Freitag, 14.03.2008

Formel 1

Gemischte Gefühle bei Rückkehrer Glock

Melbourne - Nach seinem ersten Trainingstag als Formel-1-Stammfahrer stieg Timo Glock mit gemischten Gefühlen aus seinem Toyota-Rennwagen aus.

formel 1, glock
© DPA

"Es war komplett anders, als das, was ich von der GP2 und vom Testen gewohnt war", sagte der Neuzugang der Japaner und GP2-Champion des vergangenen Jahres in Melbourne.

"Es war daher eine ungewohnte Situation, aber insgesamt hat es sich okay angefühlt", meinte Glock nach den ersten beiden Übungseinheiten zum Großen Preis von Australien.

Für den Nachfolger von Ralf Schumacher bei den Asiaten lief noch nicht alles nach Plan, auch wenn er mit den Einzelplatzierungen - Achter im ersten und Zehnter im zweiten Freien Training - zufrieden sein durfte.

Probleme mit den Reifen

In der ersten Session habe es Probleme mit einem Reifen gegeben, konstatierte Chef-Techniker Dieter Grass. Die Folge: Glock konnte lediglich 16 Runden auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs im Albert Park von Melbourne drehen. Im zweiten anderthalbstündigen Abschnitt kam der 25-Jährige auf 28 Runden.

Beide Male betrug Glocks Rückstand auf den jeweils Schnellsten - Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen aus Finnland im ersten und McLaren- Mercedes-Mann Lewis Hamilton aus England im zweiten Training - über zwei Sekunden.

"Es ist immer noch schwierig für mich, das Auto auf meinen Fahrstil einzustellen", meinte Glock. Ein Problem, dass Vorgänger Schumacher für sich in drei Jahren nicht zu lösen gewusst hatte.

"Besser als beim letzten Test"

Allerdings betonte Glock auch, dass man sich stetig verbessere. "Heute hat es sich besser angefühlt als beim letzten Test", meinte er.

Im teaminternen Duell konnte der Formel-1-Rückkehrer aus Wersau den deutlich erfahreneren Jarno Trulli im ersten Training hinter sich lassen (10.), anschließend war der 181-malige Grand-Prix-Starter aus Italien drei Plätze besser als Glock, der 2004 für Jordan seine bislang einzigen vier Rennen in der Eliteklasse der PS-Profis bestritten hatte.

"Es ist perfekt für mich, ich kann schauen, was er macht", erklärte der deutsche Pilot mit Blick auf seinen italienischen Teamkollegen.


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