Formel 1

Tank zu klein: Virgin muss Boliden umbauen

Von SPOX
Bei Virgin (hier Lucas di Grassi) muss der Bolide wegen eines zu kleinen Tankes umgebaut werden
© Getty

Fährt die Formel 1 bald in New York? Wenn es nach Bernie Ecclestone geht, dann ja. Der plant nämlich mal wieder ein Rennen im Big Apple. Außerdem: Ein peinlicher Konstruktionsfehler bei Virgin macht Timo Glock zum Sprit-Sparer, Nick Heidfeld wird Chef der Fahrergewerkschaft und Sauber stellt sein Schnorchel-Experiment ein.

Ausgeschnorchelt: Als erstes Team der Königsklasse hatte Sauber überraschend das Schnorchel-System von McLaren nachgebaut - und damit einige Experten aufhorchen lassen. Wie kann ein Team mit verhältnismäßig kleinem Budget Ferrari und Red Bull in der Weiterentwicklung der Boliden überholen?

Hat es etwa Pedro de la Rosa mitgebracht? Der war schließlich Testfahrer bei McLaren, als man dort bereits am System arbeitete. Während der Spanier jeden Zusammenhang dementiert, hat sich die Diskussion auch bereits erledigt. Denn wie sich jetzt herausstellte, ist das Experiment vorerst beendet. "Wir lernen noch", sagte Pedro de la Rosa. "Es ist nicht einfach, das System ordentlich zum Laufen zu bekommen. Wir hoffen, dass es in ein paar Rennen klappt." Gerüchten zufolge habe man intern allerdings derzeit andere Sorgen, als ein funktionierendes Schnorchel-System zu entwickeln.

Quick Nick for President: Nick Heidfeld ist der neue Vorsitzende der Fahrergewerkschaft GPDA (Grand Prix Drivers Association) - das berichtet "Autosport.com". Er ersetzt Pedro de la Rosa, der in diesem Jahr für Sauber fährt und deshalb in der GPDA etwas kürzertreten wollte. Ebenfalls ihre Posten geräumt haben dessen Stellvertreter Fernando Alonso und Mark Webber. Dafür neu dabei: Sebastian Vettel und Felipe Massa.

Wo bitte geht's hier zur Tankstelle? Peinlich. Da war man bei Virgin so stolz auf das komplett am Computer designte Auto - und dann das. Der Tank des VR-01 ist zu klein, im Chassis ist zu wenig Platz. Auf einigen Strecken sollen Timo Glock und Lucas di Grassi die Renndistanz nicht schaffen. Die Folge: Die Piloten müssen das Gemisch so weit verdünnen, das der Motor Schaden nehmen kann. Jetzt darf Designchef Nick Wirth erneut ran - in Barcelona soll das von der FIA abgesegnete Update kommen. Ein teurer Spaß, denn auch Aerodynamik und Unterboden müssen angepasst werden. Kritiker unken bereits, dass Virgin sich das Geld auch sparen könnte - man würde ja ohnehin nicht ins Ziel kommen...

Holt Bernie Ecclestone Flavio Briatore zurück? Bernie Ecclestone will den ehemaligen Benetton- und Renault-Teamchef offenbar zurück in die Königsklasse holen. "Ich denke, er könnte eine Aufgabe in der Promotion der Formel 1 übernehmen", so Ecclestone laut "Reuters". Zuvor hatte Briatore erfolgreich gegen seine lebenslange Verbannung als Folge des Crashgate-Zwischenfalls geklagt, streitet sich aber noch immer mit der FIA.

Formel 1 im Big Apple? Bernie Ecclestone träumt mal wieder von einem Stadt-Rennen in New York. "Ich versuche, dass es dort 2012 mit einem Rennen klappt - gegenüber von Manhattan in New Jersey mit all diesen Wolkenkratzern im Hintergrund", sagte Ecclestone in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport".

Potenzielle Newcomer ziehen sich zurück: Genau ein Startplatz ist nach dem Aus des USF1-Projekts für die kommende Saison noch zu vergeben. Bewerber gibt es viele. Doch zwei der Kandidaten haben sich jetzt zurückgezogen. Das österreichische Finanzunternehmen Superfund, das sich mit Alexander Wurz als Teamchef bereits für 2010 beworben hatte, ließ jetzt gegenüber "Autosport" verlauten, dass man für 2011 keine Lizenz beantragen werde. Gleiches gilt für den Traditionsnamen Brabham und den dahinter stehenden Formtech-Konzern, der die Fabrik von Arrows- und Super-Aguri übernommen hatte.

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