat. Nur wenige Minuten zuvor gab der Motor seinen Geist auf
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So sieht jemand aus, der binnen Sekunden den sicher geglaubten Grand-Prix-Sieg und die WM-Führung verloren hat. Nur wenige Minuten zuvor gab der Motor seinen Geist auf
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Am Ende der langen Gerade ist es für Sebastian Vettel vorbei. Er muss Fernando Alonso passieren lassen und wenig später das Rennen aufgeben
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Am Ende der langen Gerade ist es für Sebastian Vettel vorbei. Er muss Fernando Alonso passieren lassen und wenig später das Rennen aufgeben
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Da war es um den Boliden von Sebastian Vettel geschehen. Der Rauch stieg in die Luft und Vettel war sichtlich bedient
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Mark Webber macht nicht mal gute Miene zum bösen Spiel. Dem Australier ist die Enttäuschung nach seinem frühen Aus deutlich anzumerken
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Der Rennbolide von Mark Webber war nach dem Unfall kaum wiederzuerkennen. Nicht, weil er so deformiert wurde, sondern weil er so dreckig war
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Der Rennbolide von Mark Webber war nach dem Unfall kaum wiederzuerkennen. Nicht, weil er so deformiert wurde, sondern weil er so dreckig war
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Auch aus einer anderen Perspektive sieht das Red-Bull-Auto nicht schöner aus. Neben der Strecke liegt eben doch mehr Dreck, als man denkt
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Fernando Alonso heißt der glückliche Sieger aus Südkorea. Der Spanier ist jetzt auch in der WM-Gesamtwertung auf Rang eins
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In der Regenschlacht von Yeongam behielt Alonso die Nerven und blieb auch von Materialschäden verschont
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Auf dem zweiten Platz landete Lewis Hamilton, der von Rang vier gestartet war. Auch der Engländer profitierte von den Ausfällen von Webber und Vettel
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Auf dem zweiten Platz landete Lewis Hamilton, der von Rang vier gestartet war. Auch der Engländer profitierte von den Ausfällen von Webber und Vettel
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Die nasse Strecke machte den Fahrern zu schaffen. Zwischenzeitlich konnte man Dreher im Minutentakt bewundern
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Bernd Mayländer musste mit seinem Safety-Car so oft raus, wie selten zuvor. Mehr als ein Dutzend Runden führte er das Feld an
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Das ging besonders auf Kosten von Sebastian Vettel, dessen Vorsprung immer wieder deswegen zusammenschmolz
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Ein gebrauchter Tag für Sebastien Buemi. Nach zwei frühen Boxenstopps und einem Crash war für den Toro-Rosso-Piloten Schluss
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Buemi war bei einer Kollision das linke Vorderrard weggebrochen. Nach 30 Runden war dann auch für den Schweizer Schluss
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Neue Teile gehen an Webber

So bestätigte Teamchef Christian Horner zuletzt, dass Webber ein Vorrecht auf neue Teile hat, sollten diese im Endspurt nicht für beide Boliden vorrätig sein. "Mit Sicherheit ein psychologischer Vorteil", analysiert Motorsport-Experte Karl Wendlinger bei "motorsport-total". "Er weiß, dass er besser platziert ist und dass das Team einen Weltmeister will."

Zwar spricht man im Team offiziell noch nicht von einer Stallregie, räumt aber eine gewisse Tendenz pro Webber ein. "Unweigerlich gibt es einen Punkt, an dem die Mathematik diktiert, was der beste Ausgang für das Team wäre", räumt Teamchef Christian Horner ein. Und: "Wenn einer von beiden realistisch gesehen keine Chance mehr hat, dann werden sie natürlich versuchen, das Teamergebnis zu optimieren, denn beide sind Teamplayer."

Horner: "Mark ist näher dran"

Und dieser Zeitpunkt ist in den Augen vieler Experten gekommen. Denn: Alonso kann mit einem Sieg schon alles klar machen. Jedenfalls wenn seine ärgsten Verfolger patzen. Und zu denen zählt nun mal Vettels Teamkollege. "Mark ist einfach ein Stück näher dran", so Horner.

Und genau deshalb "müsse Vettel da jetzt einfach durch", findet Lauda.

Gleicher Ansicht ist der ehemalige Formel-1-Fahrer Jos Verstappen. Er sagt: "Mit seinem Motor sind in Südkorea auch seine Titelträume buchstäblich in Rauch aufgegangen." Das sei zwar in Vettels Fall besonders ärgerlich, aber nun mal nicht zu ändern.

Auch Wendlinger kann sich trotz der erneuten Beteuerungen des Rennstalls "nur schwer vorstellen, dass man bei Red Bull auf Teamorder verzichtet." Denn nur wenn man dort jetzt gut arbeite, könne man Fernando Alonso überhaupt noch stoppen, erklärt er.

Alonso vor Webber: So steht es in der Fahrer-WM

SPOX

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