Sonntag, 03.02.2008

Hooligans in der Formel 1

Hamilton übel beschimpft

Barcelona/Frankfurt - Die Testfahrten in Barcelona sind am Wochenende von teilweise rassistischen Schmährufen und Beleidigungen durch spanische Fans gegenüber Lewis Hamilton überschattet worden.

hamilton, lewis
© Getty

"Hooligans bei der Formel 1", schrieb am Sonntag die Sportzeitung "Marca". Die Formel 1 sei in der Lage, "die niedersten Instinkte zu wecken", meinte "Sport". Der dunkelhäutige McLaren-Mercedes-Pilot aus England war verbal und auf Plakaten beschimpft worden.

Zwischenzeitlich war sogar die Tribüne gegenüber der McLaren-Box am Samstag gesperrt worden, weil immer wieder Gegenstände in Richtung der Box geworfen wurden. "Das ist schlimm, so darf man einen Menschen nicht behandeln", sagte McLaren-Testteam-Manager Indy Lull.

Streckenbetreiber baut möglicher Strafe vor

Eine Sprecherin fügte hinzu: "Wir haben in diesem Land schon viele Rennen bestritten und oft Testfahrten absolviert. Jeder in unserem Team behandelt die Menschen hier mit großem Respekt, Lewis Hamilton eingeschlossen."

Die Streckenbetreiber äußerten sich entsetzt und versuchen durch Appelle an die Randalierer, eine mögliche Strafe durch den Weltverband FIA zu verhindern. "Wir können ein derartiges Verhalten nicht tolerieren", sagte Streckenchef Ramon Pradera der Zeitung "La Vanguardia".

FIA droht mit Konsequenzen

Dennoch drohte die FIA im Wiederholungsfall mit Strafen. "Die FIA ist überrascht und enttäuscht über die Beschimpfungen von Lewis Hamilton", sagte ein Sprecher. "Beschimpfungen dieser Art sind ein klarer Verstoß gegen die Prinzipien, die in den FIA- Statuten stehen, und jede Wiederholung wird Sanktionen nach sich ziehen."

Offenbar können nicht alle Alonsos sportliche Niederlage im vergangenen Jahr gegen Hamilton verkraften. Bis zur Trennung trotz eines bis Ende 2009 datierten Vertrages hatte sich der Spanier immer wieder benachteiligt gegenüber Hamilton gewähnt und für heftige Unruhe im Team gesorgt. Am Ende hatte Alonso 2007 den dritten Rang in der WM-Wertung - punktgleich hinter dem englischen Senkrechtstarter - belegt. Weltmeister war Kimi Räikkönen geworden.


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